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Vanderbuyst im Interview (März 2012)

Den Teufel im Leib oder einfach in schwarz und blau?

The-Pit.de: Mit “Where’s That Devil” zeigt ihr eine andere Seite von Vanderbuyst auf. Was steckt dahinter?

Willem: Der Song ist richtig bluesig und der Text handelt davon, dass, wenn du an einen gewissen Punkt kommst, du entscheiden musst, einen bestimmten Weg zu gehen und alles hinter dir zu lassen. Das ist ein Song, mit dem ich meinen Freunden und meiner Familie sagen möchte, dass sie uns so gut wie nicht mehr sehen werden, weil wir die ganze Zeit durch die Welt kutschen werden. Ich möchte damit erklären, dass ich da an einer Kreuzung stehe und entscheiden muss, alles in die Musik zu stecken. Es ist der Versuch einer Erklärung. Die Entscheidung ist nicht einfach, die Freunde und die Familie hinter sich zu lassen, das Herz ganz der Musik zu verschreiben. Aber genau das will ich mit diesem Song ausdrücken.

The-Pit.de: Mit “Leaving The Living” zeigt ihr meiner Meinung nach durch den deutlich NWOBHM-inspirierten Song eher mehr Metal denn 70er-Mucke. Was wollt ihr hier ausdrücken?

Willem: Du liegst da erst einmal vollkommen richtig, es ist unser Track mit den meisten Heavy-Metal-Einflüssen. Der Song handelt vom Ende, die Gedanken, die dir durch den Kopf gehen, wenn du stirbst. Das „In Dutch“-Album ist kein Konzeptalbum, aber „In Dutch“ heißt soviel wie „in Schwierigkeiten sein“. So können wir auf der einen Seite zeigen, dass wir aus Holland kommen, aber auch über „in Schwierigkeiten sein“ zu schreiben. Jemand oder etwas ist in Schwierigkeiten, dass zieht sich durch alle Tracks hindurch.

The-Pit.de: Mit dem Artwork des Albums unterstreicht ihr eure musikalischen Vorlieben für die Musik aus den 70ern. Steckt ein Konzept zwischen Musik und bildlicher Gestaltung dahinter?

Willem: Das Artwork haben Freunde von uns gestaltet. Wir hatten im Vorfeld gesagt, dass wir uns etwas mit einer jungen Frau vorstellen könnten. Das Artwork zeigt in ganzen vielen Details, was „In Dutch“ bedeutet. Das Mädchen auf ihren Knien ist in Schwierigkeiten, sie schaut ängstlich drein und wenn du dir das Cover sehr genau ansiehst, dann wirst du dort alle Songs wiederfinden. Wenn du das Bild umdrehst, dann findest du auf der Rückseite irgendwo eine Zeitung mit einem entsprechendem Artikel usw. Deshalb mag ich dieses Artwork sehr, diese Detailverliebtheit, vergleichbar mit der „Animal Magnetism“-Platte von den Scorpions. Wenn man sich das Cover anschaut, weiß man eigentlich nicht, was der Künstler damit sagen will, aber wenn du dich damit länger beschäftigst, dann fallen dir die Details erst auf.

The-Pit.de: Ihr habt jetzt knapp ein Jahr gebraucht, um das zweite Album herauszuhauen. Schreibt ihr auch schon wieder an neuen Songs?

Willem: Just zu dem Zeitpunkt, als wir auf die Grand-Magus-Tour gegangen sind, habe ich die Arbeiten an der neuen Scheibe fertig gestellt. Im Mai werden wir die Songs aufnehmen.

The-Pit.de: Wow, ich bin ein wenig überrascht, ihr seid so schnell. Bis du so voll gestopft mit Ideen oder fällt es dir einfach nur leicht, neue Songs zu schreiben?

Willem: Ich brauche schon die richtige Stimmung. Aber auch das nächste Album wird relativ kurz, knapp 40 Minuten. „In Dutch“ ist ja auch nur etwas mehr als 36 Minuten lang. Das ist natürlich einfacher, nur so kannst du jedes Jahr ein neues Album schreiben. Ich mag die Tradition der Anfangsphase. Schau, Iron Maiden haben sechs Alben in fünf Jahren herausgebracht, so etwas mag ich.

The-Pit.de: Ein Künstler aus Berlin sagte einmal in einem Interview, dass ein gutes Album nicht länger als 40 Minuten haben sollte, weil danach die Konzentration abnimmt. Das dürfte doch deine Zustimmung finden, oder?

Willem: Ein bisschen schon. Du kannst ja auch ein 60-Minuten-Album veröffentlichen, welches noch mit einigen Bonus-Tracks angefüllt ist. Wenn du das Album nur auf Vinyl veröffentlichen würdest, dann hättest du diese Bonus-Tracks nicht verwendet. Ich mag Bonus-Tracks nicht sonderlich, meistens sind die nicht gut genug und gehören so auch nicht auf das Album. Auf der anderen Seite aber muss ich sagen, dass z.B. das letzte The Devil’s Blood-Album ein sehr langes ist, irgendwie um 74 Minuten, und da denke ich, dass es 74 Minuten tolle Musik sind. Manchmal braucht man eine längere Spielzeit. Unsere Releases sind kurze, kraftvolle Alben.

The-Pit.de: Heavy Metal hat ja den Ruf von wilden Feten im Backstage-Bereich, willigen Mädels usw. Wie sieht das bei eurem wachsendem Erfolg aus?

Willem: Ich habe eine Freundin zu Hause, da kann ich nicht wild feiern. Natürlich feiern wir, aber niemals vor der Show. Wir wollen sicherstellen, dass unsere Show immer gut ist, und wir wollen nicht abkacken, nur weil wir zu betrunken sind. Das soll niemals passieren - erst die Musik, dann die Party. Auf dieser Tour mit insgesamt fünf Bands kann man sich vorstellen, dass es so manche Party gibt.

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