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Zodiac im Interview (September 2014)

„Scheiß drauf, dann schreiben wir halt 'ne neue Platte!“

The-Pit.de: Und „Sonic Child“ ist ja ein Konzeptalbum sozusagen über die Liebe zur Musik. Kannst du da kurz was zu erzählen?

Stephan: Wir haben uns aus verschiedenen Gründen überlegt, uns dieses Themas anzunehmen. Zum einen, weil man heutzutage manchmal das Gefühl hat, dass es Bands gibt, bei denen die Musik vielleicht nicht so im Vordergrund steht, sondern andere Sachen nach außen hin wichtiger werden – Style, Image oder was weiß ich. Und ich finde es viel interessanter, wenn Bands auf mich authentisch und echt wirken. Das ist ein Aspekt und der andere ist, wie sich bereits vom Plattentitel ableiten lässt und wir auch in einer Stellungnahme zum Album schon gesagt haben, dass das Ganze so ein bisschen eine Hommage daran sein soll, wie man als Kind Musik gehört hat. Da hat einen das ganze Drumherum gar nicht interessiert und man konnte relativ unvoreingenommen die Musik einfach auf sich wirken lassen.

The-Pit.de: Im Musikbusiness ging es ja irgendwo immer ums Geld, aber wenn ich mir heutzutage Castingshows und solchen Scheiß ansehe, werde ich das Gefühl nicht los, dass es in der heutigen Zeit noch mehr um Kohle geht als früher.

Stephan: Ja, ich glaube, ums Geld ging es in der Musikindustrie wie in jeder anderen Industrie eigentlich immer, das stimmt schon. Das hat sich nur noch etwas verschoben, weil sich die Einnahmequellen total geändert haben. Man konnte früher mit Plattenverkäufen schließlich viel mehr Kohle machen als heute. Auf der anderen Seite ist Geld natürlich schon auch wichtig, um die Freiheit als Band zu haben, von der ich eben gesprochen habe. Denn wenn man den Leuten was bieten möchte und einen gewissen Anspruch hat, dann braucht man halt auch ein bisschen Geld, das man in ein gutes Studio und Equipment investieren kann, oder eben um nicht zwölf Stunden am Tag in der Fabrik malochen zu müssen. Unter Umständen ist es wirklich nicht einfach, finanziell über die Runden zu kommen.

The-Pit.de: Was kannst du zum leicht psychedelischen Cover des Albums sagen, das ich sehr schön finde?

Stephan: Das hat Sebastian Jerke gezeichnet, ein Künstler hier aus Münster, den wir schon einige Jahre kennen und der bereits einige T-Shirt-Designs und damals auch unser Logo entworfen hat. Wir haben ihn einfach angesprochen, ihm was vom Konzept des Albums erzählt und ihm einfach gesagt: „Joa, leg mal los, guck mal, was du daraus machen kannst.“ Den Plattentitel haben wir ihm außerdem gesagt und grob besprochen, in welche stilistische Richtung es so gehen könnte, und dann hat er sich einfach mal vier Wochen quasi eingeschlossen und dieses Coverartwork gezeichnet, das uns ziemlich umgehauen hat. Ich hab schon viele von seinen Arbeiten gesehen, viel Gutes, aber das – unabhängig davon, dass es jetzt für unsere Platte ist – finde ich, glaube ich, echt am besten bisher.

The-Pit.de: Ihr habt auch diesmal mit „Not Fragile“ ein Cover dabei (von Bachman-Turner Overdrive – Anm. d. Verf.), auf den ersten beiden Platten war es je eines von ZZ Top bzw. Neil Young. Hast du eine dieser Bands eigentlich schon mal live gesehen?

Stephan: Nein, leider nicht. ZZ Top haben letztens in Köln gespielt und ein Kumpel von mir war auch da, aber ich weiß nicht mehr genau, ich glaube, wir haben da gerade selbst ein Konzert gehabt oder so. Sonst wäre ich wohl auch mal hingefahren.

The-Pit.de: Was sind denn überhaupt so deine Favoriten, was die alten Helden der Sechziger und Siebziger angeht und die ja ein maßgeblicher Einfluss für euch sind?

Stephan: Die mich persönlich beeinflusst haben, sind schon die ganzen Klassiker: Thin Lizzy, Pink Floyd, Deep Purple, ZZ Top und ältere Sachen, die noch stärker im Bluesrock verwurzelt waren. Und natürlich auch viel Metalkram: Maiden etc. und später auch härtere Sachen wie Pantera – auch wenn das jetzt weniger Einfluss auf die Musik hat, die ich selber mache.

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