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Wicked Disciple im Interview (Mai 2015)

Über das bittersüße Leben als Vollblutmusiker

Leider gibt es von Wicked Disciple noch keine Pressefotos, deshalb auch hier ein Bild von Ted mit Greydon Fields

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The-Pit.de: Wie geht es denn weiter mit Wicked Disciple?

Ted: Haha, Zukunft! Mal schauen, wo ich so hinreise. Auf der einen Seite werde ich weiterhin mit Micha das ein Tag/ein Song-Konzept so alle ein, zwei, drei Monate fortsetzen Auch wenn ich alleine die Kosten tragen muss (seien es Studiokosten, Promomaterial etc.). Das Musik machen macht einfach zu viel Spaß und in meinen Ohren – rein subjektiv – ist es halt die Musik, die ich dann halt auch am liebsten höre. Es wäre ja auch blöd, wenn nicht, oder? Andererseits möchte ich aber auch unbedingt auf die Bühne. Wie es dort weitergeht, werde ich euch dann natürlich sofort wissen lassen. Also an alle Rocker/Grunger/Metaller: Vox/Git sucht Band ;-)

The-Pit.de: Wie bist du auf die Zusammenarbeit mit dem Chor B’Noise gekommen?

Ted: Da muss ich mal den Fluch des Internets relativieren. Es war Facebook. Glücklicherweise singt in dem Chor auch ein Metaller (Fabian Noeller), der meine Idee, in dem Song „When I Die“ einen Chor singen zu lassen, geil fand. Bei dem Song sind übrigens noch weiter interessante Gäste. Zum Beispiel mein Kumpel Manni Schmidt von Refuge oder Marcel Bangert von Deadric, die für die Soli zuständig waren. Also zurück zu Fabian und B´Noise: Fabi hat das seinem Chorleiter und den Mitgliedern vorgestellt wobei ich B´Noise die freie Wahl gelassen habe, wie sie es singen (und sie singen es fantastisch). Sie wussten zwar, welche Passage genutzt werden sollte, aber sie haben es nachher einfach A capella eingesungen. Micha, mein genialer Counterpart, hat den Chor dann ins Arrangement eingefügt. Dank Facebook fand sich neben B´Noise & Marcel auch Ben Bouman aus Holland, der für das Harp Solo in „Waste of Time & Gasoline“ verantwortlich ist. Jürgen Borchert hat die Hammond Orgel im Refrain zu „Now I“ gespielt. Weiterhin hatte ich noch das Glück, mit Martin Holtkamp den Sänger von Atrium für die Hälfte der Vocals auf „Now I“ gewinnen zu können. All diesen lieben Menschen gebührt großer Dank!

The-Pit.de: Welche Songs auf der CD haben dich selbst am meisten nachhaltig beeindruckt? Vielleicht kannst du etwas zu ihnen sagen?

Ted: Das Problem ist, dass ich natürlich alle Songs liebe und ich hätte zu jedem eine Anekdote oder einen Hintergrund zur Entstehung. Aber das würde den Rahmen sicherlich sprengen. Mein absoluter Lieblingssongs ist, soviel sei verraten, „7 Deadly Sins“. Bei dem Stück liefere ich die beste Leistung am Mikro. Der Mittelpart ist auch so unglaublich geil (jaja, Selbstlob stinkt, aber ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut)!„Mandatory Need Of Candor“ ist der Song, der am meisten Arbeit machte, wobei am Ende noch einige Sachen aus dem Arrangement rausgenommen wurden, weil sie mehr Ballast als Nutzen waren. „Bite On My Tongue & Sometimes“ kommt bei den Hörern am besten an. Und „When I Die“ hat unglaublich geniale Gastauftritte. Textlich liegen mir alle am Herzen, da sie entweder persönliche oder aktuelle weltliche Geschehen schildern und verarbeiten.

The-Pit.de: Die Platte sollte auch auf Vinyl erscheinen. Wird da etwas daraus?

Ted: Hmmm, da kommt wieder der gute alte Euro ins Spiel. Wie gesagt stemme ich finanziell alles alleine. Das tue ich gerne, da ich zu 100% hinter der Sache stehe und es mein Hobby ist. Aber jeder Euro, der in solch ein Projekt fließt, fehlt dann wieder für das Studio. Momentan verhandele ich noch mit einem Kleinstlabel und versuche da eventuell eine 100er 7“ zu releasen, wobei die beiden Songs dann wieder explizit für Vinyl gemastert werden müssten…. aber die Selina (Maleska, Artwork) hat mir so ein geiles oldschool Cover gestaltet, dass ich die 7“ eigentlich rausbringen muss. Die Songauswahl würde dann dem Cover angepasst – aktuell würde ich dann von „7 Deadly Sins" und „F.T.W.C.T.P.“ ausgehen.

The-Pit.de: Gibt es die Scheibe immer noch digital zu erwerben?

Ted: Dass ich überhaupt ansatzweise meine Unkosten rein bekommen werde, ist natürlich erstens Utopie und zweitens auch nicht zwingend nötig. Es ist halt mein mit Herzblut ausgeübtes Hobby, so dass sich jeder alle Songs als mp3 umsonst von meiner Dropbox runterladen kann (Anfrage zum download via „hetfield1970@web.de). Möchte jemand Wicked Disciple supporten, einer wohltätigen Organisation etwas spenden oder einem Strassenmusiker im Gegenzug ein paar Euro in den Hut werfen, dann sage ich 1000 mal Danke! Allerdings sind die Songs dort natürlich noch nicht gemastert. Produziert sind sie aber schon recht fett.

The-Pit.de: Lass uns mal in deinen persönlichen Erinnerungen wühlen. Was sind denn Deine ersten Erinnerungen bezüglich Musik?

Ted: Die allererste ist nicht sehr heavy. Das war Vadder Abraham mit dem „Lied der Schlümpfe“. Was mir metallisch als erstes einfällt war, dass ich mir meine erste LP, die „Killers“ von Iron Maiden, wegen des geilen Covers gekauft habe. Dass die Musik darauf mindestens genauso geil war, war natürlich ein Segen.

The-Pit.de: Machst du dir Gedanken um die aktuellen Geschehnisse im allgemeinen und fließen diese Gedanken in deine Songs mit ein?

Ted: Wer mag, kann sich die Text von „When I Die“ und „Mandatory Need Of Candor“ auf Youtube oder bei Soundcloud durchlesen. Diese zwei Songs handeln vom aktuellen Weltgeschehen.

The-Pit.de: Vielen Dank für Deine Zeit. Ein letztes Statement noch?

Ted: Lieber Thomas und liebes The-Pit.de-Team: nochmals 1000 Dank für dieses Interview. Zum Abschluss hoffe ich, dass der Metal wieder mehr Eier und mehr Antihaltung bekommt und ich nicht mehr soviel über Weine und Biere von großen Bands oder irgend einen anderen Merchandise-Wahnsinn lesen muss. Außerdem wünsche ich mir, dass nicht jedes Interview von den großen Bands sich nahezu gleich liest und weichgespülte Promoscheiße ist. Positives Beispiel war vor kurzem die herrlich erfrischende Ehrlichkeit von Peavy bezüglich des Bandsplits von Rage. So etwas will ich lesen. Ich hasse es Olli Kahn zu zitieren, aber „Wir brauchen Eier“! Ich kann nur jedem Metaller ans Herz legen, musikalisch Open-minded zu sein. Ich finde, der Text von Sacred Reichs „31 Flavour“ spricht mir da aus der Seele. Und weißt du was? Ich mach mir jetzt erstmal die „The American Way“ an. So! Tschö mit ö, Ted

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