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Anvil, AC Angry im Konzert (Köln, August 2013)

Old-School-Mittelfinger für den Norden

AC Angry legen schon das erste Feierfeuer

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Tropische Temperaturen im Kölner Underground – passt ja irgendwie ganz gut, denn Anvil schauen vorbei. Zwar nicht geschmiedet in den Feuern des Schicksalsberges, aber irgendwie durch eine höllisch abwechslungsreiche Karriere gezeichnet. „Hope In Hell“, oder heute besser: „Hope In Cologne“ – die Fans im Underground beweisen, dass der Anvil-Zug noch lange nicht abgefahren ist. Doch bevor das kanadische Trio die Betriebstemperaturen auf Höllenniveau treibt, haben AC Angry die Aufgabe, die Glut erst richtig anzufachen.

AC Angry

Die Saarbrücker Rock’n’Roller AC Angry können sich derzeit nicht über mangelnde Livepräsenz beschweren, hatten sie doch schon den Supportslot für die Saxon-Shows inne und die Shows mit Ohrenfeint sind ja auch bereits bestätigt – und das Ganze mit nur einer EP. Heute gilt es aber, den ersten Gig im Vorprogramm von Anvil zu bestehen, und wenn zu Beginn noch viele BesucherInnen mit einem großen Fragezeichen behaftet sind, wer denn diese Truppe überhaupt sei, so ändert sich das doch recht zügig. Es passt auch ganz hervorragend, dass trotz der arg hohen Temperaturen schon gut 100 Fans anwesend sind, Tendenz steigend, genauso wie der Hitzetemperaturfühler – es reicht einmal mehr allein schon das pure Herumstehen, damit die weit geöffneten Poren im Überfluss Körperflüssigkeit ausschütten.

„Wo sind eure Hände?“, wirft Frontmann Alan gleich mal als Testballon bei „Rock’n’Roller Roller Rolla“ in die wachsende Menge, nachdem sich AC Angry schon nach dem Opener keine Pause gegönnt hatten – der Test funktioniert, die Fans spenden reichlich Applaus. Das Quartett weiß genau um die Anheizerrolle, ein „Freut ihr euch schon auf Anvil?“ zeigt schon früh auf, dass sie ihren Status gut einzuschätzen wissen. „Underground, wo sind eure Hände?“, versucht Alan nochmals sein Glück und ist noch ein bisschen erfolgreicher als vorhin, auch wenn in diesem Moment Gitarrist Stefan bei „Mean Machine“ nicht gerade die sauberste Arbeit abliefert – vielleicht ist es ja auch der enormen Hitze geschuldet. Der Stimmung ist das aber nicht abträglich, denn die Fans feiern immer intensiver mit.

Schnell noch einen Hirnverkleber verteilen, mit einem „Habt ihr Spaß?“ sich noch rückversichern, und schon leiten sie mit „Booze Horse“ das letzte Drittel des Auftritts ein. Das sie heute Abend auch reichlich Songs spielen, die allesamt auf dem ersten Longplayer landen sollen, den sie für Oktober ankündigen, ficht hier nicht an – AC Angry schaffen es locker aus der Rock’n’Roll-Hüfte heraus, den Anwesenden richtig fetten Applaus aus dem Kreuz zu leiern.

Setlist:

Radicalizer
Rock’n’Roller Roller Rolla
Motor
Thirst/ Booze
Mean Machine
It’s Good To Be Bad
Kings Of Death
Booze Horse
Black Denim
Get It On
AC Angry

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann