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7. Bismarcker Rocktage

Metallischer Freitag auf Zeche Consol

The Desert Company brüllen den Regen hinfort

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Die Interessengemeinschaft kulturschaffender Musikerinnen und Musiker in Gelsenkirchen – kurz IKM-GE e.V. – lädt heute zum Auftakt des dreitägigen Rockspektakels ein, wobei der erste Tag traditionsgemäß noch der metallischste ist und sich bis zum dritten Tag dann immer mehr dem Pop-Rock zuwendet. Grillstand, Bierbude sowie ein Informationsstand zu den Tätigkeiten des Vereins, dazu neben der Hauptbühne eine kleinere mit ansprechendem Rahmenprogramm, denn Gitarrist Peter Bursch und sein Euro-Rock-Projekt macht mit internationalen Gästen wie z.B. aus Russland auf sich aufmerksam, auf der Hauptbühne sind es dann aber die lokalen Bands, die für ein prima Rockfeeling sorgen.

The Desert Company

Was ein Käse – da legen sich The Desert Company ins Zeug, zocken heute Nachmittag noch auf dem Olgas Rock in Oberhausen, heizen dann nach Gelsenkirchen und müssen mit ansehen, wie sich die Wolken verdichten, um sich eine halbe Stunde vor Start auch noch zu ergießen. Ein netter Wolkenbruch, nix mit „Wüsten“-Aussichten, da kann man glatt von ausgehen, dass der Platz vor der Bühne recht schmal gefüllt ist, nicht nur allein wegen der Openerposition.

„Dann wird der Regen weggebrüllt“, so Frontmann Meikel passend. Überhaupt, den Spruch “die Bayern gehen rein, wir haben auch bei diesem Wetter Spaß“ setzen sie nicht nur um, sondern ein paar Zuneigungspunkte haben sie damit ebenfalls eingesackt. Was aber noch viel wichtige ist: je länger sie spielen, desto mehr verzieht sich die Regenfront, geht in ein leichtes Tröpfeln über und verschwindet dann vorerst sogar ganz.

Vor zwei Jahren tauchten die Bochumer hier noch als Support für Axel Rudi Pell auf – sicherlich noch immer eines der Highlights in der zweijährigen Karriere – und durch die Enge der Bühne wirkte vor allem Meikel ein wenig zu übervorsichtig, gar tapsig, doch heute ist davon dann nichts mehr zu spüren. Mehr Platz, deutlich ein Aktivposten, Meikel zeigt Präsenz und singt auch noch gut. Das kommt bei den Leuten gut an, die sich zwar nicht ganz der Bühne nähern – bis auf die „Gothic-Braut“, die rechtzeitig zum Gig mit Dekolleté glänzt und die Haare strubbelig headbangt.

„Mehr Gitarre bitte“, so noch die Ansage zu den Soundkorrekturen und wie auf Stichwort steht „Walking In Silence“ auf dem Programm. Beim anschließenden, mit reichlich The Cult-Feeling ausgestatteten „White Sun“ muss Meikel sogar selbst kurz schmunzeln, korreliert das zwar noch nicht ganz aber zunehmend mit den Witterungsbedingungen. Und wer von den Anwesenden bisher nicht überzeugt ist, kann dann beim Neil Young-Cover „Keep On Rocking In A Free World“ das Schwofbein schwingen – wenn sie es denn erkannt haben, die Banausen, doch The Desert Company liefern eine klasse Version ab.

Setlist:

Breakdown On A Leeve
Guardian Angel
Love Comes To You
Change Of Times
Pray
Walking In Silence
White Sun
Keep On Rocking In A Free World (Neil Young-Cover)

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