Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

30 Jahre Idiots Records

Kulturübergreifender Partyrausch

Sir Hannes hat geladen...und die Bude ist voll. Gemeint ist damit einmal nicht die Anlaufstelle Idiots Records in Dortmund, sondern die ausgelassene 30-Jahre-Jubiläums-Party mit gleich sieben Mal Livemucke sehr unterschiedlicher Couleur. Und wie auch der Laden selbst Treffpunkt für die diversen Kulturen ist, so treffen sich im FZW eben Metaller und Punkerrocker in seliger Eintracht zur gebührlichen, biergetränkten, musikalisch abwechslungsreichen und überaus gelungenen Sause – mehr als 1100 Fans mit dem berühmten Blick über den Horizont.

Herzlichen Glückwunsch auch von unserer Seite, und wenn man noch einen Beweis bräuchte, dass The-Pit.de an diesem Abend das Herz am richtigen Fleck findet, dann ist es eben die Aktion rund um die Spendensammlung für ein Hannes- und Familien-Wellnesswochenende. Dazu aber später mehr bei dem Gastgeber The Idiots.

Mit etwas Verspätung geht es dann aber erst einmal um kurz nach 18 Uhr mit

Kadaverficker

los, die mit ihrem makabren Nekrocore polarisieren, aber auch so manchen Fan begrüßen dürfen – gleich schon zum Einlass ist der Merchstand der Dortmunder förmlich geplündert worden. Man darf aber auch nicht verhehlen, dass die Gore-Zombie- und Split-7“-Fetischisten rund um Frontmann Goreminister auch eben auf ein breites Bündnis Unverständnis treffen – das liegt halt in der Natur der ausgefeilten Rumpelromantik.

Eigenwillig, damit ist nicht nur die Musik gemeint, sondern auch die Ansagen, sind für einige der Anwesenden das Highlight, dass doch alle mehr Drogen nehmen sollten und gleichzeitig die Drogenbaronin kleine gefüllte Spritzen mit Hochprozentigem an das Publikum verteilt, während Kadaverficker „Bis hier hin und dicht weiter“ von sich geben. Überhaupt, das aktive Quartett schient so überhaupt keine Mühen zu haben, die große FZW-Bühne auch zu füllen. Der Goreminister pendelt Zombie-Walk-mäßig von links nach rechts, Bassist Major Maggotfeeder legt auch mal einen kleinen Sprint ein, im Vordergrund aber stehen noch immer die Nekro-Noten und verderbten Powerfäuste zu „Pimp My Leichenwagen“ oder dem analkrustigen „Todeskuss mit Ileus“.

Und weil sie einfach unterwegs zu viel Zeit liegen lassen, müssen sie kurzerhand drei Songs aus dem Programm streichen und bringen lieber dafür das für die Schlusseinleitung gedachte Heimspiel „Dortmund Asozial“ - wie viel Wahrheit heute dann auch noch in diesem Song liegt, wird etwas später nach den Übergriffen von Borussia-Vollidioten gegen Brause Leipzig deutlich. Gegen den Widerstand der Bühnencrew legen Kadaverficker auch noch mit „Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“ nach und animieren eine beachtliche Zahl an Fans zum Mitsingen. Für das Gros vielleicht nicht der originelle Hochgenuss, die treuesten Fans aber feiern mit der Band zusammen und haben somit schon früh ihr erstes Highlight erlebt. Kadaverficker selbst dürften wohl kaum jemals zuvor so früh vor so vielen Gästen gespielt haben.

Setlist:

Nekrovore
Procrustination Of The Nekrobusiness
Severe Congenital Malformation
Beklopptah
Gore Yoghurt & Viecher Müsli
We're NRW...Fuck You
Todeskuss mit Ileus
Bis hier hin und dicht weiter
Nekrobama
Shades Of Decay
Pimp My Leichenwagen
Dortmund Asozial
Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist

Seite
comments powered by Disqus

…und wenn Behörden nicht mitspielen wollen...

Gelungene Premiere der Stadt aus Eisen

Piggy wird nicht vergessen werden, loyal, wie die Fans nun einmal sind

Einmal mehr exklusive Clubshow im Turock

"Es geht um die Kunst und ums Gesamtkonzept"

Hail fucking Satan!

Gelungener Auftakt zum großen Festivalbruder