Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Vanderbuyst im Interview (März 2012)

Den Teufel im Leib oder einfach in schwarz und blau?

The-Pit.de: Dabei waren es zwei sehr unterschiedliche Festivals. Auf dem Rock Hard Festival war zwischen Bühne und Fans noch der Fotograben, beim Swordbrothers Festival war diese Trennung nicht. Wie nehmt ihr diesen Unterschied wahr?

Willem: Persönlich mag ich die kleinen Festivals viel lieber, wo du die Leute spüren kannst, wo du mitbekommst, wie die Haare fliegen. Auf großen Bühnen zu spielen, ist dagegen völlig anders, da hast du als Musiker eigentlich immer viel mehr Platz zum Herumlaufen. Das ist definitiv anders.

The-Pit.de: Es ist immer wieder fantastisch zu beobachten, wie die vorher passiven Fans immer mehr aus sich herausgehen. Zuerst verhalten sie sich so nach dem Motto „Mmmh, wer ist denn Vanderbuyst“ und gegen Ende der Show headbangen sie wie irre. Bekommt ihr das auf der Bühne überhaupt mit oder seid ihr mehr mit euch selbst beschäftigt?

Willem: Ich höre immer auf zu denken, ich schalte meine Gedanken so gut es geht aus, ich werde eins mit der Musik und meinem Instrument. Ich bemerke aber schon die Reaktionen der Fans, vielleicht nicht von jedem einzelnen, ich achte da nicht auf jedes Gesicht, aber ich bekomme die Energie mit, die Spannung zwischen Fans und Band, die da aufkommt. Aber das ist auch der Ansporn, noch härter an sich zu arbeiten und noch mehr aus sich herauszuholen.

The-Pit.de: Ich habe euch auch schon auf der Tour im Vorprogramm von Saxon gesehen und auch dort fand ich es sehr überraschend, dass ihr das sonst so eingefleischte Old-School-Publikum überzeugen konntet. Seid ihr da selbst überrascht worden oder hattet ihr auf diese Reaktionen spekuliert?

Willem: Natürlich träumst du davon, dass es so passiert, aber du weißt es nicht sicher. Das Gute an den Saxon-Shows war, dass das Publikum das perfekte Publikum für uns war. Überall, wo wir gespielt hatten, gab es da die große Bandbreite an jungen und alten Fans, und genau das war so wichtig für uns. Dass die Leute so auf uns abgefahren sind, war jetzt nicht wirklich die Überraschung, aber der Enthusiasmus hat uns dann doch erstaunen lassen. Eine Menge Leute haben uns auf der Tour kennen und schätzen gelernt.

The-Pit.de: Ihr habt 2011 so unglaublich viele Festivals und Clubshows gespielt. Kannst du da für dich noch ein Highlight herauspicken?

Willem: Ich denke, eines der größten Highlights war sicherlich die Tour mit Saxon, da wurde ein Traum für uns wahr. Aber auch das Rock Hard Festival war etwas ganz Besonderes, denn ein Jahr zuvor waren wir dort, um uns The Devil’s Blood anzusehen, die Freunde von uns sind, und dort trafen wir auch Sven von unserem Label Van Records, dem wir dort die Aufnahmen zu unserem Album gaben, und wir fragten ihn, ob er vielleicht unsere Scheibe veröffentlichen wolle. Wir wussten, dass er mehr auf Black Metal steht, hofften aber, dass er sich das Material einmal anhört. Er hat sich das dann angetan und eine Woche später hatten wir den Deal in der Tasche. So war 2010 eigentlich das Jahr, als alles begann und ein Jahr später spielen wir selbst auf dem Rock Hard Festival, das war schon etwas Besonderes.

The-Pit.de: Das hört sich so einfach an.

Willem: Ja, nicht wahr? Das ging alles so schnell, und manchmal musst du dich einfach zurücklehnen, um zu realisieren, was da abgeht. Eins ergab das andere, wir hatten eigentlich keine Zeit, uns richtig daran zu erfreuen.

The-Pit.de: Dieses Jahr spielt ihr auf dem Headbangers Open Air, wo ihr wieder auf ein sehr spezielles Publikum stoßt, ihr spielt auf dem Shout It Out Loud Festival, wo es eher um Glam geht. Wie bereitet ihr euch darauf vor?

Willem: Wir spielen aber auch auf dem Bang Your Head Open Air. Ich war schon mit Powervice auf dem Headbangers Open Air, eines meiner absoluten Lieblingsfestivals, bei dem ich jemals gespielt habe. Es findet quasi im Garten statt und es ist einfach cool, dort zu spielen. Auf dem Shout It Out Loud spielen nur Glam-Rock-Bands?

The-Pit.de: Letztes Jahr kündigten sie amerikanischen Poison an, oder auch Quiet Riot, die allerdings gerade ohne Sänger dastehen.

Willem: Ich habe schon mitbekommen, dass es viele Änderungen im Billing gab. Ich weiß nicht, was uns auf diesem Festival erwartet, aber es kommt ja auch noch das fantastische Bang Your Head.

The-Pit.de: “Black And Blue“ gehört für mich zu den Songs, die einfach nur Arsch treten. Was wollt ihr mit diesem Song vermitteln?

Willem: Wenn du diesem Song hörst, wirst du schnell merken, dass er nicht nur kurz, sondern auch auf das Wesentliche reduziert ist. Da ist der Text, die Strophe, und das war es auch schon. Das ist ein typischer Vanderbuyst-Song. Die Lyrics sind nicht wirklich schwierig, es dreht sich um domestizierte Gewalt, eine Frau, die ihren Mann betrügt.

Seite
comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging