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Annisokay & I Set My Friends On Fire im Konzert (Dresden, Oktober 2018)

Da wackelte die Scheune

Eine starke und experimentelle Vorstellung zeigen I Set My Friends On Fire

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Die „Fully Automatic Tour“ ist im vollen Gange und führte die Herren von Annisokay und I Set My Friends On Fire gar nach Großbritannien, dort sicher unter einem anderen Tourmotto, immerhin erfreut sich zweitgenannte Band sicher bisher einer größeren internationalen Fangemeinde. Nun steht der Nightliner vor der Dresdner Scheune. Dass er tatsächlich hier steht, ist eigentlich gar nicht so klar, da der Frontmann von Annisokay sich wenige Tage zuvor die Schulter auskugelte. Schade wäre dies für die zahlreichen Zuschauer gewesen, die es sich auch mitten in der Woche nicht nehmen lassen, hier zu erscheinen. Aber immerhin steht wenigstens ein Feiertag in Aussicht, sodass die Feierlaune nicht wirklich getrübt werden sollte.

I Set My Friends On Fire

Selbst wenn sich im Vorraum noch einige auf einen Schwatz und ein Bier aufhalten, ist der Saal der Scheune beim Start von I Set My Friends On Fire gut gefüllt. Die Band scheint sich also schon einiger Bekanntheit zu erfreuen, aber immerhin sind sie auch seit gut zehn Jahren auf dem Markt. Glauben mag man dies beim Anblick des Fünfers zwar nicht so recht, außer Schlagzeuger Chris hat die Drumsticks in seiner Schultüte bekommen. Tatsächlich ist aber von den Gründungsmitgliedern nur noch Shouter Matt mit an Bord.

Zum Start beweisen die Amis gleich einmal, dass sie nicht nur einen sperrigen Bandnamen besitzen, auch der Opener „Reese's Pieces, I Don't Know Who John Cleese Is?“ ist nicht so wirklich handlich. Wenn man allerdings die musikalische Schiene noch dazu anschaut, passt aber eigentlich alles zusammen. ISMFOF sind tatsächlich etwas extravaganter und experimenteller veranlagt. Da kreuzen sich Post-Hardcore und Metalcore, von irgendwoher werden noch elektronische Schnipsel eingestreut und das Ganze wird mit ordentlich Energie vorgetragen. Gründungsmitglied Matt Mehana keift, shoutet, growlt und zischelt sich durch die Titel, einziges Problem daran: man versteht so gut wie keinen Ton. Auch sonst wirkt er etwas entrückt und beteiligt sich so gut wie gar nicht an irgendwelchen Interaktionen. Zum Glück gibt es noch Gitarrist Nate Blasdell, der nicht nur den Clean-Gesang beisteuert, sondern auch eine rege Kommunikation mit den Zuschauern unterhält.

Titel wie „Ravenous, Ravenous Rhinos“ oder „ASL“ heizen ordentlich ein und bringen die Hütte auf Betriebstemperatur. Mal mischt sich Sprechgesang ein, dann gibt es wieder kehlige Töne und allem wohnt diese exzessive Soundmischung bei, die auch den letzten Sicherheitsabstand zur Bühne schmelzen lässt. Das abschließende „Things That Rhyme With Orang“ beweist sich schließlich als der wohl eingängigste Titel des Sets und rundet die Vorstellung perfekt ab.

Setlist:

Reese's Pieces, I Don't Know Who John Cleese Is?
But the Nuns Are Watching
It Comes Naturally
Ravenous, Ravenous Rhinos
ASL
Brief Interviews With Hideous Men
Beauty Is In the Eyes Of The Beerholder
WTFWJD
Things That Rhyme With Orang

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