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Alesana, A Skylit Drive, Emarosa, Bury Tomorrow im Konzert (Mai 2010)

Ein etwas durchwachsener, aber letzendlich gelungener Abend

"The Emptiness" wurde von Alesana komplett gezockt

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Emarosa

War der Sound bei Bury Tomorrow noch einwandfrei, müssen sich die Experimental Rocker Emarosa nun mit einem etwas matschigen Gemisch abgeben, in dem vor allem die eigentlich beeindruckende Stimme vom neuen Sänger Jonny Craig, seines Zeichens übrigens ex-Vokalist der Post-Hardcoreler Dance Gavin Dance, leider etwas untergeht. Vor allem in Kombination mit dem Keyboard verliert die Stimme an Druck; dass Jonny alle fünf Minuten in die Luft spuckt macht es nicht unbedingt besser, außerdem strahlt der Mann eine Arroganz aus, die ihm so gar nicht steht. Macht aber gar nichts, denn schon bald gibt’s nackte Tatsachen zu sehen, die vom Sound ganz gut ablenken – da heute der letzte Tag der Tour ist, haben die Herren nämlich schon alle einen kleinen Schwips und finden es lustig, in Unterwäsche auf die Bühne zu rennen, um den armen Jonny nun vollends von seinen Songs abzulenken. Dass der seit dem letzten Gig um einiges erschlankte Bury Tomorrow-Bassist Davyd unfreiwillig seinen Hintern entblößt, scheint ihn nicht großartig zu stören – da würde man doch zu gerne mal im Tourbus Mäuschen spielen. Die Herren haben zwar eine EP und zwei Alben im Gepäck, trotzdem erntet das großartige „The Past Should Stay Dead“ definitiv am meisten Applaus, geht aber dummerweise mehr oder weniger in dem Soundgebräu unter. Nach etwa einer halben Stunde darf die Band sich – in diesem Fall zum Glück – verabschieden und macht Platz für numero tres in der Liste der Helden des Abends. (mike@earshotmedia.com)

A Skylit Drive

Auch die Kalifornier A Skylit Drive haben einigermaßen mit dem Sound zu kämpfen, können durch die starke Stimmen von Sänger Jag und Bassist und Shouter Brian aber ordentlich Punkte gutmachen. Der klare, hohe Gesang alleine wäre vermutlich nervig, aber durch die Shoutings kommt ordentlich Dynamik in die Sache, das Publikum geht mit, obwohl die meisten sich ihre Energie für Alesana aufsparen wollen. Post-Hardcore-Knaller wie „Those Cannons Could Sink A Ship“ vom aktuellen Album „Adelphia“ werden ebenso gefeiert wie ältere Stücke à la „Hey Nightmare, Where Did You Get Them Teeth?“ von der „She Watched The Sky“-EP aus dem Jahr 2007. Jag, schick gekleidet in Hemd und Krawatte, wirkt zwar zerbrechlich und eher schüchtern, hat die Fans aber voll im Griff und kann sich das ein oder andere Grinsen nicht verkneifen, wenn ein wahres Kreischkonzert beginnt, sobald er oder einer seiner Kollegen sich näher an den Bühnenrand wagen. Letztendlich wären die Jungs, ebenso wie Emarosa, im früheren Programm des Abends besser aufgehoben gewesen, trotzdem darf man sich an ihrer Energie und ihrem Spaß am Auftritt erfreuen.

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