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Aspyhx, Soulburn & Pentacle im Konzert (Essen, November 2017)

Überraschungen zum 30-jährigen Geburtstagsrausch

Asphyx

Das Turock ist quasi schon die zweite Heimat für Asphyx, was sicherlich nicht nur an der Nähe zum Labelheimathafen Dortmund liegt. Es drängt sich zumindest der Verdacht auf, dass die Holländer nirgends Club-technisch so erfolgreich agieren können wie in Essen, zumindest gereicht der Gedanke als Wundenbalsam für die ganzen angereisten Todesstahlfans, die sich nun schon an beiden Tagen in der Umbaupause dicht an dicht nach vorne quetschen – da fällt bei dem einen oder der anderen die Rauchpause auch schon mal kürzer aus.

Neben den ganzen Gästen haben sich die Vier auch ein weiteres prägendes Highlight einfallen lassen, denn die große Videoleinwand fällt glatt ins Auge – ein paar alte Fotos werden eingeblendet, gehen aber auch ein bisschen im nun schon früh startenden Pit unter – das Gedränge ist groß, da droht die eine oder andere zierlichere Person glatt zermahlen zu werden. Am Samstag kommt es dann sogar während der Show zu einem kleinen Handgemenge links vor der Bühne und es dauert auch nicht lange, bis der verursachende Störenfried von der Security vor die Tür gesetzt wird. Im Vorfeld ist der spackende Typ zumindest dadurch schon negativ aufgefallen, unfähig eines ordentlichen Stagedives immer von den Monitoren als „Sprungbrett“ abgerutscht und der ersten Reihe förmlich genau in die Fressen gesprungen zu sein – Fausthieb und Fußtritt inklusive; da ist doch irgendwann Eskalation vorprogrammiert. Die Fans am Sonntag brauchen sich da dann zum Glück keine Sorgen machen, insgesamt aber zeigt sich das stagedivende Völkchen sehr zurückhaltend – das sah beispielsweise 2009 zur „Death... The Brutal Way“-Releaseshow allerdings noch deutlich anders aus. Zudem ist der Moshpit am Samstag um einiges aktiver und auch der Alkoholkonsum ausgebauter, am Sonntag wird dann eher genossen als förmlich ausgeflippt.

Auch von den Ansagen her unterscheiden sich die beiden Abend dann deutlich. Plappert Martin am Samstag so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, so hält er sich am Sonntag etwas zurück, redet vor allem nicht, wenn noch Mucke aus den Boxen dröhnt und lässt auch durch die englischsprachigen Ansagen mehr internationales Flair einfließen – schließlich wird ja auch fleißig mitgefilmt. Daraus resultiert auch, dass die Sonntagsshow deutlich besser ausgeleuchtet wird, da waren wohl ein Tag zuvor ein paar Aufnahmen im Dunklen abgesoffen.
Martin selbst schreckt neben den ganzen „Hey, geht es euch gut“ aber auch nicht vor Kritik an dem Plattenlabel und deren Verkauf an Sony zurück, schafft es aber eben auch immer wieder, den Fokus auf die Show zu richten, wobei ihm da natürlich die zahlreichen Wechsel auf der Bühne prima in die Karten spielen.

Die Übergänge sind sogar recht flüssig, wirken am zweiten Tag etwas eingespielter, mit Charme und Witz wird die eine oder andere Verzögerung weggelächelt, was aber ohnehin niemanden an beiden Tagen stört, sind doch alle eh auf Party gepolt, wissend, dass dieses Wochenende auch von der Besetzung her nicht mehr wiederholbar ist. Besonders, über zwei Stunden Spielzeit und anschließender Möglichkeit, alles signieren zu lassen oder auch ein Selfie zu ergattern, da bleiben eigentlich keine Fanwünsche mehr offen. Das Turock in Essen darf auch gerne wieder als Hochburg für die nächste Releaseshow herhalten, über ein weiteres Jubiläum zu spekulieren ist allerdings noch ein wenig verfrüht.

Setlist:

Intro The Quest Of Absurdity
Vermin
M.S. Bismarck
Death The Brutal Way
The Flood
Forerunners Of The Apocalypse
Summoning The Storm (mit Wannes)
Black Hole Storm (mit Wannes)
Rite Of Shades (mit Wannes und Bob)
The Krusher
Wasteland Of Terror
The Grand Denial
It Came From The Skies
Asphyx (Forgotten War) (mit Eric)
Ode To A Nameless Grave (mit Eric und Tony)
Pages In Blood (mit Eric und Tony)
Abomination Echoes (mit Eric, Tony, Ronnie und Roel)
Deathhammer
Food For The Ignorant
Incoming Death
The Rack
Last One On Earth (mit Eric und Wannes)

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