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Transatlantic im Interview (Juni 2010)

"Ich wusste gar nicht, dass ich heute ein Interview geben soll."

Daniel Gildenlöw unterstützt Transatlantic bei Live-Konzerten an Gitarre, Keyboard und Hintergrundgesang

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Transatlantic sind eine Band, die den Titel „Supergroup“ wirklich verdient. Hier sind mit Neal Morse (Keyboard, Gesang und Gitarre; ex-Spock’s Beard), Roine Stolte (Gitarre und Gesang; Flower Kings), Mike Portnoy (Schlagzeug und Gesang; Dream Theater) und Pete Trewavas (Bass und Gesang; Marillion) ausnahmslos absolute Könner vereint. Natürlich haben diese vier Musiker mit ihren Hauptbands viel zu tun und können daher nicht allzu oft unter dem Transatlantic-Banner auf Tour gehen.

Passiert dies aber doch mal, sollte man sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen; in unserem Konzertbericht dürfte überdeutlich werden, dass es äußerst lohnenswert ist, einen Gig der live in Form von Pain-Of-Salvation-Fronter Daniel Gildenlöw zum Quintett aufgestockten Kapelle zu besuchen. Im Rahmen des Auftritts in Hamburg hatten wir außerdem die Möglichkeit, mit Bassist Pete Trewavas einen entspannten Plausch zu halten.


The-Pit.de: Hi Pete! Erstmal: Wie geht’s dir denn so?

Pete: Oh, sehr gut. Ich hab mich gerade ein bisschen in der Gegend umgesehen. Mit Marillion habe ich schon sehr oft hier in der Markthalle gespielt und mache dann meistens noch einen Abstecher zu Saturn, der Laden ist ja hier um die Ecke. Ich wusste zunächst gar nicht, dass ich heute ein Interview geben soll.


The-Pit.de: Ja, das war auch ein sehr kurzfristiges Arrangement. Erzähl mir doch bitte als erstes ein bisschen was darüber, wie Transatlantic entstand und wie du Teil dieser Band wurdest.

Pete: Okay. Mike (Portnoy – Anm. d. Verf.) und ich kennen uns schon sehr lange. Dream Theater haben vor langer Zeit Marillion in Amerika supportet, und zwar in Boston und in New York, und seitdem sind wir in Kontakt geblieben. Vor etwa zehn Jahren gaben Dream Theater dann ein Konzert in London, wo sie mit Leuten zusammenspielten, die sie beeinflussten, darunter auch Steve Rothery und Steve Hogarth von Marillion, die beim Song „Easter“ involviert waren, oder auch Steve Howe (Yes-Gitarrist – Anm. d. Verf.) und Steve Hackett – viele Leute eben, die Dream Theater beeinflussten. Wenige Monate später veröffentlichten sie das Ganze und schickten daher einige E-Mails an die beteiligten Bandmitglieder, und bei der an Marillion hatte Mike vermerkt: „Ich denke daran, eine neue Band zu formieren, hätte Pete nicht Lust, Bass zu spielen?“

Ich dachte damals: Nun, ich kenne die Art, wie Mike spielt und weiß, welche musikalischen Fähigkeiten er hat, und war mir nicht sicher, ob ich der richtige für den Posten des Bassisten wäre. Ich bin nicht wirklich ein „Riff“-Bassspieler, ich habe meinen eigenen Stil und fragte Mike daher: „Bist du dir sicher, dass ich der richtige bin?“, aber er meinte: „Ja, auf jeden Fall, mir gefällt sehr, was du machst, wir werden bestimmt toll zusammenspielen.“

Und dann entdeckte ich ein bisschen mehr von Spock’s Beard und lernte die Flower Kings kennen, wir schickten uns gegenseitig Demos hin und her, oder besser gesagt: Neal und Roine haben viel Demos geschickt, denn ich habe für das erste Album („SMPT:e“ – Anm. d. Verf.) nicht besonders viel Material geschrieben. – Ja, so startete das Ganze, vor zirka zehn Jahren. Ich flog dann nach New York und weiß noch, dass ich zu der Zeit ein gebrochenes Bein hatte und auf Krücken lief; dazu zwei Gitarren und ein Koffer – das war schon hart. Jedenfalls hatten wir im Norden des Staates New York ein Studio, ich kam an, wurde Neal und Roine vorgestellt und schon ging’s ans Arbeiten. Der Rest ist Geschichte.

Beim zweiten Album („Bridge Across Forever“ – Anm. d. Verf.) dann, das etwa anderthalb bis zwei Jahre später herauskam, hatten wir inzwischen eine kleine Tour in Amerika hinter uns, wo wir uns alle etwas besser kennenlernen konnten, und es war mir so auch möglich, etwas mehr songschreiberische Beiträge zu leisten. Mit dem zweiten Album gingen wir dann in Europa auf Tour, bevor sich dann für, ich weiß nicht, acht Jahre?, unsere Wege trennten. Neal verließ Spock’s Beard und auch Transatlantic und ich bin sehr froh, dass er überhaupt bei der Musik geblieben ist, denn ich glaube, er hatte sogar überlegt, ganz mit der Musik aufzuhören.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann