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Zero im Interview (Juli 2011)

"Die Backstreet Boys des Metal" kommen aus Essen

Chris Dagger am Bass

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The-Pit.de: Was ist dein persönlichster Song? Wahrscheinlich etwas aus der Band-Gründungszeit?

Chris Vega: Es gibt zwei. Es gibt zum einen einen Song, den spielen wir heute Abend auch als vorletzte Nummer. Der heißt "Voices". Das ist nämlich ein Song, den ich geschrieben habe, als es die Band noch nicht gab. Das war der allererste Song, den ich für das Projekt Zero geschrieben habe. Und der Song hieß früher auch "Zero", bevor er "Voices" hieß. Der ist so von der Bedeutung her sehr metaphorisch und dort geht es eigentlich viel um Sachen, mit denen ich mich damals auseinander gesetzt habe. So Religion und innerer Konflikt und irgendwie sowas. Ich bin jetzt kein sehr religiöser Mensch, aber ich habe immer so das Gefühl, dass Religion in den falschen Händen von den falschen Leuten irgendwie so eine Waffe ist. Und darum dreht sich der Song so ein bisschen. Da haben wir auch noch einen zweiten Song drüber. Der zweite Song der mich persönlich berührt, ist eine Ballade von uns, die auch auf der neuen EP drauf ist, die heißt „Something great“, dort geht es einfach irgendwie um eine Trennung. Was wir alle so mitgemacht haben, denk ich schon mal. Dass man sich getrennt hat und trotzdem einander noch liebt, aber nicht mehr zueinander finden kann. Dieser Song ist wirklich sehr autobiografisch; der Text ist auch wirklich so von der Seele auf das Blatt geschrieben in dem Moment. Also nicht so konstruiert, sondern sehr persönlich.

The-Pit.de: Deine persönlichen musikalischen Vorbilder? Wer ist es?

Chris Vega: Oh, sehr bunt gemischt. Ich bin ja ein Kind der 80er. Und ich stand damals total irgendwie auf diesen AOR-Rock also irgendwie so Toto, Journey, und wie sie alle heißen... Pink Floyd und solche Bands. Halt auch Bands, die ihr Handwerk beherrscht haben - das fand ich toll. Als Grunge grad total angesagt war, stand ich so auf die ganzen Hair-Metal-Bands: Whitesnake, Poison - die fand ich super. Die ganzen ... Shredder-Combos und alles will mittlerweile kein Mensch mehr hören. Ich find es immer noch schön, wenn man sein Instrument beherrscht. Deswegen sind die meisten Bands die ich toll finde Bands, die fit sind. Grundsätzlich hör ich alles, also, von gutem Hip Hop über Metal, bis hin zu Jazz, Fusion und Pop oder auch irgendwie Elektro-Kram. Da bin ich wirklich nicht abgeneigt, weil ich finde, Musik ist so eine Sache, da darf man es nicht so engstirnig sehen und das in eine Schublade stecken. Macht dich auch als Musiker selber besser. Wenn ich es so auf 3,4 Bands reduzieren würde, würde ich sagen, dass mein persönlicher Held Steve Lukather von Toto ist, der Gitarrist, der auch Sänger ist. Dem habe ich schon als kleines Kind nachgeeifert und ich habe ihn auch schon mal kennenlernen dürfen. Das war für mich auch ganz super, weil er nämlich kein Arschloch war. Man hat immer Angst, wenn man seine Idole trifft, dass sie irgendwie scheiße sind, aber der war echt super. Ansonsten steh ich total auf Michael Jackson zum Beispiel. Wen könnte ich sonst noch so nennen? Die Beatles natürlich. Und meinen Vater. Mein Vater spielt auch Gitarre und hat früher auch gesungen. Meine Eltern sind beide Musiker. Mein Paps hat mir damals so die ersten Akkorde auf der Gitarre gezeigt.

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