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8. Bismarcker Rocktage – Freitag

Gut besuchter erster Tag in rockigem Flair

Slippery Affair eröffnen die 8. Bismarcker Rocktage

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Letztes Jahr zur selben Zeit drohte immer wieder ein wenig Regen, heute an diesem Freitagabend aber sorgt die Sonne für eine wohlige Grundlage, was dann nur noch von den Bands aufgegriffen und weitertransportiert werden will. Was aber heißt hier „nur noch“, stellen sich die Bands doch einem Publikum, worin sich dann auch einige Freunde verstecken, wie man am meisten bei den Jungspunden von Firestorm zu spüren bekommt, was aber weitestgehend eher selten auf Rockshows anzutreffen ist. Insgesamt aber ist der erste, traditionell rockigste Tag gut besucht, der von dem heimischen Hard-Rock-Quintett

Slippery Affair

eröffnet wird. Die noch junge Truppe aus Gelsenkirchen will sich an den ganz Großen der Glamszene orientieren, zeigt aber heute noch nicht wirklich, dass sie die ganz großen Eier dazu hat, dafür ist dann das Gebotene doch ein wenig zu bieder, der Auftritt einfach noch ein wenig zu schwiegermutterkompatibel und zu brav.

Dabei zeigen Slippery Affair durchaus, dass sie mit einigen knackigen Riffs aufwarten können und auch der Poseralarm macht sich nicht schlecht, ist aber durchweg noch ausbaubar. Die Freunde stehen natürlich parat und unterstützen das Quintett durchaus ansprechend, das eher noch unvoreingenommene und neutrale Publikum wird nur bedingt eingefangen. Bei malerischem Sonnenschein haben sich mittlerweile über hundert Gäste eingefunden, wovon sich zwar einige hinten unter den Pavillons verstecken, die meisten aber in lockerer Gesellschaft vor der Bühne stehen.

„Mehr als euch brauchen wir nicht“, haut Dynamite Dän zu „Kiss, Lick & Bite“ heraus und schießt damit doch glatt ein wenig am Ziel vorbei, wobei Gitarrist Chris Funcock nicht auf der Höhe der Setliste ist, schnell aber von seinen Kumpels auf Spur gebracht wird. „To The Top“ gibt zwar titeltechnisch die Marschroute vor, das Publikum aber bleibt höflich unmotiviert, der Applaus für „Goldfinger“ ist ordentlich, aber noch nicht der ganz große Rausch und auch die „Ausziehen“-Parade mit dem lasziven Hemd aufknöpfen von Dynamite Dän verzückt dann doch nur die eigene Freundesriege.

So langsam kommen die Anwesenden dann aber doch aus den Puschen und lassen sich mit „Wie wär's mit ein paar Händen?“ bei „Hot As Hellfire“ zum Mitklatschen animieren, Feuerzeuge wären durchaus beim balladesken „Last Train Home“ angebracht, sind aber bei Tageslicht wirkungslos, mit der Up-Tempo-Nummer „Strip Poker“ lassen sie es wieder deutlich feuriger krachen, müssen am Ende aber ihr Set um „Fuck The Fuck“ kürzen, da fünf Minuten Spielzeit nur noch für das finale „Party Animal“ ausreichen. Am Ende bleibt dann ein wenig das Unbehagen, dass Slippery Affair nicht ihr komplettes Potenzial ausschöpfen.

Setlist:

Pink
Night Life Star
Professor Dr. Out Of Beat
Kiss, Lick & Bite
To The Top
Goldfinger
Last Train Home
Hot As Hellfire
Strip Poker
Party Animal

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