Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Zodiac im Interview (September 2014)

„Scheiß drauf, dann schreiben wir halt 'ne neue Platte!“

Die Herren von Zodiac mögen alles Mögliche sein – faul sind sie jedenfalls nicht. Das am 19. September erscheinende Album „Sonic Child“ markiert bereits den dritten Studiolangspieler innerhalb der letzten drei Jahre – und kann dabei problemlos das Niveau der beiden Vorgänger halten, wenn nicht gar überbieten. Interessant auch, dass die Münsteraner sich diesmal an eine Konzeptscheibe gewagt haben, eine Geschichte über die Liebe zur Musik. Ein schöner Gedanke und vielleicht ein kleiner Denkanstoß in einer Zeit, in der es sich mehr denn je überall nur um den schnöden Mammon dreht. Auf alle Fälle gab es genügend Gesprächsstoff für ein ausführliches Interview, für das Rhythmusgitarrist Stephan Gall beim zuständigen Redakteur durchklingelte.

The-Pit.de: Hi Stephan, wie geht es dir?

Stephan: Ich hab gerade viel zu tun, vor allem mit der Vorbereitung auf die Tour, die nächste Woche startet, aber ansonsten ist alles gut.

The-Pit.de: Ich muss zugeben, ich habe Zodiac erst in diesem Jahr kennengelernt. Ich kannte zwar schon den Namen, aber das war’s dann auch. Als ihr mit Audrey Horne und Grand Magus auf Tour wart, habe ich mir die Show hier in der Hamburger Markthalle reingezogen und war vom ersten Ton an begeistert. Beim Rock Hard Festival habe ich euch dann noch mal gesehen. Und auch wenn das jetzt nur zwei Konzerte waren, fiel mir sofort auf, dass ihr jedesmal einen Topsound hattet. Das sollte zwar eine Selbstverständlichkeit sein, ist es aber ja bei weitem nicht immer.

Stephan: Ja, das ist leider nicht immer so, das stimmt, aber wir legen da schon Wert drauf und versuchen, das Beste rauszuholen. Mit dem einen Mischer, den wir am liebsten immer dabei hätten – was aus Zeitgründen nicht immer klappt, aber er ist oft dabei –, funktioniert das eigentlich immer ziemlich gut. Wobei wir auch bei fremden Mischern festgestellt haben, dass wir anscheinend einen etwas einfacher zu mischenden Sound haben, weil wir von den Instrumenten her relativ differenziert spielen; offenbar sind wir nicht so schwer zu mischen, wie uns schon einige Mischer bestätigt haben, weil wir nicht alles vollbraten.

The-Pit.de: Und jetzt steht eure erste Tour als Headliner an, wenn ich das richtig sehe?

Stephan: Genau. Wir hatten zwischendurch immer mal hier und da auch Headliner-Konzerte, aber so richtig zweieinhalb Wochen am Stück, einmal quer durch Europa, auch nach Italien und England, das machen wir jetzt zum ersten Mal. Bin ich auch echt gespannt!

The-Pit.de: Glaube ich. Du und Janosch (Rathmer; Drums – Anm. d. Verf.) habt ja vorher bei Misery Speaks gespielt, was eher in die Melodic-Death-Richtung geht. Wie kam es da zur Gründung von Zodiac, weil das ja schon ziemlich andere Musik ist?

Stephan: Misery Speaks haben wir 2009 aufgelöst, glaube ich, weil wir einfach nicht mehr so glücklich waren mit der Band und nicht das erreicht haben, was wir wollten. Ich hatte nebenher schon länger eine andere Band am Start, die mehr so Heavy-/Stoner-Rock-, Rock’n’Roll-mäßig unterwegs war und Janosch ist ja noch bei Long Distance Calling aktiv. Aber irgendwann haben wir uns, weil wir auch weiterhin gut befreundet waren, gesagt, dass wir einfach Bock hätten, mal so eine richtige Bluesrock/Classic-Rock-Band zu formieren – allerdings überhaupt nicht mit dem Anspruch, da jetzt relativ schnell viel zu erreichen, sondern wir haben erstmal einfach ein bisschen geprobt und ein bisschen gejammt. Dann kam Robert (Kahr; früherer Bassist – Anm. d. Verf.) dazu, der andere Gitarrist bei meiner damaligen Band Rocketchief, der bei Zodiac dann Bass gespielt hat, und schließlich haben wir Nick (van Delft; Gitarre und Gesang – Anm. d. Verf.) gefunden und schnell gemerkt, dass das sehr viel Spaß macht und sehr gut läuft. Wir haben bald Songs geschrieben und so entwickelte sich das relativ schnell; wir haben unser erstes Demo aufgenommen, das sehr gute Reaktionen erfuhr, und so kam schließlich eins zum anderen.

Seite
comments powered by Disqus

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann