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23 Jahre MOSH Club Kolmberg

Das erste Open Air fällt dem Wettergott zum Opfer.

Wolfchant liefern mitreißenden Pagan Metal

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Wolfchant

Mit Wolfchant beginnt die zweite Hälfte des Abends. Die Pagan-Metaller sind inzwischen eine feste Nummer auf den Billings diverser Touren und Festivals. Dementsprechend heiß wird die Combo nun auch in Kolmberg erwartet.

Die Bühne erweist sich als fast ein wenig klein für sieben Musiker. Die beiden Sänger beanspruchen schon die ganze Front für sich und so weit in die Tiefe geht die Stage auch nicht. Trotzdem schafft es das Septett, sich zu arrangieren.

Die Umbaupause, besser gesagt, der Soundcheck, zieht sich ein wenig. Mehr Musiker brauchen eben auch mehr Sorgfalt beim Monitorsound.

Als nach ein paar kurzen Nachjustierungen alles passt, geht es auch gleich los.

„Kolmberg, was ist los?“ So eröffnet Nortwin den Gig und erntet einen ansehnlichen Begrüßungsapplaus. Mit „Stormwolves“ eröffnen Wolfchant gewohnt hochenergetisch ihren Auftritt. Einen Strich durch die Rechnung macht der Band der Sound. Erstens stimmt das Verhältnis zwischen den beiden Frontmännern noch nicht und zweitens ist nun tatsächlich der Punkt erreicht, an dem die PA nur noch mit purer Lautstärke, aber nicht mehr mit einem vernünftigen Sound gegen die nun zahlreich vor der Bühne befindlichen Fans ankommt. Das ist recht blöd, denn vor allem eine Band mit so vielen Mitgliedern lebt natürlich von einem sehr sauberen und klar differenzierbaren Sound. Damit ist es aber momentan nicht weit her.

Zum Ende der Eröffnungsnummer üben sich die beiden Sänger noch in einem Singalong mit den Fans. Das funktioniert sogar erstaunlich gut. Sehr viele Zuhörer erweisen sich als richtig textsicher.

Schon als zweiten Titel gibt es nun die „Naturgewalt“. Der Titel zählt eindeutig zu den Hymnen der Gruppe und so verwundert es nicht, dass von lauten Anfeuerungsrufen in die ersten Takte getragen wird.

Beim nächsten Song wächst die Gruppe sogar auf acht Mitglieder an. Sertorius von der Band Imperious kommt mit auf die Bühne, um gemeinsam mit Wolfchant den nächsten Song zu zocken. So donnert „A Pagan Storm“ gleich aus drei Kehlen in Richtung Zuhörer.

Einer wird bei der Band immer gerne übersehen. Drummer Norgahd ackert hinter den Gitarristen und den zwei (momentan drei) hünenhaften Sängern und sorgt für den richtigen Beat. Mit beinahe erschreckender Präzision hält er eisern den Rhythmus und somit auch die ganze Band zusammen. Vor allem bei schnellen Liedern wie dem nun folgendem „Black Fire“ merkt man das erst richtig.

Den Fans ist das gerade gar nicht so wichtig. Millisekunden hin oder her – vor der Bühne wird ausgelassen gefeiert. Ein Höhepunkt einer jeden Wolfchant-Show ist die Nummer „Eremit“. Richtig laut wird der Chorus von vielen Zuhörern mitgesungen und die Band erntet tosenden Applaus für das Lied. „Never Too Drunk“, diese Aussage mag auf die Band zutreffen. Im Zuschauerraum sieht das allerdings anders aus. Das ist aber heute egal. Der Gewinn des heutigen Abends geht an den Weissen Ring, da darf man schon einmal einen über den Durst trinken.

Ein weiteres Highlight gibt es mit „Rebellion“. Das Stück ist zwar eine Coverversion, kommt aber trotzdem gut an. Lautstark wird die Nummer mitgebrüllt.

Als Konzertabschluss wurde „Call Of The Black Winds“ auserkoren. Der Titelsong des gleichnamigen Albums schafft es auch, nochmals die Stimmung zu steigern. Klar haben Wolfchant in Kolmberg einen Heimvorteil, aber nur dadurch lässt sich die fette Party nicht erklären, die vor der Bühne konstant das ganze Konzert lang abging.

Gerade so, als wollte der Wettergott noch das Ende des Gigs abwarten, öffnet er direkt nach dem Gig die Schleusen und es beginnt zu regnen.

 

Setlist:

  • 1. Stormwolves
  • 2. Naturgewalt
  • 3. A Pagan Storm
  • 4. Black Fire
  • 5. Under The Wolves Banner
  • 6. Eremit
  • 7. Never Too Drunk
  • 8. Rebellion
  • 9. Praise To All
  • 10. Call Of The Black Winds 
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