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8 Jahre Helvete

Oberhausener Club lädt zwei Tage zu Geburtstags-Livemusik

March Funèbre

Nun steht laut Plan eine waschechte, seit acht Jahren aktive Doom/Death-Metal-Band aus Belgien auf der Bühne der Helvete. Doch wer nun dröge oder zumindest schleppende und wenig zum restlichen Line-up passende Songs erwartet, ist schief gewickelt. Denn  Marche Funèbre können auch richtig steil gehen und  die Zuschauer damit in ihren Bann ziehen.

Der aktuelle Album-Opener „These Fevered Days“ lässt die anstehende Raserei nur erahnen, erstrahlt er doch im klassischen Doom-Gewand mit leidendem Klargesang sowie Death-Growls, die den Song einleiten. Im Mittelteil wird ein mitreißender Refrain geboten, der tatsächlich zum Mitsingen einlädt und in ein Riff mündet, das an gewisse schwedische Epic-Doom-Legenden erinnert. Die Song-Längen von  über 10 Minuten eignen sich perfekt, um eine hypnotische Wirkung zu entfachen, der sich kein Zuhörer entziehen kann.

Sollte es doch jemanden geben, den der Auftritt bisher kalt lässt, holt ihn die einzige ausländische Band des Helvete-Geburtstages spätestens mit dem dritten Song ab. Dieser und der darauf folgende Abschlusstrack, beide von der neuen 7“-Scheibe, versprühen nämlich echtes Black-Metal-Feeling und sorgen für Erstaunen bei den Fans, die nun endgültig im siebten Headbanging-Himmel angekommen sind und dort bis zum Ende der Show nicht mehr herunterkommen. Über mangelnde Abwechslung kann also nicht geklagt werden. Dem passt sich auch die variantenreiche Lightshow an, die schon fast stroboskopartig auf die Sehnerven der begeisterten Zuschauer einprasselt.

Diese sind nun „Lost (In The House of Doom)“ und finden keinen Ausweg, prügelt die aggressiv und sehr tight riffende Rhythmusfraktion doch gnadenlos auf sie ein. Allerdings wird das Tempo immer mal wieder gedrosselt. Dennoch wirken die Songs nie zerpflückt, wofür besonders der für Doom-Verhältnisse redselige Arne mit seiner abwechslungsreichen Vokalakrobatik sorgt.

Alles in allem ein an diesem eher rabiaten Abend überraschend gut angenommener Auftritt der Band, deren Name übrigens nicht vom gleichnamigen Candlemass-Instrumental, sondern durch eine belgische Funeral-Doom-Band inspiriert wurde. Aber falls es doch jemanden geben sollte, dem es nicht gefällt, wirft Arne zu: „We don´t care!“ Richtig so!

Setlist:

These Fevered Days
As In Autumn
Roots Of Grief
Lost (In The House Of Doom)
The Garden Of All Things Wild

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