Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Warfield Within im Interview (September 2012)

"Hey, ich war am Wochenende auf einem Konzert und hab eine Band gesehen, die hießen Warfield Within und die waren geil!"

Sebastian hängt sich live gerne mal auf

Zum Thema

The-Pit.de: Dazu passt die Musik immerhin auch optimal.

Sebastian: Absolut. Ich kann sicherlich nicht erwarten, dass die Leute die Dinge genauso sehen wie ich und man muss auch ganz klar sagen, dass sicherlich viele Leute in der Band die Dinge nicht so sehen, allerdings kann ich mich über die Texte artikulieren, ich kann argumentieren und meine Standpunkte rechtfertigen. Hinter dem, was ich schreibe, steckt eine Intention und solange da ein Sinn hintersteckt, der auch vertretbar ist, sind die Dinge in Ordnung. Gerade die ganzen Metaller, die tun immer ganz böse und letzten Endes weißt du selber, dass wir alle langhaarige oder nicht langhaarige Hippies sind. Ich denke mal, die Leute in der Metal- und auch in der Death-Metal-Szene sind gegen Krieg, für Freiheit und persönliche Rechte und insofern denke ich, dass das tatsächlich Themen sind, die in den musikalischen Kontext passt.

The-Pit.de: Ja klar, gerade schon in den Ursprüngen vom Metal während der Siebziger haben sich Bands wie Black Sabbath mit Songs wie "War Pigs" ja ganz eindeutig gegen die Schrecken des Krieges gerichtet. Und auch 20 Jahre später noch kommen beispielsweise Sodom mit "Agent Orange" daher, was ganz eindeutig den Vietnamkrieg kritisiert hat.

Sebastian: Genau. Und was ich mache ist ja nichts Neues, es gibt wahrscheinlich einen aktuelleren Bezug. Wenn du schon Sodom mit "Agent Orange" erwähnst, wo es um Waffengebrauch in Vietnam ging, ist das natürlich eine Sache, die irgendeinen geschichtlichen Kontext wiederspiegelt. Und ich beschäftige mich eben mit den Themen, die heutzutage aktuell sind und ich finde, dass so etwas wichtig ist. Für mich wäre es absolut fehl am Platz, in meinen Texten irgendwelche Klischees zu verwursten. Wie im Power Metal, wir singen jetzt über Schwerter und Drachen, also da kann ich mich auch gleich hinstellen und wie Scooter "Hyper Hyper" oder "How Much Is The Fish" singen. Das wäre nicht meine Baustelle und insofern nutze ich die Band tatsächlich irgendwie als Sprachrohr. Aber klar, die Leute die unsere CDs kaufen oder auf unsere Konzerte gehen, die wollen Spaß haben. Die Band ist natürlich ein Unterhaltungsmedium, das muss man sehen wie es ist. Die Leute kommen zum Konzert, um Spaß zu haben und nicht, um sich eine intellektuelle Lesung anzuhören. Das ist klar, nur ein bisschen was versuche ich zu verändern. Ein paar Leute werden sich vielleicht mit den Texten beschäftigen, den Satz zu Ende denken und ein paar fangen vielleicht an, sich ein paar Gedanken mehr zu machen über die Dinge, die in der Welt geschehen, und diese kritischer zu betrachten. Und wenn nicht, mein Gott, dann haben sie immer noch eine coole CD oder ein cooles Konzert, wenn sie Spaß hatten. Unterm Strich bleibt trotzdem was Positives, denke ich.

Seite
comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“