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9. Bismarcker Rocktage

Abwechlungsreicher Abend mit zu übersichtlicher Gastschar

Jahr für Jahr, nun zum neunten Male, organisiert die rührige Interessengemeinschaft kulturschaffender Musikerinnen und Musiker in Gelsenkirchen e.V., kurz IkM-GE, über drei Tage hinweg die Bismarcker Rocktage direkt an der Zeche Consol. Auch dieses Jahr haben sie wieder ein 30 Bands starkes Billing zusammengeschraubt; schon traditionell ist der Freitag der härteren Gangart gewidmet und dürfte daher auch für The-Pit.de-LeserInnen der interessanteste sein. Während auf der kleineren Bühne experimentellere bis Singer-Songwriter-Mucke dargeboten wird, darf auf der größeren Bühne härter gerockt werden. Ein gute halbe Stunden vor Showbeginn auf der Mainstage regnet es zwar in Gelsenkirchen noch ordentlich, danach kann man aber nicht mehr dem Wetter zuordnen, dass die Gästeschar nur übersichtlich bleibt. Dabei hat der Verein einmal mehr wieder reichlich aufgefahren, denn neben frisch gezapftem Bier und leckerem Grillgut darf man auch gerne für kleines Geld zahlreiche andere Köstlichkeiten genießen. Allein die Pausenüberleitungen und -vorstellungen der Bands lassen hier eher Provinzposse vermuten und atmen dauerhaft den Geist eines örtlichen Straßenfestes.

Riot In The Attic

Und so müssen sich die Kölner Stoner-Rocker Riot In The Attic mit ihrem gehörigen Blues intus wahrlich vor kleinem Publikum durchbeißen, können immerhin aber gleich mal die größte Kinderschar aus der Nachbarschaft des ganzen Abends für sich verbuchen – Integration und musikalische Sozialisierung in einem. Artig stellen sie sich nach dem zackigen Opener „Keep It Inside“ auch vor, Frontmann Dan versucht auch, die wenigen Leute näher zur Bühne zu locken, was aber auch für die folgenden Bands weitestgehend Wunschdenken bleibt.

Die Pausen halten sie trotz Gitarrenstimmen recht kurz, als Ansage reicht auch erst einmal ein schlichtes Dankeschön, erst als mit „Don't Let Me Down“ der Applaus spürbar zunimmt, tauen sie auf der Bühne etwas mehr auf. Drummer Damir, eh schon barfuß, entledigte sich auch schon früh seiner Oberleibchens und strahlt schon die ganze Zeit über beiden Wangen.

Abwechslung auf der Bühne gibt es genug. Das namensgebende „Blues“ ragt da noch ein Stück weit heraus, „India“ punktet mit einem furiosen Finale und auch das teilweise fast schon poppige „Rollercoaster“ weiß zu gefallen. Gut zehn Minuten vor Schluss wollen sie dann auch schon verschwinden, bekommen den Hinweis, dass da noch was möglich wäre und sind bereit, noch was nachzulegen: „Sollen wir noch einen spielen?“, will Dan wissen und bekommt ein „Ja, noch zehn Minuten lang“ zu hören. Nach „The Other Side“ ist dann aber trotzdem vorzeitig unter der „Mehr können wir nicht“-Fahne Schluss.

Setlist:

Keep It Inside
Karma
Psychedelic
Seal The Deal
Blues
Don't Let Me Down
Blowin
India
Rollercoaster
----------------
The Other Side

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