Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Throbbing Pain im Interview (Oktober 2014)

Der Death Tank rollt weiterhin

Mathias von Throbbing Pain liefert Antworten

Zum Thema

Wechsel in der Band, Kurskorrektur bei der Musik und natürlich immer wieder der Blick über die hanseatischen Grenzen – was bei so vielen Bands zu Problemen führt, entwickelt sich bei den Hamburger Death Metallern Throbbing Pain zum Guten. Und da die aktuelle EP „Grave New World“ voll mit feinem Old-School-Death-Metal gefüllt überzeugen kann, müssen auch ein paar klärende Worte her, um die Band ein kleines bisschen bekannter und interessanter zu machen.

The-Pit.de: Lasst uns zuerst einmal zur Vorstellung eure Entwicklung beleuchten. Anno 2008 hattet ihr euch gegründet. Welche Flausen hattet ihr da noch hauptsächlich im Kopf?

Mathias: Die Weltherrschaft an uns zu reißen …nein, im Ernst. Die Idee, eine Band zu gründen, entstand zunächst im Suff. Daher mieteten wir uns mit acht Leuten einen Proberaum und wollten schauen, was passiert. Aus diesem Haufen kristallisierte sich dann schnell die Anfangsbesetzung heraus. Wir wollten uns einfach unserer Leidenschaft hingeben und sehen, was passiert. Nach kurzer Eingewöhnung haben wir dann doch ziemlich schnell gemerkt, dass wir einen gewissen Ehrgeiz entwickelt haben und unbedingt auf die Bühne wollten. Wir haben unsere ersten Songs geschrieben, erste Konzerte gespielt und es war total geil.

The-Pit.de: 2012 kam es dann zum Bruch mit dem alten Line-Up, Frontmann Thede und Gitarrist Alex sind dann eingestiegen. Wie ist es dazu gekommen?

Mathias: Leider kam es nach den Aufnahmen zu unserer ersten LP zu persönlichen Differenzen, weshalb sich unser alter Sänger Mario von uns trennte. Zur selben Zeit hatte Maik uns mitgeteilt, dass er sich durch Arbeit und neuer Liebe nicht gut genug einbringen könne und aus diesen Gründen ebenfalls die Band verlassen möchte. Unseren letzten gemeinsamen Auftritt hatten wir auf dem Metalfest Loreley. Im Grunde haben wir auf diesemFestival auch unseren neuen Gitarristen Alex verpflichtet. Alex hatte vor allem mit Drummer Benjamin schon länger Kontakt. Daher fiel die Wahl sehr schnell auf ihn, da seine Fähigkeiten ebenfalls überzeugten. Die Suche nach einem neuen Sänger gestaltete sich etwas langwieriger. Nach ca. einem halben Jahr sang Thede erstmalig bei uns vor. Wir waren sofort begeistert. Er konnte bei der ersten gemeinsamen Probe gleich einige Songs auf Anhieb mitgrowlen.

The-Pit.de: Sind die beiden Neuzugänge auch mit verantwortlich für die musikalische Entwicklung hin zum Old-School-Death-Metal oder war das eher eine „natürliche Entwicklung“?

Mathias: Wir denken, es war eine natürliche Entwicklung. Schon zu Zeiten der Bandgründung war uns klar, dass dies der einzige Musikstil ist, den wir spielen wollen. Es gibt einfach nichts besseres, ehrlicheres als Death Metal. Allerdings waren wir musikalisch noch sehr eingeschränkt und so haben wir mit Thede und Alex den nötigen Push bekommen. Thedes Gesangsstil hat uns genau das gegeben, was unserer Musik noch gefehlt hat.

The-Pit.de: In eurer Biographie ist zu vernehmen, dass ihr auch an der Livefront seit 2012 aktiver seid. Wart ihr vorher nicht bereit dazu oder habt ihr jetzt erst die Möglichkeiten in Form von Zeit oder auch Reisemöglichkeiten gefunden?

Mathias: Wir wollten schon immer viel live spielen. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad wurden wir auch immer häufiger gebucht. Die früheren Angebote waren auch dadurch beeinflusst, dass wir häufig im Vorfeld Tickets absetzen mussten, was wir prinzipiell scheiße fanden. Pay to Play ist nichts für Death Metal und eine Barriere für aufstrebende Bands dieses Genres (in allen anderen Mealgenres ganz sicher auch; Anm. d. Verf.). Death Metal findet im Underground statt.

The-Pit.de: Jetzt gehört ja eine Liveshow zur Essenz eines Metalmusikers. Wie betrachtet ihr die heimische Szene in Hamburg, einmal auf der Death-Metal-Ebene und auch bei den anderen metallischen Subgenres?

Mathias: Hamburg ist absolut ein Hotspot für aufstrebende Bands. Es werden regelmäßig Undergroundkonzerte veranstaltet. Läden wie das Bambi Galore oder die Mosh'n'roll Jungs bieten da eine Bühne und setzen sich zu tollen Bedingungen für die heimischen Bands ein. Auch die Hamburger Kneipe Night Light hat uns sehr unterstützt. Fantechnisch ist das Hamburger Publikum auch immer bei uns dabei. Andere Städte können da nicht immer mithalten. Es gibt in Hamburg sehr viele Death- und Thrash-Metal-Bands. Zudem sind auf unseren Konzerten aber auch Fans anderer Subgenres zu finden und Konzerte finden auch oft mit Bands aus gemischten Richtungen statt. Daher passt das große Ganze gut zusammen.

The-Pit.de: Und wie sieht es bei der Bewertung der heimischen Szene über die hanseatischen Grenzen hinaus aus?

Mathias: Es ist sehr unterschiedlich. Wie eben erwähnt können andere Städte nicht immer mithalten. Allerdings haben wir auch in Hamburg nicht immer den Heimvorteil. Wir spielen oft in anderen Städten. Mal ist die Hütte unerwartet voll, mal geht nichts. Manchmal stehen beim Konzert nur die dorfbekannten Alkis vor der Bühne, die uns nach dem Gig mitdem Kruzifix segnen wollen, und mal tropft der Schweiß schon beim ersten Song von der Decke.

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging