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Threshold im Interview (September 2017)

Mozart und Mysteriöse Initialen

The-Pit.de: Mit Jon Jeary ist außerdem ein weiteres früheres Mitglied zurückgekehrt – wenigstens, um bei „The Shire Part 3“ ein paar Guest Vocals einzusingen. Wie kam es dazu?

Richard: Ich war selbst überrascht (lacht). Nein, wir hatten immer einen guten Draht zu ihm und wir hatten dieses kurze Stück, für das wir ganz anderen Gesang haben wollten. Also meinte Karl, dass Jon Lust hätte, mal wieder mit uns zu arbeiten, und so ergab sich das dann. Das ist bei Threshold auch sehr schön: Wir versuchen, mit allen, die je in der Band waren, gut befreundet zu sein. Auch wenn wir nicht Queen sind, die über einen sehr langen Zeitraum immer in der gleichen Besetzung geblieben sind, was bewundernswert ist, wollen wir doch weiterhin ein gutes Verhältnis auch zu allen Ex-Mitgliedern haben.

The-Pit.de: Bei Queen war auch eigentlich keiner ersetzbar. Es ist natürlich ihre Sache, aber ich fand diese Queen + Paul Rodgers-Geschichte nicht gut.

Richard: Es ist schon nicht dasselbe und in den seltensten Fällen funktioniert so was. Bei Genesis klappte das zum Beispiel, wo sich Phil Collins als großartiger Sänger entpuppte, auch wenn sie sich später in eine Richtung entwickelten, der im Gegensatz zu früher – bei aller Qualität – hier und da die musikalische Tiefe fehlte.

The-Pit.de: Witzig, dass du sie erwähnst: Ich habe gerade vor einigen Wochen ausgiebige Genesis- Sessions abgehalten, in denen ich die ganze Discographie chronologisch durchgehört habe. Ich wette, Tony Banks (Keyboarder von Genesis; Anm. d. Verf.) gehört auch zu deinen Helden.

Richard: Definitiv, er ist einer der ganz Großen.

The-Pit.de: Hast du als Keyboarder eigentlich auch einen klassischen Hintergrund?

Richard: Ich habe klassisches Klavier in der Schulzeit gelernt, ja, vom Alter von fünf Jahren an. Dank meiner Eltern habe ich viel Klassik gehört; meine früheste musikalische Erinnerung ist, wie mein Vater mir klassische Musik vorspielt. Sie ist ebenfalls ein Teil von mir, der sich auch in meinem Schreibstil widerspiegelt, denke ich. Das mag ich übrigens auch an Tony Banks, bei dem hört man diesen Einfluss ebenso heraus.

The-Pit.de: Hast du Zeit gehabt, dir andere neue Alben anzuhören? Was war dein Favorit in diesem Jahr bislang?

Richard: Hm, ich war mehr damit beschäftigt, selbst Musik zu machen als welche anzuhören. Aber ich hatte die Gelegenheit, in das neue Album von Roger Waters reinzuhören – das entführt einen glatt in die Zeit mit Alben wie „The Wall“ und „The Final Cut“ zurück. Es hat also einen sehr Pink-Floyd-mäßigen Vibe. Und um ehrlich zu sein, ich mag auch poppigere Sachen; da gibt es eine Band, die heißt All Time Low, die haben ein neues Album namens „Last Young Renegade“ gemacht, das sie deutlich reifer zeigt als zuvor – und ich liebe es, es hat jede Menge sehr catchy Songs.

The-Pit.de: Letzte Frage: Ab November seid ihr auf Tour, euer Support kommt von Damnation Angels und Day Six. Erstere haben euch ja bereits auf eurer 2016er Tour begleitet, also seid ihr offenbar gut miteinander zurechtgekommen, letztere kenne ich persönlich nicht. Handelt es sich da ebenfalls um eine Prog-Band?

Richard: Ja, eine holländische Prog-Band, mit denen wir vor einiger Zeit schon mal ein paar Shows in Holland und Deutschland bestritten haben. Und sie waren gut – gute Musiker, nette Typen, also luden wir sie noch mal ein. Es ist immer cool, andere Bands zu beobachten, wie sie wachsen, besser werden und man sich dabei noch mit ihnen anfreunden kann.

Das sind doch schöne Schlussworte, mit denen dieses Interview bestens abgerundet wird. Wer sehen will, wie Threshold mit ihrem neuen alten und auch Gitarre spielenden Frontmann agieren, sollte unbedingt unsere Tourdatensektion abchecken. Bis dahin gilt für alle, die sich immer noch nicht an den Wechsel an der Mikroposition gewöhnen können, „Legends Of The Shires“ weiteren Durchläufen zu unterziehen, bis es Klick macht, denn die Scheibe ist zu stark, um nur aufgrund des Gesangs ignoriert zu werden.

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