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Adam Angst & Kochkraft durch KMA im Konzert (Dresden, Februar 2019)

Mit Kochkraft und Angst zum Pogo-Rausch

Adam Angst versetzen die Zuschauer in Vollrausch

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Adam Angst

Gut vorgewärmt geht es hinüber zum Hauptact, der sich zwar etwas Zeit lässt, dafür aber im unschuldigen Weiß daherkommt und die Klamotten gleich mal zum Thema des ersten Songs „Punk“ macht. Mit feiner Ironie gibt es hier ein paar Grüße an die „wahren“ Punks, die sich nur zu gerne über Uniformität der Band oder über ihre smarten Texte beschweren. Noch dazu ist schnell festzustellen, dass Adam Angst mehr als drei Akkorde beherrschen und von richtigem Geschrei scheint Frontmann Felix offensichtlich auch nicht gerade viel Ahnung zu haben. Damit disqualifiziert man sich zwar für einen Teil der Szene, der andere steht aber gerade in Dresden und erlebt schon beim Einstieg einen kollektiven Vollrausch.

„Wunderbar“ und „Ja ja, ich weiß“ vom selbstbetitelten Debüt des Fünfers verfügen über einen dermaßen guten Groove, dass sich eine wogende und pogende Masse durch den Saal schiebt. Wer seinen Körper vor blauen Flecken schützen will, versucht sich noch schnell gen Rand des Klubs zu retten, denn auch bei den nachfolgenden Titeln wird es nicht ansatzweise ruhiger. „Lauft um euer Leben“ wird da quasi zum Programm, so läuft man auch zu „Immer noch“ weiter, diesmal allerdings im Circle-Pit.

Mit „Alexa“ geht es wieder mitten in das neue Album hinein und wie es sich für das Sprachtool gehört, reagiert es natürlich auf die mitgrölende Masse und übernimmt schließlich deren Kontrolle. Von einem „Danke, dass ihr hier seid“ geht es schnell hinüber zu Erkundigungen, was denn das Publikum hören will, um letztendlich doch den eigenen Willen durchzusetzen und „Alle sprechen Deutsch“ anzukündigen. War vielleicht nicht der Wunschkandidat der Zuschauer, angenommen wird es trotzdem bestens und wenn dies nun alles schon so gut klappt, kann man auch endlich mal die Band vorstellen und sie mit einem Extra-Applaus bedenken lassen.

Mit „D.I.N.N.“ geht es weiter und auch die Dresdner ziehen weiterhin unermüdlich ihre Kreise, was schließlich von Felix mit dem Hinweis „ihr wisst aber schon, dass es noch eine Weile geht“ versehen wird. Scheinbar sind aber alle fit genug, denn zu „Professuren“ wartet schon wieder die nächste Welle der Pogo-Eskalation. Zu schlimm ist die erneute Ertüchtigung letztendlich auch nicht, denn mit „Wir werden alle sterben“ steht immerhin schon der abschließende Song bereit. Gestorben ist dabei niemand, dafür wird nun umso mehr nach einer Zugabe gebrüllt und mit „Jesus Christus“ feiern die Energiewunder von Adam Angst ihre Wiederauferstehung auf der Bühne.

Beim nachfolgenden „Splitter und Granaten“ gibt es schließlich für Felix ein Bad in der Menge, einige aus dem Rundkreis nutzen die Chance auf ein Selfie, um sich schließlich doch noch gemeinschaftlich auf den Frontmann zu stürzen. Zugegebenerweise ein Anblick, bei dem einem ein leises „autsch“ entfleucht, aber scheinbar sind alle heil geblieben und so kann zum Abschluss noch „Frieda und die Bomben“ zum Besten gegeben werden. Das war es schon, damit ist ein kurzes, aber umso intensiveres Konzert zu Ende.

Setlist:

Punk
Wunderbar
Ja ja, ich weiß
Alphatier
Was der Teufel sagt
Lauft um euer Leben
Immer noch
Alexa
Alle sprechen Deutsch
D.I.N.N.
Blase aus Beton
Professoren
Wir werden alle sterben

Jesus Christus
Splitter von Granaten
Frieda und die Bomben

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Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging