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Assassin, Erazor, Blackfire im Konzert (Oberhausen, Juni 2011)

Der Schweiß floss hektoliterweise

Assassin ballerten trotz der Hitze

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Assassin

Die Düsseldorfer Thrash-Spezialisten Assassin sind nun nicht gerade häufig live zu sehen und zu hören, und so drängte sich eine beachtliche Menge Fans nach vorn zu einer wilden Quetscherei. Nachdem sich die Umbaupause ein wenig hinzog, zockten die Jungs einfach schon der ersten Song „Breaking The Silence“ und riefen gleichzeitig nach ihrem Frontmann Robert, der zuerst noch abhanden gekommen war – dafür gab es dann auch reichlich Spott und Hohn („wir spielen ohne Robert“, „hat die letzte S-Bahn nicht bekommen“) – doch dann tauchte er doch auf und Assassin in „Nemesis“ ab.

War die Stimmung bisher ausgelassen, so tobte ab sofort der Mob wie irre, ein Mattenmeer begleitete die ersten Songs, und gleich brach auch ein ordentlicher Moshpit aus – trotz der astronomisch hohen Temperaturen. „The Last Man“ verleitete dann die ersten Stagediver zu ihren Segelstunden, und von da ab segelten immer wieder die Stagediver im Minutentakt und walzten alles nieder – in der Spitze sprangen gleich drei Mutige zur selben Zeit von der recht kleinen Helvete-Bühne. Bei „Junk Food“ legten die Fans eher eine kleine Pause ein und grölten sich mit obigem Schlachtwort die Lunge aus dem geschundenen Oberkörper.

Die Show hatte aber auch alles, was ein kleines Thrashpaket so zu bieten hat: ein demoliertes Mikrofon, Bassist Joachim schredderte seine E-Saite, die Crowdsurfer machten Bekanntschaft mit den Glasscherben am Boden und im Moshpit wurde dann auch der eine oder andere Bluterguss verteilt. Dass die Drums auf dem Podest hin- und herrutschten machte da nicht viel aus, den der mitgebrachte Bühnentechniker hatte so auch etwas zu tun.

„Wer jetzt nicht headbangt, der fliegt raus“ – ein markiger Spruch zu „Fight (To Stop The Tyranny)“ – doch viele waren nicht mehr rauszuschmeißen, denn im Laufe des Gigs hatte sich die Anzahl der Anwesenden um mindestens die Hälfte reduziert – ganz sicher mussten einige Fans dem hohen Anfangstempo und den extremst hohen Temperaturen Tribut zollen – die Sauerstoffverknappung war schon weit fortgeschritten.

Nervig waren dagegen die ganzen Hetzparolen gegen den örtlichen Fußballverein und das Hervorheben der unwichtigen Vertreter aus der Landeshauptstadt. Doch „Bushwackers“ half wieder allen auf die Beine, die Pommesgabeln zuckten erneut Richtung Kellerdecke, und „Bullets“ stellte in einer richtig brutal gezockten Version den Schlusspunkt dar.

„Wenn wir jetzt nichts hören, dann gehen wir, dann gibt es Kuchen mit Sahne“ –und zack, da waren sie, die Assassin-Sprechchöre, und prompt mussten für die Zugaben die letzten Reserven aktiviert werden – danach hieß es endlich Wasser fassen, den die Körper der Fans und auch der Band war fortgeschritten dehydriert.

Setlist:

Breaking The Silence
Nemesis
The Last Man
Junk Food
Destroy The State
AGD
Judas
Holy Terror
Kill Or Be Killed
Intro Forbidden Reality
Fight (To Stop The Tyranny)
Bushwackers
Bullets
Abstract War
Baka
Assassin

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