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Amorphis, Avatarium im Konzert (Essen, Dezember 2014)

Jahresausklang mit metallischen Kängen

Amorphis

Mit einigen wenigen Shows soll also hierzulande dem Meisterwerk „Tales From The Thousand Lakes“ gehuldigt werden – Amorphis machen es möglich, das nun 20 Jahre alte Album in Gänze vorzustellen. In der Umbaupause herrscht zwar noch ein wenig Unkenntnis, wie denn Tomi Joutsen über Albumlänge mit den alten Songs zurecht kommen mag, das dürfte sich aber schnell geben, denn die Songs haben nichts von ihrer Magie verloren und Tomi schlittert nicht, sondern performt ohne erkennbare Schwächen – so sorgen Amorphis auch in Essen für überwiegende Gänsehautstimmung.

Wie die erste Dreiviertelstunde heute Abend sich anhört, das dürfte eigentlich keine Überraschung mehr sein; umso schöner, dass Tomi mit einem „Hello Essen, what a hell of a night“ vor „First Doom“ ersten Kontakt zu den Fans aufnimmt und vor „Black Winter Day“ darauf zu sprechen kommt, wie er durch Videoclips von Obituary & Co. eben auf diese Nummer aufmerksam wurde. Die Fans sind vollauf begeistert und immer wieder sorgt fetter Applaus für wärmende Stimmung in der kühlen Halle.

Wer sich im Vorfeld nicht schon mit der Setlist des Abends vertraut gemacht hatte, dürfte nach den „Tales“-Geschichten überrascht sein, wie Amorphis ohne mit der Wimper zu zucken auf Debützeiten überschwenken und gleich noch neben dem Albumintro – welch an- und erkennendes Aufstöhnen bei den ersten Tönen – drei weitere Tracks darbieten. Da ist der mehr als fette Applaus auch richtig angebracht.

Und trotz der phantastischen musikalischen Momente sind es gerade die anderen, kleinen Schauplätze, die an diesem Abend hervorstechen. Tomi zählt schon fast jeden Mitarbeiter namentlich auf und bedankt sich nicht nur für diesen Abend, sondern für die komplette Kurztour. „Was, seid ihr schon müde?“, so Tomi dann auch kurz vor „Vulgar Necrolatry“ und zack: da sind sie wieder, die hunderte an Powerfäusten, die zum Abschluss des regulären Sets in die Zugabe-Rufe übergehen und dann auch noch glatt mit weiteren Songs belohnt werden. Neben dem kleinen Best-Of stimmt dann ausgerechnet bei „Folk Of The North“ die sternenartige Beleuchtung im Hintergrund auch optisch auf einen hervorragenden Abendausklang ein – so kann man zufrieden den Silvesterfeiern entgegeneiern.

Setlist:

Intro
Into Hiding
The Castaway
First Doom
Black Winter Day
Drowned Maid
In The Beginning
Forgotten Sunrise
To Fathers Cabin
Magic And Mayhem
Intro Karelia
The Gathering
Sign From The North Side
Vulgar Necrolatry (Abhorrence-Cover)
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Intro Jumalan selan taakse (Piirpauke-Song)
Better Unborn
Against Windows
My Kantele
Folk Of The North

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