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Amon Amarth, Carcass, Hell im Konzert (Oberhausen, November 2013)

Ambivalenter Tourauftakt in Oberhausen

Amon Amarth lassen die Musik sprechen, Johan hat nur wenig zu sagen

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Amon Amarth

Das Gros der Anwesenden ist ganz klar wegen Amon Amarth vor Ort, unverständlich deswegen, wenn einige Metaller dort herumrennen und erzählen, dass man die Band doch gar nicht bräuchte. Ebenfalls sehr verwunderlich, wenn man von typischen Amon-Amarth-Fans spricht, der jüngeren Generation die Metalkredibilität abspricht und sich so zum wahren Metaller erheben will. Ja ja, früher war alles besser, nicht anders, und selbst hatte man sich wohl auch nicht im zarten Alter erst einige Patchessporen verdienen müssen.

Auch die Schweden haben natürlich wie Carcass schon ein großes Problem: Wie stelle ich die Setlist zusammen, verbinde Neues mit Tradition, und gerade hier im Pott sind es nicht gerade wenige Fans, die natürlich noch von den einmaligen „Bloodshed over Bochum“-Erinnerungen zehren – zur Erinnerung: Amon Amarth hatten an vier Abenden hintereinander vor ausverkaufter Zeche in Bochum die ersten vier Alben gespielt.

Nun, die ersten Alben spielen heute bis auf „Death In Fire“ keine Rolle, ganz großes Kino für die Fans ist dafür der Zugabenabschluss „Pursuit Of Vikings“ – hier darf mitgesungen, gepogt oder einfach nur genossen werden, wenn man nicht gerade die Pommesgabel des Nachbarn im Auge hat. Denn Pommesgabeln gibt es heute reichlich, manchmal scheint die komplette Halle davon durchflutet, unterbrochen nur durch intensives Mattenkreisen.

Und wenn es sich bisher wie ein Bericht von einem beliebigen Amon Amarth-Konzert liest, dann ist dem auch so, denn die Stockholmer legen nur wenige Pausen ein, Johann Hegg hat bis auf einige Standardansagen auch nicht wirklich etwas mitzuteilen – „ihr seid ein richtig geiles Publikum“, so sein Kommentar kurz vor Schluss. Bis dahin rufen die Fans schon von allein ihr ganzes Mitmachrepertoire ab, wobei sich die Crowdsurfer erstaunlich lange zurückhalten und erst ab „As Loke Falls“ so richtig in Schwung kommen, um dann beim anschließenden „Under Siege“ so richtig Gas zu geben. Nun hat auch die Security etwas zu tun, die wie gewohnt die Leute sicher abfängt und der Menschenmasse zurückgibt – deutlich mehr als 3000 Menschen sind vor Ort.

Wie ein Stich ins Fanherz und schon fast ein Eigentor schießt dann Johann vor „Guardians Of Asgaard“, als er kurz Applaus für Carcass und Hell einfordert – dieses bedarf hier nicht mehr der Erklärung (siehe im Vorwort). Aber auch dieser Abend ist irgendwann vorbei, genau genommen um halb elf, was schon reichlich kurios ist. Aber der Konzertabend war ja gespickt davon, genau passend zum „Hals“ haben.

Setlist:

Father Of The Wolf
Deceiver Of The Gods
Death In Fire
Free Will Sacrifice
As Loke Falls
Under Siege
Guardians Of Asgaard
Warriors Of The North
Runes To My Memory
Tattered Banners And Bloody Flags
The Last Stand Of Frej
Destroyer Of The Universe
Cry Of The Black Birds
War Of The Gods
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Twilight Of The Thunder God
Pursuit Of Vikings

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