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A Chance For Metal Festival – Andernach

Ohne Metal macht es nun wirklich keinen Spaß

A-Rise

Den Auftritt der Death-Groove-Thrasher A-Rise kann man durchaus mit einigen wenigen Worten benennen: Die Kölner sind absolut verrückt. Das fängt schon beim Intro an, als sie mit Strohhüten und Kunststoffblumenketten ein bisschen Karibik-Flair einbringen. Das geht weiter mit ihren wirren, verrückten, gar durchgeknallten Blicken und manifestiert sich im krachenden Finale, als sie einige Fans auf die Bühne zerren und ein partyhaftes Finale Infernale zelebrieren.

Aber der Reihe nach. Laut Notiz am Kassenbereich haben sich bis zu diesem Zeitpunkt schon 300 Gäste beim A Chance For Metal Festival in Andernach eingecheckt – Respekt. Gitarrist und Frontmann Patrick Fisher – der letztes Jahr noch bei der Dragonsfire-Tour zusammen mit The Mystery und Rebellion am Schlagzeug ausgeholfen hatte – erklärt den Saunaclub Andernach zum Ort für „Feste Liebe“. Vielleicht ist aber auch „Fest der Liebe“ gemeint – man weiß es nicht, was sich die Kölner so verquert ausdenken.

Der Funke springt jedenfalls in einem Bruchteil von Takthieben von der Band auf das Publikum  über. Schon ab „Stale“, welches erst Ende des Jahres auf der neuen CD „Bear The Consequences“ zu finden sein wird, finden die ersten Crowdsurfversuche statt, die von der Security allerdings rüde unterbunden werden. Die Stimmung leidet darunter keineswegs. Vielmehr werden einfach die ersten „A-Rise“-Sprechchöre angestimmt. „Wie ihr seht, machen wir Metal nicht aus Spaß, sondern um kommerziell erfolgreich zu sein“, kalauert Patrick, weswegen sie auch den folgenden Popsong „MyOldWay“ geschrieben hätten, damit den Stars das Gesicht zerfalle.

Klar, die ersten Fans fordern die Wall of Death, müssen sich aber erst noch im Moshpit austoben, bis sie die schwitzigen Leiber dann doch noch aufeinanderprallen lassen dürfen. Das Sicherheitspersonal ist da schon außen vor, unternimmt auch nichts mehr beim letzten Crowdsurfer zu „Collapse“. In der Zwischenzeit gibt es aber auch fette Antiansagen an den Springer Verlag, indem eine gewisse Zeitung gesegnet wird. Werbung für die durch und durch satanische eigene CD darf ebenfalls nicht fehlen und „Coma“ wird dem gestern verstorbenen Jeff Hanneman gewidmet – Runde Sache, brutal, unterhaltsam, einfach nur gut.

Setlist:

Intro
Stale
Je Mo’npelle
MyOldWay
Coma
Sweat Person
Collapse

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“