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Annihilator, The Generals im Konzert (Essen, Oktober 2013)

Schredderkunst im ausverkauften Essener Turock

The Generals können das Publikum nicht wirklich umhauen

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Kaum zwei Jahre ist es her, da zockten Annihilator im Kölner Luxor vor knapp 160 Leuten, heute Abend aber ist das Essener Turock komplett gefüllt, was dann 550 Gäste bedeutet – nein, damit konnte man nicht rechnen, vielleicht ein paar Optimisten hatten das auf dem Schirm. Fans kommen aus Holland, Belgien, überall aus Deutschland, ein buntes Nationenpotpourri mitten im Pott. Ein paar Karten mehr hätte man wohl ebenfalls absetzen können, zum Glück aber lassen sie nicht mehr rein als passt, denn auch so ist es schon eng genug und der Gang zur Theke wird eine Mischung aus Drängeln, Schubsen, Wegerbetteln und Gasseerrüpeln. Dabei wäre die Stimmung des Abends beinahe nach hinten gekippt, kommt es doch zu einer unangenehm, ja schon sehr ärgerlichen Verzögerung beim Eintritt mit mehr als einer Stunde Verspätung. Es erklärt sich zwar noch im Nachgang, aber nicht alle dürften dieses mitbekommen haben. Dazu kommt dann noch, dass die Supportband The Generals statt um halb acht erst um viertel vor neun die Bühne entert.

Besonderen Dank an dieser Stelle geht an die Metalmaniacs, die im dichten Gedränge nicht die Übersicht verlieren und sogar dem The-Pit.de-Fotofuzzi den Rücken freihalten – keine Selbstverständlichkeit und deswegen besonders erwähnenswert.

The Generals

Ein so später Auftritt allerdings hat dann zumindest für das schwedische Death’n’Roll-Quartett The Generals den positiven Beigeschmack, dass sie schon vor proppevollem Haus aufspielen können, doch ist zweifelhaft, ob sie heute Abend auch ihre Chancen in ungehemmten Enthusiasmus ummünzen können, denn die Mischung der heutigen Show – auf der einen Seite die schwedischen Rumpler mit ganz viel Entombed intus, auf der anderen Seite die kanadischen Filigran(thrash)metaller – geht nicht wirklich auf, zumal die Vier einen Bewegungsradius eines Bierdeckels haben.

„Hey Essen, wie geht es euch?“ will Frontmann und Bassist in Personalunion Hednar wissen, doch es ist schon erschreckend, wie ruhig die Masse im Turock sein kann. Die meisten scheinen die Band eh nicht zu kennen, noch nicht einmal den Namen gehört zu haben, dabei haben The Generals mit dem Debüt „Stand Up Straight“ von 2009 und dem aktuellen Album „Blood For Blood“ vom Mai dieses Jahres bisher zwei Longplayer am Start.

Und genau aus diesen beiden Alben stellt sich dann auch die Tracklist zusammen, wobei sie erst mit „Hunger“ erste wirklich wahrnehmbare positive Fanreaktionen in Form einiger Pommesgabeln ernten können. Na, so ganz stimmt das vielleicht nicht, wenn man die Nicker einbindet, die der Band zugetan sind, aber alles ist im vollen Club im überschaubaren Rahmen. „Checkt mal unser Merch aus, wir würden uns freuen“, so Hednar schon fast defensiv, ganz im Gegensatz zum folgenden „Consulting With The Sinner“. Auch gegen Schluss können The Generals heute bei diesem Publikum keinen wirklichen Tourpokal absahnen, denn Freude oder gar überbrodelnde Konzertlust sieht anders aus.

Setlist:

  • Intro
  • Dig Two Graves
  • Stand Up Straight
  • Blood For Blood
  • Shotgun Serenade
  • Hunger
  • My Own Demise
  • Consulting With The Sinner
  • The Illusionist
  • Blessing In Disguise
  • The Offer Still Stands
  • Evil Transcends
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