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Almanac, Gloryful & Lichtgestalt im Konzert (Essen, Februar 2017)

Wann ist 'ne Band eine Band?

Lichtgestalt kommen als Opener überraschend gut an

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Die zweite Tourwoche ist angebrochen, die Highlights halten sich bisher in Grenzen und trotz eines Mittwochabend entpuppt sich das Turock als die bisher erfolgreichste Show der letzten Tage – brutto sind es gut 150 Anwesende, die dann doch noch das Turock gut gefüllt aussehen lassen. Dass die Fans auch noch zu den aufgeschlossenen, genreübergreifenden MusikliebhaberInnen zählen, überrascht aber doch ein bisschen. Dass am Ende Gloryful jedoch nicht nur gefühlt deutlich vor Almanac liegen und auch Lichtgestalt mit ihrem NDH-Rock punkten können, damit durfte man im Vorfeld wohl nicht rechnen.

Lichtgestalt

Auch wenn Lichtgestalt musikalisch so ganz anders unterwegs sind als die beiden weiteren Bands heute Abend, scheinen sich die Gäste im Turock – zu Beginn der Show mögen es gut 80 Nasen sein – schnell auf den Neue-Deutsche-Härte-Rock irgendwo zwischen Rammstein meets Eisbrecher meets Die Apokalyptischen Reiter einzugrooven, denn mit Applaus sind die Leute wenig zurückhaltend und lassen schnell Konzertfeeling aufkommen.

Da passt reichlich Pathos oder Augenzwinkern ganz gut ins Metier, wenn Frontmann Thomas sich nicht nur für die Möglichkeit bedankt, überhaupt diese Tour spielen zu dürfen und bisher auch überlebt zu haben – am Alter wird es aber nicht liegen, wie er zwei Songs später im Raum stehen lässt und sich als Senioren im Tourbus outet.

Der anfängliche Applaus ist noch ganz okay, mit „Motorenherz“ aber bricht die Triebfeder zum Ignorieren und Lichtgestalt können schon zur Hälfte des Gigs ein positives Fazit ziehen: Läuft. Natürlich fehlt da der ganz große Enthusiasmus, doch die Überraschung ist groß, und auch wenn sich einige Fans noch lange wegen des Packages verwundert die Kopfhaut kratzen, so fackelt Thomas nicht lange und lädt erfolgreich in „Zölibat“ zum Mitklatschen ein, was mitten in „Böse Fee“ sogar noch besser funktioniert.

Ein Spiel mit dem Feuer sind allerdings Sprüche wie „einen schönen Gruß nach rechts“ oder auch, wenn man einen Song an Frauke Petry richtet, ohne dass man das Ganze auch ins rechte, oder besser, korrekte Licht rückt und für Erleuchtung sorgt, denn nicht alle sind für Ironie und Sarkasmus uneingeschränkt empfänglich. „Messer Gabel Schere“ setzt zumindest einen Schlusspunkt nach etwas mehr als einer halben Stunden, die Anwesenden fühlen sich zum Großteil gut unterhalten, Lichtgestalt haben also ihre Aufgabe als einheizender Opener richtig gut gelöst.

Setlist:

Entfessele den Sturm
Der kalte Mann
Motorenherz
Spieler
Zölibat
Böse Fee
Messer Gabel Schere

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