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Armored Saint & Greydon Fields im Konzert (Essen, November 2018)

Gesegnet und unterbewertet

Armored Saint

Selbst wenn man die Fanbrille abnimmt, kommt man nicht umhin zugeben zu müssen, dass wenn schon Spielfreude auf der Bühne festzustellen ist, Armored Saint ganz vorne mit dabei sind. Die kalifornische Frohnatur trieft aus allen Poren, die Sonne wird direkt in die Herzen der Fans implantiert und mit „March Of The Saint“ als Opener legen die Fünf einen Start von Null auf Hundert in unter drei Sekunden hin.

Allein schon die Mimik von Bassist Joey Vera und seiner damit verbundenen Passion, die Tieftonsaiten zu spielen, ist jedes Eintrittsgeld wert. Dazu dann auch ein John Bush weiterhin in Bestform, heute ohne seinen „Trainingsanzug“ wie noch beim Rock Hard Festival 2018, stimmlich aber eben auf voller Höhe und mit soviel Sympathie intus, dass man der Truppe auch den etwas weniger stimmungsvollen Mittelpart nicht krumm nimmt.

Nach dem Eröffnungstriple geht es dann auch gleich ran an das symbolträchtige Jubiläumsalbum „Symbol Of Salvation“, welches wie angekündigt in voller Länge – und dazu auch in der Originalreihenfolge wie auf dem Tonträger – gespielt wird. Lautstark singen die Fans „Reign Of Fire“ mit, kaum jemand dürfte ohne Gänsehaut bei „Last Train Home“ im Turock stehen und selbst das häufig eher zwiespältig aufgenommene „Tribal Dance“ entfaltet in der heutigen Stimmung seine ganz besondere Magie.

Einmal mehr ist John auch bei den Ansagen gut aufgelegt, so zum Beispiel bei seiner „Liebesansage“ zur Heimat Los Angeles, wie geil es eigentlich damals 1991 gewesen sei und wie sehr sie Spaß daran hatten, ein blueslastiges Stück wie das balladeske „Another Day“ zu schreiben, hatten sie doch damals einfach keinen Druck verspürt, weil sie machen konnten, was sie wollten. Textsicher sind die Fans eh ganz bei den Fünfen, fetter Applaus, zahllose Pommesgabeln und auch immer wieder aufkommenden Sprechchöre sorgen für durchweg gute Stimmung.

„Solch einen Rock'n'Roll Bullshit wie von der Bühne gehen und nach ein paar Minuten wiederkommen brauchen wir nicht“, lässt John Bush unter lautem Jubel auf die Fans los, ein weiteres Okay bedarf es da nicht, und wie zeitlos der Saint'sche Sound wirklich ist, zeigt dann das perfekt eingebundene „Win Hands Down“ vom aktuellen Album. Abgerundet wird der Abend dann mit „Can U Deliver“, der Zeitkreis schließt sich und hinterlässt vierhundert glückliche Fans, die den Merchgabentisch plündern. Schade nur, dass die Security die Fans schon viel zu schnell an diesem Sonntagabend heraus fegt, sodass Autogrammjäger heute keine Chance bekommen.

Setlist:

March Of The Saint
Long Before I Die
Chemical Euphoria
Reign Of Fire
Dropping Like Flies
Last Train Home
Tribal Dance
The Truth Always Hurts
Half Dawn Bridge
Another Day
Symbol Of Salvation
Hanging Judge
Warzone
Burning Question
Tainted Past
Spineless

Win Hands Down
Can U Deliver

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