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A Chance For Metal Festival Andernach 2016

Legendäres zehnjähriges Jubiläum

InCertain sind die wohl größte Überraschung am Wochenende

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InCertain

Schon vor zwei Jahren hatten InCertain die Gelegenheit, sich hier beim ACFMF vorzustellen, schon damals war die Show mit reichlich Lokalkolorit gefärbt, wobei Frontfrau Hülya zwar gut gebrüllt hatte, aber viel zu schüchtern agierte. Heute sieht das alles anders aus, denn die Andernacher, die sogar im JUZ ihren Proberaum haben, räumen nach allen Regeln der Kunst ab. Zu diesem Zeitpunkt ist auch noch nicht klar, dass sie damit auch alle weiteren Bands des kompletten Wochenendes ausstechen. Nichts mehr mit schüchterner Zurückhaltung – die Gitarristen hatten sich eh auch schon in 2014 in Posinglaune gezeigt, nichts mehr mit „Mal schauen, was hier zu reißen ist“, sondern eine vollkommen selbstbewusste Abrissshow, die schon kurze Zeit später via Facebook als Headliner-würdig gefeiert wird. Dem können wir nur zustimmen: Mit der richtigen Tour und ein bisschen Glück kann hier ein ganz großes Ding dem Andernacher Underground entwachsen – nur auf dem Teppich blieben sollte man als güldene Regeln mitgeben.

Im Grunde ist der Abend einfach nur ein Erfolgsfeldzug, eine gewichtige Gute-Laune-Portion, wo es einmal mehr einfach Spaß macht, von einer Frau angeschrien zu werden, die von harten Gitarren begleitet einen Punch nach dem anderen ankündigt. Dabei passt es auch ganz gut ins Bild, dass die Protagonisten auch gerne mal in Nebelschwaden abtauchen, effektvoll dabei auf einer Erhöhung stehen, ansonsten aber mit brutalen Riffs für Unterhaltung sorgen, so ganz nebenbei mit einem „Übrigens, der Song ist auf unserer EP“ auf die „My Hostage“-Mini-CD hinweisen, die heute komplett zum Zuge kommt, und weiterhin mit einer ganzen Ladung an neuen Nummern immer wieder den richtigen Zündstoff für hunderte Powerfäuste liefern oder aber dem Moshpit die Gelegenheit geben, sich rhythmisch auf die Fresse zu hauen.

„Habt ihr Bock?“, will Hülya auch gleich doppelt wissen, nur um auf dutzende mitklatschende Hände zu „Rage & Greed“ blicken zu können, oder aber der fette Refrainchor in „Abortion Of Benevolence“, bei dem sich InCertain ihren Freund und Unterstützer – wie auch schon 2014 – Py von Sic Zone ins Boot holen. Gelungen ist auch die freundliche Geste, Sänger Mirco, der ja für ein paar Shows eingesprungen ist, zum Rausschmeißer „Social Lies“ auf die Bühne zu holen und ihn nicht zum Abschlussbild mit dem Publikum im Rücken von den Brettern zu schubsen – ein rundum gelungener Auftritt, der für die Zukunft viel verspricht. Und das zumindest von Redaktionsseite ohne die ganze Lokaleuphorie.

Setlist:

Intro
Mankind's Grave
Crusader
My Hostage
Immortality
Rage & Greed
Bring Back The Anarchy
Suffermind
Abortion Of Benevolence
Social Lies

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