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Amorphis, Starkill, Hamferd im Konzert (Hamburg, Dezember 2013)

Drei gute bis sehr gute Bands sorgen für einen kurzweiligen Abend

Brillanter Newcomer aus Färöer: Hamferd

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Nicht jeder war mit dem neuen Amorphis-Album „Circle“ hundertprozentig zufrieden, doch zumindest musste man den Finnen zugestehen, dass sie es nach den letzten, stets mehr oder weniger im selben Stil gehaltenen Platten diesmal gewagt haben, tatsächlich einmal wieder eindeutigere Veränderungen vorzunehmen – ohne ihren unverwechselbaren Charakter zu verlieren, versteht sich. An der Livefront jedoch überzeugte das Sextett sowieso seit jeher und so durfte man sich bei diesem letzten Deutschlandkonzert der Band in diesem Jahr wieder auf eine gemeinsame Party von Fans und Musikern freuen – in der Hamburger Markthalle gastierten die Jungs bereits häufig, möglicherweise ist es kein Zufall, dass diese Location als Spielstätte für den letzten Gig hierzulande ausgewählt wurde.

Hamferd

Zuvor treten noch zwei Supportbands auf den Plan, zwischen denen stilistisch geradezu Welten liegen. Als Erstes entern Hamferd die Bretter, eine Truppe, die wie der Headliner am heutigen Tag aus sechs Leuten besteht und ebenfalls aus dem Norden kommt. Allerdings ist das Herkunftsland dieser Band etwas exotischer – man ist für diese Tour von den Färöer-Inseln angereist; nach den inzwischen schon länger recht bekannten Týr darf man nun also einen weiteren Punkt auf der Metallandkarte Färöers markieren. Denn Hamferd sind es definitiv wert, dass man sich den Namen merkt: Stilistisch ist das Ganze eindeutig im Doom verwurzelt, man begibt sich in puncto Atmosphäre und Langsamkeit sogar zum Teil in Funeral-Doom-Gefilde; ansonsten stehen die üblichen alten Helden wie ganz alte Anathema, Paradise Lost oder My Dying Bride Pate.

Pluspunkte des in Anzügen auftretenden Sechsers (lediglich der Schlagzeuger hat sich zumindest seines Jacketts entledigt) sind die herrlich wabernden Gitarrenmelodien, die wahnsinnig dichte Atmosphäre, die ganz viel Swallow The Sun atmet, und ein großartiger Frontmann, der (bei ausschließlich in Färöisch gehaltenen Texten) zwischen sehr hohem, dramatischem Klargesang und tiefen, exzellent vorgetragenen Growls pendelt. Dass bei dieser Musik nicht gerade viel Bewegung auf der Bühne herrscht, ist klar, doch zumindest ein bisschen mehr Headbanging dürfte es wohl schon sein. Trotzdem ein beeindruckender Auftritt, der zudem von einem überraschend großartigen Sound gekrönt wird – unfassbar, wann durfte man es zuletzt erleben, dass die erste Vorgruppe in der Markthalle mit einem derart klaren, differenzierten Sound gesegnet war?

Gut eine halbe Stunde dauert das pechschwarze Vergnügen und die Färinger dürfen sich über einige zustimmende Reaktionen freuen. Jedermanns Sache ist diese mahlende Langsamkeit natürlich nicht, doch selbst die, die es langweilig finden, müssen wenigstens einräumen, dass es an der Performance als solcher nichts auszusetzen gibt. Dennoch freut sich Frontmann Jón Hansen alias Jón Aldará über den langsam aber doch kontinuierlich zunehmenden Applaus (am Ende gibt es sogar vereinzelte „Zugabe!“-Rufe), wirkt bei den wenigen, mit heiserer Stimme vorgetragenen Ansagen geradezu schüchtern. Die Songs stammen laut dem Vokalakrobaten allesamt vom bislang einzigen Full-Length-Album „Evst“, das kürzlich der Vorab-EP „Vilst Er Síðsta Fet“ folgte und das sich der Verfasser auf jeden Fall ganz dringend besorgen muss. Geiler Auftritt, der leider eine halbe Stunde früher als angekündigt beginnt – um acht, als die Veranstaltung eigentlich losgehen soll, ist das Ganze schon wieder vorbei. Ich habe es satt, diese Scheiße immer wieder anzuprangern, daher einfach: ohne Worte.

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