Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Adam Angst & Kochkraft durch KMA im Konzert (Dresden, Februar 2019)

Mit Kochkraft und Angst zum Pogo-Rausch

Einen extrovertierten Auftritt legen Kochkraft durch KMA hin

Zum Thema

Im September vorigen Jahres bescherten Adam Angst mit „Neintology“ der Welt – oder zumindest einem kleinen Teil davon – ein verdammt schniekes Album, mit dem sie kurz darauf auf Tour waren. Nun ist es an der Zeit einen Nachschlag zu geben, bei dem der Fünfer weitere sechs Städte abgrast und ein paar Clubs das „Ausverkauft“-Schild direkt mal vor ihre Hütte stellen können.

Beim Dresdner Beatclub gibt es zwar noch eine Abendkasse, trotzdem stehen alle Zeichen auf ein gut besuchtes Konzert, immerhin zeigen sich die Reihen bei den Gästen von

Kochkraft durch KMA

schon gut besetzt.

Wer die Band bisher noch nicht kannte, darf sich nun auf ein echtes „Aha“-Erlebnis gefasst machen, denn als der Vierer mit „Panzer“ startet, glaubt man doch tatsächlich, die vier unehelichen und bisher verleugneten Kinder von Annette Humpe (Ideal) und Campino (Die Toten Hosen) vor sich zu sehen. Das Ganze klingt als würden Neue Deutsche Welle und Punk gerade miteinander kopulieren, die Rheinländer kreieren daraus das neue Genre „Neue Deutsche Kelle“ und treffen damit wohl den Nagel auf den Kopf. Selbst wer sich der NDW bisher nur zu gerne komplett verwehrt hat, ertappt sich bei dieser extrovertierten Performance schnell beim Mitwippen der Füße. Und wo so mancher noch beschaulich vor sich hin wippt, flippen andere mittlerweile schon völlig aus und schenken ihrer Umgebung Moves, die man kaum für möglich hält.

Zu „Endlich Läuse“ mag man gar meinen, dass hier einige nur Mützen aufhaben, um pünktlich zu diesem Titel ihre Kopfbedeckung gen Saaldecke zu werfen und dies mit einem ausgiebigen Tänzchen zu feiern. Ähnlich enthusiastisch geht es derweil auf der Bühne zu, Frontfrau Lana Van da Vla zeigt sich nicht nur stimmlich sehr markant, sondern fasziniert ebenso durch ihre unbändige Energie und sympathische Abgedrehtheit, der man sich so gut wie gar nicht entziehen kann. Insofern erfreut doch gleich noch die Ansage, dass der Vierer im Herbst auf Tour geht und dann ebenfalls wieder in Dresden aufschlagen wird. Bis dahin heißt es aber noch etwas für Adam Angst einheizen und das nachfolgende „Atomuhr“ eignet nur zu gut hierfür, gehen doch hier die Hände quasi von ganz allein auf Anschlag.

Damit sind Kochkraft durch KMA allerdings schon fast am Ende des Sets angekommen, mit „Du bist doch hier oben“ steht der letzte Titel bereit und der ruft zur totalen Eskalation auf der Bühne. Da geht man mit dem Keyboard auf die Kollegen los, das Schlagzeug wird auseinander genommen, um letztendlich irgendwo auf den Brettern ausgepowert liegen zu bleiben. Zur Verabschiedung kommt man glücklicherweise wieder auf die Bühne und erntet einen fetten Applaus.

Setlist:

Panzer
Luke, ich bin dein Nachbar
Endlich Läuse
Totale Toleranz
Atomuhr
Du bist doch hier oben

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann