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Threshold im Interview (November 2012)

Weniger Prog, mehr Metal!

Interviewpartner Karl Groom live in action

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Threshold haben bisher noch nie ein schlechtes Album herausgebracht und beherrschen seit Jahren die hohe Kunst, progressive, anspruchsvolle Arrangements mit sensationell eingängigen Hooklines zu verbinden. Ausgerechnet ein Jahr nach dem Tod ihres langjährigen Frontmannes Andrew „Mac“ McDermott, der fünf Platten eingesungen und die Band 2007 Knall auf Fall verlassen hatte, haben die Briten trotz wie erwähnt ausnahmslos großartiger Scheiben in der Vergangenheit nun ihr Magnum Opus veröffentlicht. Zumindest wird „March Of Progress“, egal wohin man blickt, über den grünen Klee gelobt und da es auch bei The-Pit.de die Höchstnote einfuhr und beim zuständigen Redakteur rauf und runter läuft, war eine Interviewanfrage bei Gitarrist und Produzent Karl Groom nahezu unumgänglich.

The-Pit.de: Hi Karl, hier ist David von The-Pit.de. Ich hoffe, bei dir ist alles okay und danke schon mal für die Beantwortung einiger Fragen. Zunächst einmal: Euer neues Album „March Of Progress“ ist für mich ohne Witz das beste Metalalbum, das ich in den letzten paar Jahren hören durfte. Von den Kritikern wurde die Scheibe allerdings überall in den höchsten Tönen gelobt. Habt ihr mit diesen überwältigenden Reaktionen gerechnet oder gemerkt, dass ihr diesmal etwas wirklich, wirklich Besonderes am Start hattet? Und gab es überhaupt irgendeine negative Reaktion?

Karl: Mein Ziel ist zunächst einmal sicherzugehen, dass zumindest ich selbst hundertprozentig glücklich mit einem Album bin, bevor es veröffentlicht wird, denn man weiß nie, wie die Reaktionen von anderen darauf sind. Es gibt immer ein paar üble Bemerkungen, aber der allgemeine Konsens scheint sehr positiv zu sein. Tatsächlich wurde uns gesagt, dass Threshold die erste Nuclear-Blast-Band sind, die es geschafft hat, im Rock Hard Magazin 10 von 10 Punkten einzufahren!

The-Pit.de: Warum hat es fünf Jahre gedauert, ein neues Album aufzunehmen? Für gewöhnlich braucht ihr nicht mehr als zwei bis drei Jahre.

Karl: Die Umstände ließen es diesmal nicht anders zu. Viele Dinge haben sich sowohl für die Band als auch für einige Mitglieder während dieser fünf Jahre geändert und das hat auch geholfen, das Album zu formen. Außerdem haben wir zwei neue Mitglieder integriert und auch ein bisschen live gespielt in der Zeit – wir waren also immer aktiv. Des Weiteren kam 2009 die „Paradox“-Single-Box heraus, auf der ein paar Neuaufnahmen zu finden sind. Als wir anfingen, für ein neues Studioalbum zu schreiben, war einige Zeit vergangen, und wir brauchten etwas länger zum Komponieren und Arrangieren, bevor wir sicher sein konnten, dass das Beste war, das wir produzieren konnten.

The-Pit.de: Welche Idee steckt hinter dem Cover? Es sieht fast ein bisschen spirituell oder religiös angehaucht aus.

Karl: Das Artwork ist von einem italienischen Künstler namens Davide Nadalin, der auch schon das Cover unserer letzten Platte „Dead Reckoning“ entwickelt hat. Wir haben ihm totale Freiheit gelassen, das Thema des Albums zu interpretieren und wir lieben, was er ausgearbeitet hat. Das Album thematisiert persönliche Stärken und Schwächen zusammen mit Selbstzufriedenheit und wie diese Dinge das beeinflussen, was wir durch harte Arbeit versuchen zu erreichen.

The-Pit.de: Wenn man Musiker danach fragt, was das Lieblingsalbum ihrer eigenen Band ist, sagen die meisten, es sei das zuletzt veröffentlichte. Würdest du das dasselbe über „March Of Progress“ sagen?

Karl: Mein Favorit war immer „Subsurface“, sowohl wegen der Art, wie es als Ganzes strukturiert ist als auch wegen der individuellen Qualität der Songs. Es hat eine natürliche Dynamik, die das Ganze mühelos fließen lässt. Es gibt trotzdem ein paar bestimmte Songs auf „March Of Progress“, die mir besser gefallen und es hat auf jeden Fall einen großartigen Sound. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ein Komponist oder Musiker am besten geeignet ist, sein eigenes Material zu beurteilen, das sollten vielleicht lieber andere tun.

The-Pit.de: Dennoch: Hast du einen Lieblingssong auf dem neuen Album?

Karl: Ich denke, „The Rubicon“ ist ein Stück, das alles zusammenfasst, was Threshold vom Beginn der Band bis heute für mich ausmacht. In gewisser Weise ist dies ein Song über Threshold, der darauf zurückblickt, was wir gemacht haben. Darin wird auch aus unseren anderen Alben zitiert, für alle, die die Bezüge entdecken können. Ich mag auch „Colophon“ und „Don’t Look Down“.

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