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Agnostic Front, The Old Firm Casuals, Coldside, Übergang im Konzert (Leipzig, Oktober 2015)

From The Eastcoast To Leipzig

Im April veröffentlichten die Hardcore-Veteranen von Agnostic Front ihr neues Album „The American Dream Died“. Mittlerweile sind die New Yorker auf einer ausgedehnten Europatournee, auf welcher sie einen Zwischenstopp im Conne Island in Leipzig einlegen. Dabei haben sie nicht nur ihr neues Material im Gepäck, sondern mit The Old Firm Casuals und Coldside gleich noch zwei kräftige Einheizer mit an Bord.

Übergang

Sind die eben benannten Bands während der ganzen Tour mit unterwegs, gesellen sich in Leipzig noch Übergang hinzu. Hierbei handelt es sich ausnahmsweise nicht um einen lokalen Support, sondern um eine Göttinger Formation, die hier ihr zweites Konzert gibt.

Als diese überpünktlich die Bühne betreten, folgt eigentlich schon die erste Überraschung, denn die Annahme, es könnte sich um eine besonders junge Band handeln, erweist sich doch als falsch. Zumindest dürften die Mitglieder schon seit einigen Monaten dem Schülerbandalter entwischen sein. Überraschend auch der Anblick des Frontmann Sebi, der am gleichen Ort mit seiner Band Stomper 98 ein fast schon legendäres Jubiläumskonzert ablieferte. Dies ist aber zugleich auch die einzige Überschneidung der besagten Formationen.

Statt Oi! gibt es hier schmissigen Thrashcore zu hören, der anständig die Gebeine zum Beben bringt. Die Qualität der Songs kann man allerdings den gesamten Gig lang nur erahnen, da der Sound immer recht hart an der Grenze bleibt. So ist das Klanggebilde leider an einigen Stellen nur als Krach zu bezeichnen und es bedarf verdammt viel guten Willens, um sich komplett darauf einzulassen. Dies bezieht sich ebenfalls auf die Lyrics, von denen nur wenige Wortfetzen zu verstehen sind. Mag sein, dass dies ein Punkt ist, der die eh schon spärlich Anwesenden von einem Gang in Richtung Bühne abhält.
Trotz aller hier genannten Widrigkeiten kann man aber dem Gesamteindruck durchaus viele positive Seiten abgewinnen. Auch wenn die Texte nicht durchgängig verständlich sind, bleibt der Eindruck, dass Übergang in diesem Punkt nicht gerade schlecht bestellt sind. Titel wie „Zeichen der Zeit“ oder „Nichts zu verlieren“ lassen immerhin erahnen, dass die Band auch etwas zu sagen hat. Zum anderen herrscht auf der Bühne eine unbändige Energie, die stellenweise schon in eine absolute Raserei übergeht. Eigentlich unvorstellbar, dass hier immer noch ein Pflichtabstand der Zuschauer zur Bühne herrscht. Dies ändert sich auch nicht beim abschließenden „Jedes Wort ist wahr“, welches zugleich den bislang markanteste Titel des Programms darstellt.

Insgesamt ein aufreibendes Konzert, welches Hoffnung auf eine Wiederholung unter günstigeren Bedingungen aufkommen lässt. Im November gehen Übergang ins Studio und man darf ernsthaft gespannt sein, was die Göttinger hier raushauen.

Setlist:

Nicht allein
Zeichen der Zeit
Alles nur Illusionen
Ich glaube zu finden
Kein Ende
Von innen nach außen
Nichts zu verlieren
Lucy Far
Kämpferherz
Monster im Kopf
Jedes Wort ist wahr

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“