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Accept, Damnations Day im Konzert (Hamburg, Oktober 2014)

Eine Hausnummer, die ihr Geld wert ist

Umgebaut ist hier alles recht schnell, danach kommt eine ganze Weile nichts. Zum Bier holen reicht's. Oder für zwei. Oder drei. Kein Mensch ist auf der Bühne, nur die Musik, um die Leute bei der Stange zu halten. Dafür ist die folgende Show umso besser. Ich hatte ja erst befürchtet, dass die Choreografie auf der Bühne zu gestellt und künstlich wirkt, nachdem man einige Live-Videos gesehen hatte, aber dem war nicht so.

Eröffnet wird das Konzert des Headliners Accept mit dem Song "Stampede", welcher gleichzeitig der Opener des neuen Albums ist, gefolgt von der zuletzt veröffentlichten Single "Stalingrad", die allerdings vom gleichnamigen Vorgängeralbum stammt. Die Jungs haben sichtlich Spaß, die Choreo war einstudiert, aber authentisch und unterhaltsam - inklusive Posieren für die Kameras. So etwas sollte man bei dieser langen Bandgeschichte aber auch erwarten dürfen, selbst wenn wohl kaum eine andere Band derart oft seine Mitglieder ausgetauscht hat. Sänger Marc Tornillo ist erst seit fünf Jahren dabei und hat den Sänger der ersten Stunde, Udo Dirkschneider, abgelöst. Nur Bassist Peter Baltes und Gitarrist Wolf Hoffmann sind seit anno '76 bereits mit von der Partie.

Auch wenn Bassisten sich bekanntermaßen nicht sonderlich viel auf der Bühne bewegen, hat man vorausgedacht: Ein Ventilator auf dem Boden lässt nicht nur die Haare wehen und ein wenig Titanic-Feeling aufkommen, nein, bei der oftmals herrschenden, brüllenden Hitze in kleinen Clubs ist das gar nicht so verkehrt. Aber wir wollen ja nicht alles schlechtreden, denn die Show begeistert die Massen – gerade Tornillo ist voll dabei. Wenn er nicht gerade seine Parts ins Mikro röhrt, packt er seine Luftgitarre aus und steigt in der Performance der Gitarristen gleichermaßen ein. Man kennt das: Ein Konzert macht erst dann wirklich Spaß, wenn die Band auch gerne auf der Bühne steht, genauso wie hier.

Schade ist nur, dass man recht wenig mit dem Publikum kommuniziert. Es folgt ein Song auf den nächsten, fast ohne Unterbrechungen. Nun gut, 21 Songs, davon drei Zugaben, das ist schon eine Hausnummer und die Zeit ist wegen weiterer Veranstaltungen begrenzt.

Dieses Konzert ist das erste Deutschlandkonzert der Tour, Auftakt war vor drei Shows in Stockholm. Natürlich überwiegen die Songs vom neuen Album, aber auch die alten Klassiker werden wieder herausgekramt. Accept sind noch bis Ende November auf großer Tournee und wenn man mal von der heutigen Vorband absieht, ist das Konzert wirklich jedes Geld wert.

Setlist:

    1. Stampede
    2. Stalingrad
    3. Hellfire
    4. 200 Years
    5. Losers And Winners
    6. London Leatherboys
    7. Starlight
    8. Dying Breed
    9. Final Journey
    10. Shadow Soldiers
    11. From The Ashes We Rise
    12. Restless And Wild
    13. Ahead Of The Pack
    14. No Shelter
    15. Princess Of The Dawn
    16. Dark Side Of My Heart
    17. Pandemic
    18. Fast As A Shark
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    19. Metal Heart
    20. Teutonic Terror
    21. Balls To The Wall

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