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Aspyhx, Soulburn & Pentacle im Konzert (Essen, November 2017)

Überraschungen zum 30-jährigen Geburtstagsrausch

Zwei Tage Party im Turock, zwei Tage Asphyx bei der rauschenden Ballnacht zum 30-jährigen Krach machen, ein Jubiläum muss halt gefeiert werden, was sich die Hollanddeutschen dann auch nicht entgehen lassen. Eingeladen haben sie sich dafür nicht nur für beide Abende die beiden befreundeten Bands Pentacle sowie Soulburn, sondern gleich samstags auch eine komplette Gästeschar aus dem Who is Who der europäischen Death-Metal-Szene. Man kennt sich, schätzt sich, da schwappen im als Backstagebereich umfunktionierten Café in der oberen Etage auch mehrmals die Emotionen auf oberster Garstufe – Geschenke, der Deathhammer-Cocktail und weitere hochprozentige Statements, Label- und Promofirmenvertreter, alles tummelt sich dort oben, mit ein paar typisch holländischen Speisen verwöhnt – und nein, damit sind nicht Frikandeln und Vla gemeint.

Für die Fans bedeutet das aber auch, dass am Samstag nur 400 Karten vertickt werden konnten. Weil sie aber schon so zügig verkauft wurden, bot sich der Sonntag gleich als Matinee-Show an, man konnte abends trotz des Discobetriebes alles auf der Bühne stehen lassen, leidlich durch die Security abgesichert. Am Sonntag haben dann 500 Fans die Gelegenheit zur Liveshow und nicht wenige Nasen sind auch schon einen Tag zuvor zu sehen – die Asphyx-Vollbedienung, auch wenn beide Abende sehr unterschiedlich verlaufen. Erst im Nachgang wird der Masse klar, dass sogar Bolt Thrower-Bassistin Jo Bench der kompletten Sonntagsshow über rechts im abgesperrten Bereich beiwohnt. Nur eben eines von zahlreichen highlightigen Details an diesem Turock-Wochenende.

Pentacle

Auch Pentacle erleben an diesem Wochenende zwei sehr unterschiedliche Abende. Von den Songs her sind die beiden Shows gleich, doch das Publikum ist am Samstag eher zurückhaltend, am Sonntag wesentlich intensiver bei der Sache, was man nicht nur an den eigenen Nummern, sondern besonders an der Celtic Frost-Coverversion „Procreation (Of The Wicked)“, natürlich emotional aufgeladen dem am 21. Oktober 2017 verstorbenen Eric Ain gewidmet, festmachen kann.

Selbst greifen die Holländer rund um den damals auch bei Asphyx aktiven Bassisten und Frontmann Wannes bei den eigenen Nummern in die Trickkiste und lassen sogar mit „The Flame's Masquerade (Her Sun Is The Moon)“ einen Track der '96er Frühphase auf die sich zahlenmäßig schnell ansteigenden Anwesenden los und spannen einen breiten Rahmen bis hin zum „Ritual And Darkness As One“ von der aktuellen Split von 2016 – viel Stoff hatte sich ja schon angebahnt, doch knappe 45 Minuten reichen eben nur für einen kleinen Querschnitt.

Zudem macht Wannes auch immer wieder mal darauf aufmerksam, weswegen man sich denn an diesen beiden Tagen im Turock trifft, ansonsten sind die Ansagen sehr spärlich gesät, höchstens ein „Wie geht es euch?“ lockt die Fans etwas mehr aus der Reserve. Während man am Samstag noch locker durch die lichteren ersten Reihen spazieren kann, drängen am Sonntag die Fans schon deutlich mehr nach vorn, benehmen sich aber anständig, was man später von einem Spacko allerdings nicht mehr sagen kann – dazu aber dann bei Asphyx mehr.

Pentacle rotzen old-schoolig ihren Part souverän durch die Boxen, der Sound knallt am Sonntag ein bisschen mehr, was aber gefühlt nicht wirklich viel ausmacht, den großen Moment aber wird Wannes noch haben, was allerdings die Fans so früh an jeden Abend noch nicht wissen (können).

Setlist:

Scythes
The Flame's Masquerade (Her Sun Is The Moon)
Ritual And Darkness As One
For I Am Chaos!
Awaiting The Blast Of Death
Deepness Of The Depths
Procreation (Of The Wicked) (Celtic Frost-Cover

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