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Absolva & Firestorm im Konzert (Bochum, November 2018)

Große Metalkunst beim Kleinkonzert

Absolva

Eine Woche zuvor spielten die Inselvertreter Absolva noch als Support für Michael Schenker Fest in der Turbinenhalle 2 in Oberhausen und machten prima Werbung für die eigene Chose, wie man dem Applaus durchaus entnehmen durfte, doch leider zeigt sich heute, dass eben der Metaller häufig doch zu bequem ist, sich auch an weiteren Wochentagen wie diesen Donnerstag vor die Tür zu trauen, wenn nicht gerade eine Ikone, sondern eher Bands aus der zweiten Reihe um Aufmerksamkeit haschen, zum konzertabendlichen Lockstoff mutiert. Schade für die Band und auch die Organisatoren, ist doch das Quartett einfach ein heißes Eisen am Metalfirmament und sollte traditionsbewusste Edelstahlfans ausreichend zufrieden stellen – mehr als 40 bis 50 sind es dann aber heute eben nicht.

Schade auch, dass sich der Sound vor der kleinen Bühne im Gegensatz zum Support Firestorm nur marginal verbessert, ein paar Fans blieben gleich deswegen lieber hinten an der Theke stehen, weil es sich einfach ein bisschen weniger kratzig anhört. Auf der Habenseite aber sind eindeutig Spielzeit und Spiellaune zu nennen, denn über neunzig Minuten hinweg stellen die Vier das Schaffen aus immerhin schon vier Alben vor – schade allerdings auch hier, dass das aktuelle Album „Defiance“ vom Juli 2017 noch nicht als Vinyl vorliegt und wohl erst nächste Woche geliefert werden soll. Fans von Aufnähern schauen ebenfalls in die Röhre, weil die Dinger genauso nicht rechtzeitig geliefert wurden. Und noch eine kleine Anekdote am Rande: Letzte Woche bei der Schenker-Show hatten sie nur CDs angeboten, weil sie die Preistreiberei bei den Shirts nicht mitmachen wollten – das ist eben true und vorbildlich.

Absolva sind auch ein gutes Beispiel dafür, dass Namedropping nicht immer etwas nützt – der Promibonus Luke Appleton (auch bei Iced Earth aktiv) zieht da nicht. Und irgendwie ist das auch gut so, geht es doch mehr um den Inhalt... und da liefern die vier eben ab. „Hallo Bochum, wir sind zum ersten Mal hier“, lässt und Frontmann und Gitarrist Chris gleich in der Einleitung zu „Life Is On The Edge“ wissen, bevor dann erst einmal keine Pause mehr angesagt ist. Die Fans sind aber auch schnell bei der Sache, das Eis ist schon bei „Never A Good Day To Die“ geschmolzen, was man unschwer an den Headbangeinheiten und den Powerfäusten erkennen kann. Erst spät am Abend fordert Chris auch die Fans auf, einfach mal zwei Schritte näher zu kommen, da sind wir schon längst im letzten Showdrittel angekommen – so ganz wird die Sicherheitszone zur Bühne allerdings nicht aufgelöst.

Chris schafft es auch immer wieder, das manchmal etwas behäbige Publikum aus der Reserve zu locken, da reicht auch schon mal ein „seid ihr bereit?“ oder eben ein „hey Bockum (!!), mal jetzt alle die Hände nach oben“, um wieder vermehrt für Stimmung zu sorgen. Ganz besonders klappt es dann auch beim Rausschmeißer „Code Red“, denn hier dürfen die Fans eine etwas anspruchsvollere „Whoohoo“-Tonfolge mitschmettern. „Danke, dass ihr alle gekommen seid“, so auch immer wieder Chris, den wahren Dank aber zeigen sie dann, als sie schnell nach den mehr als neunzig Minuten Show auch mit alle Mann am Merchstand stehen – Autogramme ohne VIP-Status und noch kostenlos. Ganz so, wie es sein muss.

Setlist:

Intro Hells Bells (AC/DC)
Life On The Edge
Rise Again
Never A Good Day To Die
Defiance
Alarms
No Tomorrow
Fistful Of Hate
From Beyond The Light
Only When It's Over
Reflection
Who Dares Wins
Never Back Down
Live For The Fight
No One Escapes incl. Drum Solo
Flames Of Justice
All Alone
Code Red
Outro

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