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Threshold im Interview (November 2014)

Gremlins und Poker

Nachdem es wegen verschiedener Umstände fünf Jahre gedauert hatte, bis Threshold 2012 den „Dead Reckoning“-Nachfolger „March Of Progress“ endlich in die Ladenregale gewuchtet hatten, brauchten die Briten für die neueste Scheibe „For The Journey“ diesmal nur zwei Jahre. Das aktuelle Line-up hat dementsprechend an Stabilität gewonnen und man hat offensichtlich so viel Spaß und ist so heiß auf die kommende Tour wie nie. Hamburg markierte den ersten Zwischenstopp in Deutschland und wenige Stunden vor der Show bekam The-Pit.de die Möglichkeit, mit Keyboarder und Hauptsongschreiber Richard West ein paar Minuten im Tourbus zu plaudern.

The-Pit.de: Hi Richard, schön, dass du kurz vor der Show etwas Zeit für ein kleines Gespräch gefunden hast. Ihr habt gestern in Belgien das erste Konzert eurer „European Journey“-Tour gespielt – wie war denn der Auftakt?

Richard: Es war vor allen Dingen schön, endlich wieder auf Tour zu sein und in Belgien ist es immer nett zu spielen. Gestern war ja Halloween und wir hatten es auch tatsächlich mit einigen Gremlins zu tun (lächelt verschmitzt), denn es gab einige technische Schwierigkeiten. Sogar von der Art, wie wir sie noch nie zuvor hatten – sehr verdächtig gerade an Halloween. Aber wir haben es überlebt, die Show war letztlich toll und es ist schön, wieder da zu sein.

The-Pit.de: Irgendwie haben es erste Shows bei Tourneen anscheinend so an sich, dass es Pannen gibt.

Richard: Ja, es ist verrückt. Dinge passieren, die nie vorher passiert sind, auch nicht bei Proben oder beim Soundcheck, aber auf einmal geht alles drunter und drüber. Aber heute ist alles cool – wir sind wieder in Hamburg und wir lieben es hier.

The-Pit.de: Ich habe euren Tweet gelesen, in dem es hieß, die Markthalle sei eine eurer Lieblingslocations. Letztes Jahr habt ihr hier ebenfalls gespielt. Hast du eine Ahnung, wie oft ihr in dem Laden schon auf der Bühne standet?

Richard: Viele Male auf jeden Fall. Früher haben wir auch im kleineren Saal, dem Marx, gespielt. Davor wiederum waren wir auch im Logo. Wir waren also wirklich schon sehr oft in Hamburg und mögen die Markthalle vielleicht am liebsten. Für die Band ist immer ein guter Sound auf der Bühne und für die Fans sind denke ich die Akustik und der Sound ebenfalls sehr gut (naja, es gibt schon auch hier des Öfteren mal Konzerte mit richtig miesem Sound – Anm.d.Verf.).

The-Pit.de: Des Weiteren hab ich gelesen, dass ihr diesmal zum Teil verschiedene Supportacts in verschiedenen Städten habt – in Essen beispielsweise teilt ihr interessanterweise mit den Tygers Of Pan Tang die Bühne.

Richard: Ja, ich weiß auch nicht genau warum (lacht), aber bei einigen Shows haben wir Special Guests dabei. In Essen sind es in der Tat die Tygers Of Pan Tang und in Holland spielen wir ein Konzert mit Caravan, der alten Siebziger-Progband. Und es steht eine Show mit Lizzy Borden an, was auch cool ist, denn es ist immer nett, neue Leute kennenzulernen. So wird das auf jeden Fall eine interessante Tour, ich freue mich sehr darauf.

The-Pit.de: Dann lass uns doch mal über das neue Album sprechen. Da dies „For The Journey“ heißt, drängt sich automatisch die Frage auf: Meint ihr die Reise des Lebens?

Richard: So ist es. In der Vergangenheit haben wir viel über Politik und Ähnliches geschrieben, sozusagen viel mit dem Zeigefinger herumgewedelt, „Guck mal, da läuft was falsch“ – was gerade heutzutage sehr einfach ist, denn es gibt jede Menge zu kritisieren. Doch dieses Mal geht es mehr darum, quasi mit dem Finger auf uns selbst zu zeigen, nach dem Motto: „Was läuft mit mir falsch? Was kann ich ändern?“ Es gibt Songs über Ehrlichkeit, Vergebung, Ausdauer – also eher Dinge, die das innere Selbst betreffen, Dinge, die man für die Reise des Lebens benötigt. Es war interessant, über Ereignisse zu schreiben, die uns selbst widerfahren sind. Wir haben sozusagen die Reise durchlebt, bevor wir die Geschichte erzählt haben, womit die Scheibe zweifellos unser bislang persönlichstes Album geworden ist.

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“