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Threshold im Interview (September 2017)

Mozart und Mysteriöse Initialen

The-Pit.de: Nun ist ja bei euch leider auch Gitarrist Pete Morten ausgestiegen und Glynn wird neben dem Gesang außerdem noch die zweite Gitarre übernehmen. Wird er nur Rhythmusgitarre spielen oder auch ein paar Soli zocken?

Richard: Ich denke, von beidem ein bisschen. Ich weiß es aber nicht genau, das ist eher eine Frage für Karl (Groom; Gitarrist; Anm. d. Verf.), er ist unsere Gitarrenabteilung (lacht). Ich hoffe, es klappt alles, aber ich gehe davon aus, denn Glynn ist wirklich ein guter Gitarrist. Er spielt alle Gitarren in seiner eigenen Band Mindfeed und er kennt die Situation, gleichzeitig zu singen und Gitarre zu spielen, das ist also nichts Neues für ihn.

The-Pit.de: Dann wird er allerdings nicht wie Damian in der Lage sein, während der Songs ins Publikum zu springen…

Richard: (lacht) Das wohl nicht, aber das stört mich nicht. Allerdings wird er wohl sowieso nicht die ganze Zeit die Gitarre in den Händen halten, sondern nur bei einigen Stücken. Wir werden sehen.

The-Pit.de: In unserem Interview damals hattest du bekundet, wie sehr du „For The Journey“ lieben würdest, im Promoschreiben zu „Legends Of The Shires“ jedoch wirst du zitiert, aus heutiger Sicht würde der 2014er Scheibe „ein wenig Tiefe“ fehlen. Da du heute eine andere Meinung hast als damals: Mag dies auch damit zusammenhängen, dass ihr die „For The Journey“-Songs immer und immer wieder live gespielt habt, teilweise sogar das komplette Album, und die Stücke daher etwas ermüdend geworden sind?

Richard: Um ehrlich zu sein: Wenn man ein Album aufnimmt, hört man die Songs so häufig, während man sie schreibt und entwickelt… und für mich ist das Kreieren von neuen Stücken der aufregende Teil. Wenn das Album fertig und im Kasten ist, höre ich es kaum noch an, weil ich es einfach in- und auswendig kenne und die Magie für mich beendet ist. Dann ist es Zeit, die Magie auf die Fans zu übertragen, damit sie sich daran erfreuen können. Normalerweise hab ich ein Album also schon hinter mir, wenn es herauskommt. Auch die neue Platte habe ich jetzt seit ein paar Wochen nicht mehr gehört. Es ist eigentlich jedes Mal so: Man verliert diese absolute Begeisterung für die Songs, da man so lange daran gearbeitet hat. Aber das kommt schon zurück, wenn man sie auf der Bühne spielt: Sie klingen ein bisschen anders, sie entwickeln sich, sie wachsen und werden auf andere Weise wieder aufregend. Dennoch muss man natürlich auch über „For The Journey“ sagen, dass es einige tolle progressive Momente enthält: Songs wie „The Box“ zum Beispiel, das sich schon jetzt beinahe zu einem unserer Klassiker entwickelt hat. Andererseits hat es weitaus mehr Straight-ahead-Material, weswegen wir absichtlich entschieden, die neue Scheibe wieder progressiver zu gestalten. Alles ein bisschen größer und weiter machen. Ich erinnere mich noch, es war so ähnlich, als wir damals „Clone“ aufnahmen, unser viertes Album. Da entschieden wir uns, weniger progressiv vorzugehen, während das nächste, „Hypothetical“, dann wieder mehr progressive Elemente enthielt. Wir mögen es, die Dinge stets ein wenig zu ändern, denn wir wollen ja nicht, dass jedes Album genau gleich klingt.

The-Pit.de: Wer hatte die Idee zu der Konzeptgeschichte und zu dem Titel „Legends Of The Shires“?

Richard: Das war ich. Bei den letzten Alben habe ich bereits die meisten Texte geschrieben und diesmal alle, bis auf einen Song – nur „On The Edge“ stammt von Steve Anderson, unserem Bassisten, und das bettete er in die Story ein. Von daher wussten wir schon recht früh, dass wir ein Konzeptalbum machen wollten. Ursprünglich wollte ich eine Kollektion von kleinen Geschichten haben. Ich hatte sehr viel Spaß, die Geschichte von „The Box“ auf dem letzten Album auszuarbeiten und wollte diesmal ähnlich vorgehen. Und so schrieb ich „The Man Who Saw Through Time“, was ursprünglich eine eigene kleine Geschichte war. Doch je mehr ich schrieb, desto deutlicher wurde mir klar, dass das gesamte Album die Geschichte werden würde und jeder Song nur ein Abschnitt davon. Das Ganze entwickelte sich also nach und nach, während wir schrieben.

The-Pit.de: Haben euch auch aktuelle Geschehnisse in der Welt inspiriert? Threshold sind schließlich bekannt für tiefgründige und bedeutsame Lyrics über die Gesellschaft, Politik und ähnliches.

Richard: Ja, dem können wir uns nicht entziehen (lacht). In der Popmusik geht es um Unterhaltung: Liebe und Tanz und so was… dazu sind wir nicht in der Lage. Ich schreibe über das, was mich wirklich bewegt: Philosophie, Politik, Religion, Beziehungen, Vergebung – über die „großen“ Dinge. Wir wollen den Leuten gegenüber etwas herüberbringen, das auch etwas bedeutet. Und auch diese Story jetzt baut eine solche Verbindung zu den Leuten auf.

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