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Amphi Festival 2011

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Der Fluch kommt richtig gut an

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17. Juli 2011

Obwohl die erste Band erst um 11.45 Uhr spielen wird, ist es voll auf dem Gelände. Es ist aber auch einfach zu gut organisiert, so dass für jeden etwas dabei ist. Was aber die ersten etwas verwirrt, ist der Geldautomat. Der einzige Geldspucker auf diesem Gelände fährt sein System hoch und wieder runter. Er macht alles, nur eben kein Geld ausgeben. Eine Frage an die Security  ergibt, dass der Automat schon gestern Fehler gehabt hätte und dass in ca. 15 Minuten Entfernung vom Gelände wohl Banken seien. Na ja, die Hoffnung, dass es später wieder funktioniert, lässt die Wartenden schließlich von dannen ziehen. Der Tag ist ja noch lang und die Stände haben den ganzen Tag auf. Nun aber öffnet auch das Staatenhaus seine Tore und das ist gut so, denn es beginnt zu regnen.

Der Fluch

Ob es der Regen ist oder der Umstand, dass es die erste Band ist, die heute spielt, oder die Bekanntheit der Band, lässt sich so leicht nicht ausmachen. Nur eines steht fest, dass es schon zu früher Stunde gut gefüllt ist. So geht es dann auch pünktlich los. Während der Stummfilm Nosferatu über die Leinwand flimmert, betritt die Band die Bühne. Nach „Fluch“ meldet sich der Sänger zu Wort und erklärt, dass sie es nur mit äußerster Kraftanstrengung und der Nutzung von Sauerstoffzelten geschafft hätten, zu dieser frühen Uhrzeit da zu sein. Immerhin haben sie es geschafft, auf die Bühne zu kriechen und die Sauerstoffzelte haben scheinbar ganze Arbeit geleistet, denn so müde sehen Der Fluch gar nicht aus.

Aber gut, die Augen sind verborgen unter dunklen Sonnenbrillen - wer weiß schon, wie es darunter aussieht? Es wird düster, es wird rockig, und schnell kristallisiert sich heraus, dass nicht der Regen „schuld“ trägt an der Vielzahl der schwarzen Menschen, die hergekrochen sind, sondern der Umstand, dass die Band heiß begehrt ist. Die Stücke werden gerade von den vorderen Reihen Zeile um Zeile mitgesungen. Der Sänger Deutscher W beherrscht es, jeden Song derart theatralisch rüber zu bringen, dass auch die internationalen Fans begreifen, um was es in den Songs geht. Es macht Spaß, der Band zuzuschauen, es ist gut gemacht und die Mischung aus Rock, Punk und Theatralik passt gut zu dem frühen Auftritt; spätestens nach „Der Rabe“ sind alle Anwesenden wach. Während Deutscher W sein Hemd vor dem Song „Kalter Wind“ öffnet, zieht er es bei „Werewolf“ direkt aus. Und wie ein junger Werwolf springt er dann auch von der Bühne und erobert die Bühnenbegrenzung. Immer wieder teilt er gegen die Elektro-Szene aus: Gitarrenriffs haben nichts mit Tasten zu tun - und anfangs ist dies noch lustig. Auch der Seitenhieb in Richtung Samsas Traum wegen ihrer T-Shirt-Würfe und deren wohl vorsätzliche falsche Aussprache des Namens, sind anfangs noch lustig, hinterher gehen einige raus, weil es dann doch zu arrogant herüberkommt. Musikalisch aber haben Der Fluch alles richtig gemacht und das Staatenhaus zu so früher Stunde gerockt oder wie Deutscher W so schön sagte, dass Grauen kommt nicht nur um Mitternacht, das kommt auch mittags.

Setlist:

Fluch
Der Rabe
Hexen Leben Länger
Fürsten Der Nacht
Asche Zu Asche
Das Grauen Kommt Heut Nacht
Herr Der Fliegen
Kalter Wind
Werewolf

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