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Warbringer im Interview (Dezember 2012)

Über die neue Besetzung, Gary Holt und Manowar

Warbringer spielten am Abend des Interviews noch live in der Kulturrampe in Krefeld

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The-Pit.de: Nun habt ihr drei Studioalben veröffentlicht und seid, wie du bereits gesagt hast, unglaublich viel auf Tour gewesen in den letzten Jahren. Was würdest du sagen, war der beste, aber auch der verrückeste Moment, den ihr bisher auf Tour erlebt habt?

John: Na ja, jedesmal wenn wir eine richtig gute Show gespielt haben oder etwas als Band erreicht haben, ist das ein toller Moment gewesen. Immer wenn man das gute Gefühl hat, das man den Leuten eine verdammt gute Metal-Show geboten hat. Das ist auch einer der Gründe, warum ich das Ganze mache und warum ich heute hier stehe. Was der verrückteste Moment war? Lass mich überlegen... Das waren wohl so Ereignisse wie, als wir Leute am Flughafen verloren, Flüge verpasst haben oder Shows ohne einzelne Bandmitglieder geben mussten. In Puerto Rico zum Beispiel haben wir einen Gig ohne unseren Drummer spielen müssen und Adam Carroll ist für ihn eingesprungen. Wir hätten die Show allerdings sowieso gespielt, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit in Puerto Rico aufzutreten?

Zwei Jahre zuvor hatten wir einen Gig in Bangkok, Thailand, und am selben Tag, an dem wir eingeflogen sind, haben Leute versucht, die Regierung zu stürzen, 70 Menschen wurden erschossen und das Stadtzentrum hat gebrannt, das war ein ziemlich verrückter Moment, durch dieses Chaos zu fahren. Wir hatten vorher überlegt, ob wir überhaupt gehen sollten, denn es war definitiv nicht sicher dort. Allerdings waren wir zu diesem Zeitpunkt in Japan und der nächste Flug von dort aus nach Hause wäre später als der Flug von Thailand nach Hause gewesen. Und wir wollten möglichst schnell nach Hause, daher haben wir uns dazu entschieden, die Show in Thailand einfach zu spielen und es hat sich als fantastisch herausgestellt.

Was ich darüber hinaus nicht wusste, ist, wie groß Bangkok ist. Es gibt das Stadtzentrum, das buchstäblich zu brennen schien. Wir sind auf dem Highway daran vorbei gefahren und haben Wolkenkratzer in Flammen stehen sehen, doch wir sind weitergefahren und nach etwa 15 Minuten schienen sich die Dinge zu beruhigen. Viele hatten vermutet, dass wir nicht spielen würden an diesem Abend, aber trotzdem sind noch genug Leute aufgekreuzt und es war ein ziemlich tolles Konzert. Im Großen und Ganzen ist das so eine der verrücktesten Geschichten, die uns passiert sind.

The-Pit.de: Ok. Noch eine kurze Frage zum Schluss: Welche Musik hörst Du so privat?

John: Ich höre natürlich Rock und Metal privat. Ich hab mir zuletzt noch die 70er-/80er Prog-Rock-Band Triumph angehört, ich hab eine Menge Manowar gehört, seitdem ich sie live gesehen hab vor Kurzem und mir gefällt die zweite Enforcer-Platte sehr gut. Lass mich überlegen, was ich heute so gehört habe. Zwei Rainbow-Alben und Black Sabbaths "Vol. 4" im Auto.

Gestern haben wir jede Menge Iron Savior und Gamma Ray laufen gehabt. Ich liebe meinen deutschen Power Metal. Alle anderen, wie beispielsweise die Finnen oder die Italiener, tendieren dazu, es viel zu schwächlich wirken zu lassen, wogegen deutscher Power Metal immer sehr geradlining und vorantreibend ist.

The-Pit.de: Wie sieht es mit Blind Guardian aus?

John: Klar, ich liebe Blind Guardian. Ansonsten habe ich mir noch das neue Kreator-Album gehört. Ich habe auch die aktuelle Overkill-Scheibe und muss sie mir noch anhören, mir wurde gesagt, die sei klasse. Es ist immer cool, die neuen Thrash-Metal-Veröffentlichungen zu verfolgen und zu sehen, dass das Genre nach wie vor lebendig ist und jedes Jahr ein paar echt gute Thrash-Platten rauskommen, sowohl von den neueren als auch von den älteren Bands. Ich habe in letzter Zeit auch häufig Manilla Road gehört, ich mag die Band wirklich sehr.

The-Pit.de: Alles klar! Dann bedanke ich mich für das nette, ausführliche Interview und wünsche dir und Warbringer weiterhin viel Erfolg in Zukunft. Keep On thrashin!

John: Cool Mann, dank dir!

Anschließend macht sich der Frontmann, um sich mit seinen Kollegen auf den Auftritt in der Kulturrampe vorzubereiten, von dannen. Die Band gab an diesem Abend gewohnte 100 Prozent und ließ den kleinen Konzertraum erbeben. John erklärte im Anschluss noch, dass er überwältigt war, wie textsicher und hingebungsvoll die deutschen Metalheads seien. Die Fans haben während der Show sogar nach zwei Zugaben verlangt und wollten die Band gar nicht mehr gehen lassen. Hinterher sind die Mitglieder noch eine ganze Weile in der Location geblieben und haben sich die Zeit für ihre Fans genommen, die etwa ein Foto oder Autogramm haben oder einfach nur plaudern wollten. Den Konzertbericht zum Gig in der Kulturrampe gibt es hier nachzulesen.

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