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A Chance For Metal Festival Andernach 2016

Legendäres zehnjähriges Jubiläum

Viel Spaß bei der Einlasskontrolle

Zum Thema

Legendär, gern inflationär gebraucht, aber für das A Chance For Metal Festival Andernach 2016 kann man das ja schon im Vorfeld als These aufstellen. Knapp 1200 Karten sind für dieses Undergroundfestival über die virtuelle Ladentheke gegangen, freitags an der Tageskasse sind noch etliche dazugekommen – mit solch einem Erfolg war doch niemals zu rechnen. „Ohne Metal macht es keinen Spaß“ - das darf man an diesem Wochenende wörtlich nehmen, denn viele Gäste sind nicht nur hoffnungslos unterhopft, sondern auch anscheinend völlig unterbeschallt, denn was am ersten Festivaltag an Feierstimmung durch das Zelt schallt, ist schon... nun ja, legendär.

„Wir stoßen viel zu wenig an“ - noch ein Zitat, welches über die Jahre zu einem Synonym für unbeschwerte Undergroundparties durchgeht – und heute einfach nahezu zelebriert, komplett ungezwungen, eine Tugend, die anscheinend auf so vielen anderen Festivals nicht mehr eingehalten wird/werden kann.
Es sind wie immer die kleinen Randerscheinungen, die auch für ein positives Gesamtfazit sorgen: Da wäre die unglaubliche Festivalhelferschar, die sich am Freitagabend zumindest auch einmal selber feiert, indem sie sich auf die Bühne stellen und mit dem Publikum im Rücken fotografieren lassen, nachdem zunächst bedingt feierlich die heilige Jubiläums-Pommesgabel durch „Metal only“-Kopf Wolle übergeben wurde. Oder überhaupt die komplette Metal-only-Crew, die ein eigenes Areal auf dem Campground bevölkert und beim Jahrestreffen hier in Andernach so zahlreich erschienen ist, dass andere Festivalbetreiber nicht mal so viele Leute als Gäste begrüßen dürfen. Die Hard'n'Heavies Rhein-Sieg sind natürlich vor Ort, Fans aus dem ganzen Bundesgebiet und auch über die Landesgrenzen hinaus, ein Fan ist für dieses Wochenende sogar aus Portugal angereist – Underground-Familie durch und durch, der Spirit ist überall greifbar, vor allem der Besuch aus Brasilien darf da nicht vergessen werden.

Vielleicht sollte man noch die Diskussionen allerortens aufgreifen, die Erklärungsversuche, wieso dieses Festival denn so erfolgreich ist. Viele Gründe wird es geben, die „eine“ Lösung hat definitiv niemand parat, was schlussendlich auch egal ist, solange man die Momentaufnahme genießen kann. Umso schöner, dass die The-Pit.de-Wette mit Orga-Jan dieses Jahr zugunsten unserer Metalpostille geht. Zur Aufklärung: Für 2015 hatten wir gewettet, dass das Festival im Vorverkauf alle Tickets absetzt, was jedoch knapp gescheitert ist – ein trotzdem unglaublicher Erfolg, der aber mit einer Pizza während des Dragonsfire-Gigs „bestraft“ wurde. Nun, für 2016 wurden die Hürden sogar ein wenig angezogen, der Vorverkauf erledigt sich schon noch in 2015, so die Wette für die angepeilten 666 Karten – nun, wir wissen, wie sich das „verselbständigt“ hat, die eingangs erwähnten Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Nun verteilt Jan eben bei Torment Of Souls Backwaren an die Fans – (Pizza-)Schulden sind halt Ehrenschulden.

Und während weiterhin das Undergroundmotto greift und sich InCertain sowie Pripjat zu Festivallieblingen mausern, so sind es eben ein paar kleine Stellschrauben, die neben den reichlichen musikalischen Highlights für eine deutlich entspanntere Atmosphäre sorgen. Gut, dass schon am Samstagmittag die Reibepuffer ausverkauft sind und erst wieder neues Futter herangeschafft werden muss, wird nächstes Jahr so sicher nicht mehr passieren – viele Mäuler stopfen halt viel in sich hinein. An den Getränkebuden kommt es zu keinen nennenswerten Staus, am Würstchenwagen ist allerdings reichlich Geduld gefragt – hier muss für nächstes Jahr eine andere Planung her (oder ein Verkäufer, der nicht gerade die Zeitlupe für sich gepachtet hat...). Deutlich spürbar aber ist, dass schon ganze Trupps mit den Festivalarmbändern seit Donnerstag über den Zeltplatz huschen, wodurch an der Tageskasse die Endlosschlange ausbleibt – und so ganz nebenbei die Mädels auch nicht unter Sehnenscheidenbeschwerden leiden müssen.

Dämlich sind natürlich diejenigen, die den Klowagen gleich mal via Verstopfung fluten, was die Organisatoren allerdings schnell in den Griff bekommen. Sollten nächstes Jahr wieder derart viele Fans vor Ort sein, dann müssen Jan & Co. sicherlich auch hier noch ein paar Kackschüsseln mehr bereitstellen. Und noch eine kleine Ansage: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, denn die Duschzeiten sind im Vorfeld reichlich kommuniziert worden, unnötig also sich aufzuregen, wenn man vor verschlossenen Türen steht.

Wo auch immer die Reise in 2017 hinführen mag, ganz gleich, wie viele Fans sich auch zur Schnapszahl, zum elften ACFMF, begeistern lassen, 2016 ist schon jetzt „unfassbar“ legendär. Ohne Metal macht es nicht nur keinen Spaß, sondern auch erst recht keinen Sinn. Wir als The-Pit.de-VertreterInnen vor Ort dürfen uns bei allen – Bands, Orga und auch alles Fans – bedanken, dabei gewesen zu sein. Besonderes muss man erwähnen und so würdigen. C ya in 2017... und nun viel Spaß mit den Eindrücken von einem verrückten Festivalwochenende. Apropos: „Die Wiese ist grün“... es wird ein ACFMF 2017 in Andernach geben.

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