Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

23 Jahre MOSH Club Kolmberg

Das erste Open Air fällt dem Wettergott zum Opfer.

Tom Angelripper und Band hatten schwer mit dem Wetter zu kämpfen.

Zum Thema

Onkel Tom Angelripper

Nun ist es Zeit für den Headliner des Abends. Onkel Tom Angelripper muss sich diesen wahrlich schönsaufen, denn die Witterung hat sich nochmals verschlechtert. War es bis vor kurzem noch leichter Regen, der die Zuschauer ärgerte, so hat sich dieses Ungemach nun zu mittelschwerem bis schwerem Regen mit Windböen weiterentwickelt. So ist es kein Wunder, dass der Gelsenkirchener inklusive Band zuerst einmal ziemlich alleine da steht.

Doch schon nach den ersten Takten versammelt sich ein Haufen unerschütterlicher Fans vor der Bühne und feuert die Band lautstark an. Immer wieder hört man „Onkel Tom! Onkel Tom!“

So kann die Party beginnen. Nach dem ersten Medley gibt es kurze Nachjustierungen im Monitorsound. „Auf nach Wacken“ wird nachgelegt. Die Nummer, deren Text wahrscheinlich nicht immer jeder ganz freiwillig kennt, wird auch wieder sehr lautstark mitgesungen und trotzdem ist der Frontmann nun unzufrieden. Heavy Metal bedeutet doch Schmutz, Schlamm und Regen. Die Leute sollen doch bitte aus dem Zelt vor die Bühne kommen und mitfeiern. Bei einigen Zuhörern hat Onkel Tom Angelripper mit diesem Appell sogar Erfolg. Nach und nach vergrößert sich die Menge vor der Bühne.

Einen großen Publikumschor beschert der Band die Volksweise „Schnaps, das war sein letztes Wort“. So laut und manchmal meint man auch so falsch wie möglich brüllen viele Zuhörer den Refrain mit.

Nun gibt es einen Song vom aktuellen Album. Die Nummer heißt „Nunc Est Bibendum“ und wird genauso abgefeiert wie das vorangegangene Lied. Es kann aber nicht so schön mitgesungen werden.

„Bon Scott“ kennen dann schon wieder viel mehr der Fans. Lustigerweise erschallt die Textzeile „Bon Scott hab ich noch live gesehen“ auch aus sehr vielen Kehlen, auf die diese Aussage sicherlich nicht zutrifft.

Noch ein paar Mal reitet Tom Angelripper auf der Tatsache herum, dass sich viele das Konzert aus dem Zelt ansehen. Das wird lästig und bringt nichts. Praktisch niemand lässt sich von den Aufrufen beeindrucken. Es pisst (Tom, welch Ausdrucksweise! - Anm. d. Red.) ja auch wie aus Kübeln. Der Frontmann sollte sich lieber freuen, dass trotz des beschissenen Wetters so viele den Weg nach draußen gefunden haben. Außerdem kommt die Band nicht schlecht an. An den Zeltausgängen drängen sich die Zuhörer recht dicht, um einen Blick in Richtung Bühne zu erhaschen.

Inzwischen nimmt es auch die Band gelassener. Man hat sich wohl damit abgefunden, eine (weitere) Schlammparty zu feiern. Inzwischen ist auch das Zelt zu einer gefährlichen Umgebung geworden. Da die temporäre Behausung am Hang steht, läuft das Regenwasser von unten ins innere und durchweicht auch hier in großen Teilen den Boden. Das Resultat sind ähnliche Schlammpfützen wie außerhalb des Zeltes. Die Bühne kommt auch nicht ganz unbeschadet davon. Die Endstufenracks müssen mit einer Plane abgedeckt werden, um nicht nass zu werden.

Nach ganzen 19 Songs geht die Feier in Kolmberg zu Ende. Die Feier nicht, aber der Spielbetrieb. Die Veranstaltung kann trotz des schlechten Wetters als Erfolg bewertet werden. Wie sich im Nachhinein herausstellt, sind für den Weissen Ring gerundet 1731 Euro an Spenden zusammengekommen. Das ist doch eine positive Bilanz.

Setlist:

  • 1. Im tiefen Keller
  • 2. Medley
  • 3. Auf nach Wacken
  • 4. Diebels Alt
  • 5. Zapfhahn
  • 6. Bier
  • 7. Schnaps, das war sein letztes Wort
  • 8. Nunc Est Bibendum
  • 9. Bon Scott
  • 10. Medley
  • 11. Caramba, Caracho, ein Whiskey
  • 12. Auf immer und ewig
  • 13. Delirium
  • 14.  Immer wenn ich traurig bin
  • 15. Es soll keiner sagen
  • 16. Kreuzberger Nächte
  • 17. Trink, trink, Brüderlein trink
  • 18. Hofbräuhaus
  • 19. Es gibt kein Bier auf Hawaii
Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen