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ASP, Spielbann im Konzert (Dresden, Oktober 2015)

Berauschende Vorstellung zweier Bands

Am 16. Oktober veröffentlichten ASP ihr neues Album „Verfallen Folge1: Astoria“ und wie bei den Frankfurtern üblich, startete noch am gleichen Tag die dazugehörige Tour. Kurz vor Abschluss der Tournee besuchten die Hessen Dresden, um im gut gefüllten Alten Schlachthof neue und alte Werke vorzustellen. Doch bevor sie zum Zuge kamen, ist es an

Spielbann

ihr Liedgut vorzustellen. Auch die Saarbrückener legten im Oktober ihr neues Werk „In Gedenken“ vor, von dem das Eröffnungsstück „Der Hüter“ stammt. Ebenfalls neu ist das nachfolgende „Auferstehung“ und obwohl diese Titel gerade erst zwei Wochen auf dem Markt sind, herrscht hier im Saal bereits äußerst gute Stimmung. Dies liegt zum einen sicher an der dynamischen Umsetzung der Band, die unglaublich ansteckend wirkt, zum anderen aber vor allem an der erstaunlichen Qualität des Dargeboten.

Spielbann bringen Dark Rock mit elektro-sinfonischen Einflüssen zu Gehör, der sowohl handwerklich, wie auch soundtechnisch überzeugen kann.  Vor allem die Allianz der beiden Vokalisten Seb Storm und seinem weiblichen Pendant Nic Frost regt zu Begeisterungsstürmen an. Besonders zu „Die weiße Frau“ kommt dieser Umstand exzellent zum Tragen. Nic beginnt hier mit ihrer kräftigen, klaren Stimme in ruhigen Gefilden, hierzu im Gegensatz steht die rauere Stimme von Seb und mit seinem Einsatz zieht auch der Titel kräftig im Tempo an. Auch wenn dies im ersten Moment recht konträr wirkt, baut sich immer wieder eine komplette Harmonie zwischen beiden auf, die vom Publikum entsprechend honoriert wird. So folgen die vorderen Reihen der Band mit rhythmischem Klatschen und die Hände können auch nach dem Song gleich oben bleiben, denn jetzt gibt es das mittlerweile obligatorische Bild mit der Band. Die Fotografin zeigt sich auch aufgrund der Begeisterung schnell mit dem Ergebnis zufrieden und damit kann es auch mit dem Programm weitergehen.

Die Frage „ob man denn noch kann“ scheint also rein rhetorischer Art und zu „Bestie deiner Welt“ darf dem Bewegungsdrang anständig nachgekommen werden. Einmal mehr zünden ihre düsteren, lyrisch gut verpackten Geschichten, die brachial über die Saitenfraktion vorwärts getrieben werden. Doch als der der Dank an ASP, die Crew und an das Publikum erfolgt, naht auch schon das Ende des Gigs. Mit „In alle Ewigkeit“ vom aktuellen Album schließen sie ebenso perfekt ab, wie sie sich die vergangenen dreißig Minuten präsentiert haben. Und egal was nun noch folgt, man muss jetzt schon ASP da erste Komplimente machen: Die Wahl des Supports war perfekt.

Setlist:

Der Hüter
Auferstehung
Geister, die ich rief
Gottesknecht
Schwesterchen Frost
Die weiße Frau
Bestie deiner Welt
In alle Ewigkeit

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