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Accept, Hell, Steel Engraved im Konzert (Straubing, April 2012)

Die alten Herren haben es immer noch voll drauf

Steel Engraved präsentieren neues Liedgut

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Fast genau ein halbes Jahr ist es her, als in der Straubinger Stadthalle das fünfte Metal Invasion Festival stattfand. Nun wurde die Halle wieder mit einer Bühne ausgestattet um Accept, Hell und Steel Engraved in der niederbayrischen Stadt rocken zu lassen. Die Halle ist nicht ausverkauft, was bei der Größe nicht verwunderlich ist. Das hintere Drittel der Örtlichkeit wurde deshalb mit einem riesigen schwarzen Vorhang abgetrennt. Direkt davor wurden die Merchandisestände und ein Bierausschank eingerichtet. Letzterer sorgt am Abend für reichlich Unmut. Die Schankkräfte sind mit der Trinkfreude der Metaller völlig überfordert. Es kann durchaus eine halbe Stunde dauern, bis man sein Getränk erhält.

Dafür kann sich der Sound in der Halle wieder sehen (oder besser hören) lassen. Die PA ist wie gewohnt gut und die Tontechniker verstehen ihr Handwerk und zaubern bei allen drei Bands einen klasse Sound.  

Steel Engraved

Die Niederbayern von Steel Engraved eröffnen den Konzertabend. Die Band war erst gerade im Studio und hat ihre zweite Platte eingespielt. Heute werden in Straubing davon die ersten Lieder zu hören sein. Als die Band beginnt, ist die Halle so ungefähr zur Hälfte gefüllt. Der Großteil der Besucher ist noch locker in der Halle verteilt, aber eine Traube von Fans der Band hat sich schon am Absperrzaun vor der Bühne versammelt.

Die Bühne bietet im Moment nicht wirklich viel Platz. Ganz hinten steht schon die Backline für Accept, davor die von Hell und irgendwo dazwischen hat man die Amps von Steel Engraved gequetscht. Am ärmsten ist Drummer Daniel dran, der sein Drumset neben das Hell-Schlagzeug platziert bekam und so nun zwischen Keyboard und Schlagzeugpodest eingezwängt ist.

Als das Intro der Band verhallt ist, folgen zwei Sekunden völlige Stille bevor „Desert Uprising“ den Konzertabend eröffnet. Die Nummer ist vom kommenden Album und bietet jede Menge Power und Melodie. Frontmann Marco kann schon beim ersten Song zeigen, wie sehr sich seine Stimme seit dem ersten Album verbessert hat. Die Lieder sind außerdem deutlich komplexer geworden, was auch das zweite Stück „Forlorn Empire“ beweist. Der Applaus ist zu Beginn noch etwas verhalten, aber spätestens nach dem Kracher „Dead Of Night“ gibt es keine Hemmungen im Publikum mehr. Zu beobachten ist auch, dass sich immer mehr Zuschauer der Bühne zuwenden. Mit „Stainless Steel“ schallt heute der einzige Song aus den Boxen, der dem Album „State Of Siege“ zugesprochen werden kann. Da viele das Lied kennen, sind die Reaktionen auf die Nummer mit dem epischen Mittelteil auch bis dahin die heftigsten. Fronter Marco schafft es sogar, einen Zuschauerchor zu organisieren, der mit ihm singt. Der Applaus würde bestimmt entsprechend stark ausfallen, aber Steel Engraved hängen den Song „Pray For The Dead“ nahtlos an den Vorgänger. Auch diese Nummer ist vom kommenden Album und fordert ein weiteres Mal den Sänger zu Höchstleistungen. Die extrem hohen Screams sorgen für Gänsehaut und ein Prickeln in den Ohren. Doch nicht nur für den Frontmann sind die neuen Songs anspruchsvoller geworden. Auch die Saitenfraktion, bestehend aus den Gitarristen Andy und Chris, sowie Basser Thomas haben sich das Leben mit den viel komplexeren Songs nicht gerade leichter gemacht. Trotzdem spielen die Musiker ihre Stücke mit einer augenscheinlichen Leichtigkeit herunter.

Als das letzte Lied der Band, „The Steeler“, erklingt, haben die Niederbayern einen Großteil der in der Halle befindlichen Gäste in ihren Bann gezogen (die anderen warten wahrscheinlich immer noch vergeblich auf ihr erstes Bier). Von frenetischem Jubel zu sprechen, wäre sicherlich übertrieben, aber einen ordentlichen, respektvollen Applaus ernten Steel Engraved, und den haben sie sich redlich verdient. Vereinzelt werden sogar Zugabe-Rufe laut.

Setlist

  • 1. Desert Uprising
  • 2. Forlorn Empire
  • 3. Dead Of Night
  • 4. Stainless Steel
  • 5. Pray For The Dead
  • 6. Steeler
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