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Accept, Hell, Steel Engraved im Konzert (Straubing, April 2012)

Die alten Herren haben es immer noch voll drauf

Hier ist etwas für Ohren und Augen geobten - Hell

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Hell

Reunions gibt es in den letzten Jahren jede Menge. Nicht viele haben so viel Staub aufgewirbelt wie die von Hell. Nachdem sich die Band 1987 nach dem Suizid des damaligen Sängers und Gitarristen Dave Halliday aufgelöst hatte, dauerte es bis ins Jahr 2008, bis sich die Gruppe neu formierte und mit dem Gitarristen Andy Sneap einen Mitbegründer von Sabbat mit ins Boot holte. Den Gesang übernahm ab diesem Zeitpunkt David Bower. Gemeinsam hat die Band alte Songs neu aufgenommen und auf den Markt gebracht. Diese Veröffentlichung konnte sehr viel Aufmerksamkeit erregen.

Dementsprechend viele Fans warten auf den Auftritt der Gruppe. Die ersten Fans flippen schon aus, als das Intro der Band anläuft. Als die Band dann, wie gewohnt geschminkt, die Bühne betritt, können zumindest die Fans in den ersten Reihen nicht mehr an sich halten. Die Engländer werden sehr bejubelt. Nach den ersten Sekunden wird ziemlich schnell klar, warum die Fans so begeistert sind. Die Band geht ab wie Schmidts Katze auf Ecstasy. Es ist ständig Bewegung auf der Bühne und Frontmann David gestikuliert wie immer wild vor sich hin.

Die Show ist auch nicht zu verachten. Bei „On Earth As It Is In Hell“ steht der Frontmann auf einem kanzelartigen Turm und predigt zu den Zuhörern. Schon beim nächsten Song verkleidet er sich mit einer Pestmaske und klingelt die Toten heraus. Für das Auge gibt es also jede Menge Sehenswertes.

Musikalisch ist die Band durchaus gut drauf. Basser Tony Speakman und die beiden Gitarristen Andy Sneap und Kev Bower zocken sich einen Wolf, während sie um die Wette posen. Das Posen ist ein wichtiger Bestandteil der Hell-Show. Nicht nur die Axtschwinger, sondern vor allem der Sänger übt sich das ganze Konzert über in großen Gesten. Durch sein Headset-Mikrofon hat er beide Hände zum wilden Gestikulieren frei. Diese Möglichkeit wird auch ausgiebig genutzt. Stellenweise fühlt man sich eher bei einer Theatervorführung als auf einem Metalkonzert. Gerade dieses Übertriebene scheint den Fans aber richtig Spaß zu machen. Die Show wird wild umjubelt und als die Band von der Bühne geht, wird ihr noch lange nachapplaudiert und nachgejubelt.

Setlist:

  • 1. Let Battle Commence
  • 2. On Earth As It Is In Hell
  • 3. Plaque And Fyre
  • 4. The Quest
  • 5. The Opressors
  • 6. Macbeth
  • 7. Save Us from Those Who Would Save Us
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