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Alesana, A Skylit Drive, Emarosa, Bury Tomorrow im Konzert (Mai 2010)

Ein etwas durchwachsener, aber letzendlich gelungener Abend
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Alesana

Die lang erwarteten Headliner des Abends lassen sich gehörig Zeit, bis sie sich dem lechzenden Publikum zeigen, dann geht aber direkt die Post ab: Das aktuelle Album „The Emptiness“, ein Konzeptalbum, das von einem Künstler handelt, der seine Freundin tot auffindet und sich am Ende dem Kampf mit ihrem Mörder stellt, wird in seiner vollen Pracht präsentiert – komplett, inklusive aller Zwischenstücke. Gestartet wird mit „Curse Of The Virgin Canvas“, das direkt von der ersten Sekunde an gefeiert wird. Im Gegensatz zu den Myspace-Bildern der Band, wo sie sich im Anzug präsentieren, erkennt man die sechs Amis kaum wieder: Shouter Dennis „Diablo“ Lee sieht, unrasiert wie er ist, wie eine teuflischere Version von Jack Black aus, und Bassist Shane Crump hat seinen ohnehin psychopathischen Blick mit mehreren Schichten grünem Lidschatten betont. Was für eine Truppe, was für ein Spaß. Die Kombination von Dennis’ genialen Growls und dem klaren Gesang von Gitarrist Shawn Milke machen noch mal eine ganze Menge mehr her als das bei A Skylit Drive der Fall war, niemand steht mehr still, es bildet sich ein lustiger kleiner Mosh und die Band hat Spaß ohne Ende. Penetrant werden die Girlies, die verzweifelt kreischend versuchen, die erste Reihe zu besetzen zwar nach einiges Zeit, aber der sehr druckvolle und verdammt laute Sound kann zum Glück recht gut von den Aufständen in den mittleren Gefilden des Raumes ablenken – so bombadiert mit wummerndem Sound genießt man also das brilliante „Hymn For The Shameless“, Bruy Tomorrow-Wölfchen Danni darf Dennis kurzzeitig auf der Bühne ersetzen, als dieser ein Entspannungsbad in der Menge genießen will, aus dem er fast nicht mehr freikommt und zur Bespaßung aller hängen sich die Kollegen gegen Ende nochmal richtig rein. Von Ermüdungserscheinungen keine Spur, der Sound kommt wesentlich heftiger daher als auf der Platte – hier wird „Heavy Hangs The Albatross“ ebenso abgefeiert wie „To Be Scared By An Owl“ und am Ende haben sich doch irgendwie alle lieb. Völkerverständigung mal anders. Alesana haben mit ihrem Auftritt jedenfalls bewiesen, dass sie einiges mehr drauf haben als nur gute Alben aus dem Ärmel zu schütteln und zeigen sich als eine Fan-nahe Band, die weiß, wie man die Massen begeistert. Schön war’s.

Setlist:

Curse of the Virgin Canvas

The Artist

A Lunatic's Lament

The Murderer

Hymn For The Shameless

The Thespian

Heavy Hangs The Albatross

The Lover

In Her Tomb By The Sounding Sea

To Be Scared By An Owl

Annabel

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