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Alesana, A Skylit Drive, Emarosa, Bury Tomorrow im Konzert (Mai 2010)

Ein etwas durchwachsener, aber letzendlich gelungener Abend

Emarosa konnten nicht völlig überzeugen

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Es ist Sonntag, die Sonne lacht vom recht wolkenlosen Himmel und wir befinden uns im schönen Wiesbaden, um dem letzten Tag der Artery Foundation Tour beizuwohnen. Schon in der Warteschlange fällt auf: Wir sind mit die Ältesten. Ob man sich jetzt alt fühlen sollte? Egal, denn Alesana aus North Carolina haben geladen und die Core-Meute folgt brav dem Ruf ihrer Helden. Und besagte Meute ist nicht gerade klein: Der gute alte Schlachthof, in dem wir uns hier tummeln, ist schon zu Anfang prall gefüllt, und hier hält sich niemand lange mit Merchandise-Besichtigungen auf – alle wollen in die erste Reihe, hier wird um jeden Platz gekämpft, denn die erste Reihe bedeutet automatisch die erhoffte Nähe zu den Lieblingen. Als wäre man beim Schlussverkauf, ich sag’s euch. Da muss man schon bevor der Gig überhaupt losgeht, seine Wunden, bestehend aus Kratzspuren und Blutergüssen, lecken. Und alt fühlt man sich inmitten als der Girlies und nicht minder hysterischen Jungs auch noch. Das kann ja heiter werden. Dafür geht das Spektakel wenigstens relativ pünktlich los.

Bury Tomorrow

Völlig überraschend stürmen die Briten von Bury Tomorrow als erste die Bühne. Damit hatte nun tatsächlich keiner gerechnet, aber der Fünfer rund um den energetischen Frontmann Danni bläst den Zuschauern die Verwirrung gleich mal aus dem Gesicht. Schon als Anheizer von blessthefall im Dezember letzten Jahres konnte das Quintett eine gute Figur machen, und auch heute herrscht ungewöhnlich viel Bewegung im Publikum, dafür, dass wir uns erst am Anfang des Abends befinden. Danni, der sich zu seinem „Teenage Werwolf“-Shirt scheinbar die passende Frisur hat zulegen wollen, hat die Aufmerksamkeit der Damen im Raum auf seiner Seite und freut sich sichtlich darüber. Seinem Ruf als „Attention Whore“ wird er aber spätestens beim Auftritt seiner Kollegen von Alesana gerecht, als er ein ausgiebiges Bad in der Menge nimmt, wo er unzählige Körperteile unterschreibt und für Fotos posiert. Dass die Briten ihre Setlist aus nur einem Album ziehen, ihrem Debüt „Portraits“ nämlich, tut der guten Stimmung keinen Abbruch, denn Songs wie „These Woods Aren’t Safe For Us“ und das inzwischen schon richtig beliebte „Anything With Teeth“, bei dem die bisher nie gewagten „Squares Of Death“ ausprobiert werden – die wie eine Wall Of Death funktionieren, nur dass das Publikum sich hier in vier Gruppen aufteilt – heizen die Meute ordentlich ein und spätestens bei „You & I“ gibt es kein Halten mehr. Eine grandiose Band mit ebenso genialer Liveshow, die weiß, wie sie sich zu präsentieren hat.

Setlist:

Waxed Wings

Evolution Of Self

These Woods Aren’t Save For Us

Anything With Teeth

You & I

Casting Shapes

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