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Ahab, High Fighter, Mammoth Storm im Konzert (Hamburg, Oktober 2015)

Garantiert geiler als jede Halloween-Party

High Fighter sahen sich einer überschaubareren Masse gegenüber.

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High Fighter

Als High Fighter an den Start gehen, ist es demnach bereits viertel nach zehn. Die Zuschauerreihen haben sich massiv gelichtet und man darf sich schon fragen, wieso die Reihenfolge nicht andersherum gehalten wurde und Mammoth Storm als zweites spielen, zumal auch High Fighter bislang noch kein Full-length-Album veröffentlicht haben und noch in den Anfängen stehen. Möglicherweise liegt dies darin begründet, dass die Truppe um Mona Miluski stilistisch klar aus dem Rahmen fällt und man befürchtete, dass, wenn sie als erstes spielen, noch weniger Leute anwesend wären.

Ein interessantes Gebräu haben die fünf Musiker aber schon in petto: als „Heavy Stoner Bluescore“ bezeichnen die Hamburger ihre eigene Mucke und so bizarr diese Beschreibung zunächst anmuten mag, sie ist gar nicht mal so daneben. Core-Einflüsse bringt besonders der Gesang von Frontfrau Mona in die Mischung ein, wenigstens dann, wenn sie in den Extrem-Modus mit gefauchten und geschrienen Vocals überwechselt. Technisch ansprechend gibt die Instrumentalfraktion die teils mit Rhythmus- und Tempowechseln behafteten Songs zum Besten und springt energiegeladen über die kleine Bühne. Bemerkenswerte Randnotiz: Für die Backing Vocals ist Drummer Thomas Wildelau zuständig, die er äußerst sauber performt.

Insgesamt ist auf den Brettern mehr los als davor; schon als Mona nach dem Opener „A Silver Heart“ fragt „Hamburg City, was geht ’n?“ fallen die Reaktionen eher spärlich aus. Einige brüllen zwar zurück und ein paar Nasen in den ersten Reihen lassen die Matten kreisen, doch alles in allem sind die Begeisterungsbekundungen recht überschaubar. Immerhin steht ganz vorne einer, der das Songmaterial begeistert und voller Inbrunst mitgrölt und es sich nicht nehmen lässt, der Frontfrau sogar ins Mikro zu brüllen.

Das Songmaterial ist trotz allem Bemühen um Abwechslung sicherlich noch ausbaufähig, es mangelt hier und da noch an wirklich markanten Hooklines, doch muss man der Dame und den Herren auf jeden Fall Eigenständigkeit attestieren und das ist ja schon mal viel wert. Zudem tritt der Fünfer definitiv Arsch, gleichzeitig kommt Mona sehr sympathisch herüber und lässt sich nicht von der abgeflachten Stimmung irritieren. Als sie jedoch nach dem neuen Track „Down To The Sky“, der sich „auf unserem hoffentlich bald erscheinenden Debütalbum befinden wird“, ankündigt, dass man noch zwei Songs in der Pipeline habe und fragt, ob die Fans denn bereit für die mächtigen Ahab seien und ihr weiterhin Zurufe von eher bescheidener Lautstärke entgegenschwappen, hakt die Sängerin nach.

„Hamburg, ich weiß, dass ihr das besser könnt“, lächelt sie und kann nun wenigstens ein bisschen lautere Reaktionen ernten. Nach einer guten Dreiviertelstunde ist der Spaß vorbei und so richtig viel nehmen High Fighter heute Abend wohl nicht mit. Diejenigen, die die Truppe bereits kennen, machen sich natürlich bemerkbar; alle anderen spenden immerhin artigen Achtungs-Applaus und so oder so: Man darf gespannt sein, wie die angekündigte Premieren-Full-length wohl ausfallen wird. 

Setlist:  

A Silver Heart
Breaking Goat Mountains
Black Waters
The Gatekeeper
Gods (New Computers)
Down To The Sky
In Veins
2 Steps Blueskill

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