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Amphi Festival 2011

Zwei erfolgreiche schwarze Tage am Kölner Tanzbrunnen

Subway to Sally schließen hinter sich ab

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Subway To Sally

Auch so schöne Tage, wie diese letzten beiden müssen irgendwann zu Ende gehen. So kommt es, dass der letzte Akt auf der Mainstage für sich die Bühne umbaut. Es ist Zeit für Subway To Sally. Genau die richtigen, um dem Festival einen ordentlichen Abschluss zu gewähren. Alexx von Eisbrecher hat noch einen letzten Auftritt und sagt die Gruppe an, vorher aber lässt er es sich nicht nehmen, den Gekommenen zu danken: „Ihr alle wart brav und dürft wiederkommen.“ Dann berichtet er kurz, dass die kommende Band die erste war, die sie mit Megaherz begleiten durften. Und mit dem wissenden Selbstbewusstsein, dass sie es nun ordentlich knallen lassen würden, treten nun die Barden, angeführt durch Eric Fish, auf.

Während des Intros ist die Bühne leer und erst nach und nach betreten die Musiker ihre Bühne und jeder bekommt vorab donnernden Applaus. Ganz leise ist das Publikum aber nicht, denn schon jetzt erwachsen überall Chöre, die nur ein Lied fordern: „Julia Und Die Räuber“. Eric nimmt dies später zum Anlass zu erwähnen, dass doch alle lieber still sein sollen, denn das würde von ihrer eh kurzen Zeit abgehen. Das wirkt, fortan ist der Chorus nicht mehr zu hören.

Subway To Sally haben ordentlich etwas vorbereitet: Es gibt für alle Sinne etwas, das Feuerwerk ist bis ins kleinste Detail und auf die Millisekunde getimet. Eric, der selber zugibt, dass es für sie eine Ehre sei, dieses Festival zu beschließen, hat ebenfalls eine Menge Power im Gepäck. Er springt, dreht sich wie ein Derwisch, rennt über die Bühne und gönnt sich maximal bei den langsamen Stücken wie „Maria“ eine Pause. So lieben ihn die Fans und vor der Mainstage ist es nun wirklich eng geworden, kaum einer geht schon vorzeitig vom Gelände. Jeder will das Festival bis zur letzten Minute auskosten, denn wie Melotron es gestern zu Beginn so schön formuliert haben: „Montag seid ihr alle wieder auf Arbeit!“.

Dieser Gedanke wird aber nun komplett verdrängt und zu den Stücken wie „Judaskuss“ und „Meine Seele Brennt“ ordentlich gerockt. Und wenn das Publikum gerade einmal Atem holt, wird es umgehend aufgefordert zu schreien. Denn natürlich darf der „Schrei“ auf keinem Subway To Sally-Konzert fehlen und so wird dieser einmal geprobt und beim zweiten Mal umso lauter durchgeführt. Dann schon soll der letzte Song gesungen werden. Mit „Veitstanz“ kann es das aber nicht gewesen sein und doch verlässt die Band die Bühne. Nee, nee, nee, so nicht mit dem schwarzen Publikum. Es tönt laut „Raub und Mord und Überfall sind gut. Hoch vom Galgen klingt es…“, da ist er wieder, der Chorus, und da ist auch wieder die Band, die nun tatsächlich den Herzenswunsch der Gekommenen erfüllt. Vor „Julia Und Die Räuber“ gibt es aber noch „Sieben“ und mit dem powervollen Song kann nun jeder das letzte bisschen Energie hervorholen, denn morgen sind wir alle wieder auf Arbeit.

Setlist:

Henkersbraut
Feuerland
Knochenschiff
Kleine Schwester
Herzblut
Kleid Aus Rosen
Maria
Meine Seele Brennt
Judaskuss
Das Rätsel II
Sag Dem Teufel
Rennen
Falscher Heiland
Veitstanz

Sieben
Julia Und Die Räuber


Fazit:

Das waren zwei Tage Festival, wie man es sich nur wünschen kann. Die Running Order hätte nicht besser sein können, doch hätte der eine oder andere dann doch gerne den Zeitumdreher von Hermine Granger gehabt, um noch mehr Auftritte und Bands in voller Länge genießen zu können. Vielleicht ist das eine Idee für die kommenden Jahre, dass es neben dem Festivalbändchen dieses Werkzeug an die Hand gibt. Für Speis und Trank war gut gesorgt, auch wenn an dieser Stelle hervorgehoben werden sollte, dass die Preise zum Teil echt übertrieben waren, zumal man nichts aufs Festivalgelände mitbringen durfte. Gut war die Versorgung mit Trinkwasser, welches man sich kostenfrei ziehen konnte und so zumindest den Flüssigkeitshaushalt ausgleichen konnte.

Zu den etwas teuren Preisen (6 Euro für ein wenig chinesische Nudeln oder 6 Euro für eine Dönertasche) muss auch gesagt werden, dass die Zufuhr von monetären Mitteln ab Samstag Nachmittag nicht mehr funktionierte. Der einzige und angekündigte Geldautomat rückte nur noch Geld an Personen mit Kreditkarte raus. Das ist, wenn man sich auf den Automaten verlässt echt dämlich, zudem dieser groß angekündigt wurde. Für viele bedeutete das, dass sie eben kein Merch-Artikel mehr kaufen konnten und den Händlern so Umsätze flöten gingen. Ein einfaches Schild am Samstagabend am Ausgang: „Achtung, der Geldautomat funktioniert nicht 100%, bitte versorgt euch mit Bargeld“ hätte vielen geholfen. Auch muss der Verkauf am Merchstand als nicht so effektiv angeführt werden, denn es dauerte sehr lange, bis die T-Shirts und Artikel der Bands hingen, und nicht alle fragten nach, ob Band x oder y Merchartikel mitgebracht haben. Sie gucken, wenn nichts hängt, gehen sie. Die Shirts müssen nicht „schön“ oder „kreativ“ dort aushängen, sie müssen sichtbar sein und das, sobald sie dort eintreffen, und nicht über längere Zeit in Containern verweilen. Das aber sind die einzigen negativen Punkte. Das Amphi Festival 2011 war super, es war alles dabei, was die schwarze Seele braucht und die Abwechslung im Programm hätte nicht besser sein können. Danke für ein grandioses Wochenende und nächstes Jahr bitte an die Zeitumkehrer denken.

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