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10 Years Metal City Festival

Würdiges Jubiläum im Lünener Lükaz

Custard feiern ihr Jubiläum beim Jubiläum

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Custard

Heute werden nicht nur zehn Jahre Metal City Festival gefeiert, sondern auch 30 Jahre Custard – auch wenn Drummer Chris Klapper nur noch als einziger von der damaligen Startformation übrig geblieben ist. Im Laufe der Zeit haben sich halt schon viele lokale Mucker bei den Herner Power Metallern betätigt und nur wenige der heutigen Gäste dürften noch mit der Frühphase des Quintetts vertraut sein – was sich dann zumindest heute in Teilen ändern wird, wenn man bis zum Schluss bleibt.

Um die Bedeutung des Abends zu unterstreichen, haben die Herner ihren abschließenden Festivalshowpart in zwei Akte aufgeteilt – im ersten etwas längeren Part bekommt man eine schon gewohnte Custard-Show mit dem Fokus auf das aktuelle Album „A Realm Of Tales“ vorgesetzt, der zweite Abschnitt ist dann von ehemaligen Mitstreitern und Songs geprägt, die so wohl nie mehr die Bühne entern werden, diesen Abend allerdings für die Custard-Fans zu einem ganz besonderen Erlebnis machen.

Zurück aber zum ersten Teil – die Trademarks wie „Gib mir einen Schrei“ sind natürlich genauso vorhanden wie die neuerdings auf der Bühne getragenen Kostüme. Und auch wenn Frontmann Olli sich aktuell mit einer starken Erkältung herumplagen muss und die hohen Screams nicht wirklich dem Hals zu entlocken sind, darf man ruhig von einer gelungenen Gesangsleistung sprechen. Und auch wie gewohnt ist das Posingfeuerwerk gerade der beiden Gitarristen Oscar und Stefan sowie auch der Axteinsatz bei „Time To Bleed“ vorhanden - die geforderten Köpfe rollen aber zum Glück denn doch nicht, der Abend bleibt in dieser Hinsicht blutarm.

Nach der sich etwas hinziehenden Umbaupause - „keine Fakes, alle verkabelt, alle hörbar“, erklärt Drummer Chris kurz nach der Show die Verzögerung – geht es aber mal so richtig weit zurück in die eigene Vergangenheit, denn „Parasite“ ist auf der damaligen, 1992 veröffentlichten Demo „Signa Inferre“ zu finden; nicht alle der Anwesenden waren da schon geboren. Magga am Bass und Gesang, Kasi an der Klampfe sowie der eigentliche Bandsoundmixer Sven an der zweiten Klampfe semmeln mit Klapper diese olle Kamelle zur Freude der Anwesenden ins Lükaz. Anschließend sorgen Dirk (git & vox), Magga (bass), Kasi (git) mit „Barricades“ für einen weiteren Flashback anno 1999 von dem Debütalbum „Kingdoms Of Your Life“ - da dürfen gerade die älteren Semester gerne noch ins Träumen kommen.

Aber auch der Rest des Abends hat es in sich, greift doch bei der nächsten Nummer ex-Frontmann Guido mit ein, der sich fortan mit Olli duelliert und gar nicht mehr die Bühne verlässt, wobei die Klampfer sich gerne mal abwechseln und im Finale allemann gleichzeitig abrocken – da wird dann auch die Bühne von reichlich Fans geentert, womit man nicht nur Custard, sondern sich auch irgendwie immer selbst ein wenig feiert.

Setlist:

Queen Of The Snow
The Pied Piper
Snow White
Witch Hunter
Time To Bleed
The Dragonslayer
Poke The Flames
Creature
Death From Above

Parasite
Barricades
Charon's Call
For My King
Super Trooper (Abba-Cover)
I Know You

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